Versorgungsqualität sichern, Innovationen fördern
Die MedTech-Branche ist Leitwirtschaft und benötigt für Investitionen Planungssicherheit und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen. Der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung von Baden-Württemberg erkennt das Potenzial von MedTech. Ein Auszug: "Die Medizintechnik ist eine Schlüsselbranche für Wachstum, Gesundheit und Lebensqualität. Wir stärken die enge Verzahnung von Forschung, Entwicklung und Produktion und sorgen dafür, dass Innovationen schneller in die Anwendung kommen."
Kontraproduktiv ist es dagegen, wenn Innovationszugänge behindert sowie MedTech-Bereiche wie die Hilfsmittelversorgung, die kein Kostentreiber sind, durch das GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz über Gebühr belastet werden. Darunter leidet die Qualität der Patient:innenversorgung, statt das Potenzial für Teilhabe, Mobilität und Vermeidung von Krankeneinweisungen zu nutzen. Mehr dazu in diesem Newsletter.
Wir informieren außerdem über die MDR-Revision, die Thema im Bundesrat war, sowie über die Bedeutung des Infektionsschutzes und den Beitrag der Händehygiene. Kommen Sie gut und gesund durch die Woche!
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Hilfsmittel
GKV-Spargesetz: „Hilfsmittelversorgung ist unverhältnismäßig stark belastet“
 Der BVMed sieht den Bereich der Hilfsmittelversorgung mit seinen patientennahen Dienstleistungen durch das GKV-Spargesetz unverhältnismäßig stark belastet. „Hilfsmittel-Versorgungsverträge sind langfristige Verträge ohne Preisanpassungen. Dieser Bereich ist kein Kostentreiber. Übermäßige Belastungen schaden den Dienstleistungen und der individuellen Gesundheitsversorgung von Menschen, die auf komplexe Hilfsmittelversorgung angewiesen sind“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Der BVMed spricht sich daher in seiner Stellungnahme zum GKV-Spargesetz für eine Streichung des pauschalen dreiprozentigen Preisabschlags aus.
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Digitalstrategie
MdB Pauls beim BVMed: „An einer konsequenten Digitalisierung geht kein Weg vorbei“
 Um das Gesundheitssystem zukunftsfest zu machen, „geht an einer konsequenteren Digitalisierung kein Weg vorbei“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Pauls auf dem Gesprächskreis Gesundheit des BVMed am 7. Mai 2026 in Berlin. Dazu gehört, dass die Elektronische Patientenakte (ePA) zu einer echten digitalen Plattform mit verschiedenen Anwendungen wie digitaler Ersteinschätzung und besserer Datennutzung ausgebaut wird, „die von den Menschen einfach genutzt werden kann“. Pauls bemängelte, dass in Deutschland beim Thema Digitalisierung „zu viel auf die Risiken und zu wenig auf die Chancen“ geschaut werde. „Wir brauchen hier einen Kulturwandel mit einem klaren Regelwerk.“
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Regulatorik/MDR
MDR-Revision am 8. Mai im Bundesrat: „Möglichst schnelle Neufassung“
 Der BVMed unterstützt das Anliegen der Bundesrats-Ausschüsse, die Revision der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) schnell umzusetzen und insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der MedTech-Branche besser zu unterstützen. Die Bundesregierung solle sich auf europäischer Ebene „für eine möglichst schnelle Neufassung“ einsetzen, heißt es in der Beschlussvorlage für die Bundesrats-Sitzung am 8. Mai 2026. „Das ist ein gutes Signal. Die Probleme sind seit langem bekannt. Jetzt müssen die notwendigen Verbesserungen zügig verhandelt werden“, so der BVMed.
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Nosokomiale Infektionen
Welttag der Handhygiene am 5. Mai / BVMed: „Eine konsequente Händehygiene ist unverzichtbar“
 Eine konsequente Händehygiene ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer notwendigen Infektionsschutzstrategie. Darauf weist der BVMed zum Welttag der Handhygiene am 5. Mai hin. In diesem Jahr lautet das Motto der WHO-Kampagne: „Action saves lives“. „Eine adäquate Händedesinfektion ist unerlässlich, um sowohl Patient:innen als auch medizinisches Fachpersonal vor nosokomialen Infektionen zu schützen“, so die BVMed-Hygieneexpertinnen Miriam Rohloff und Lena Richter.
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Infektionsschutz
Fakten und Strategie zur Sicherung des Infektionsschutzes
 Nosokomiale Infektionen sind eine der größten Herausforderungen der Gesundheitsversorgung – für Patient:innensicherheit und Kosten. Dieser Beitrag beleuchtet zentrale Ursachen, darunter Antibiotikaresistenzen und strukturelle Defizite. Sie machen deutlich: Wir brauchen eine klar definierte Strategie, die sich der Aufgabe der Stärkung des Infektionsschutzes annimmt und in Zeiten von Reformen, Krisen und für den Zivilschutz sämtliche Perspektiven auch dafür heranzieht. Mehr auf dieser Faktenseite.
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Branche
Die Pharma- und Medizintechnik-Strategie der Bundesregierung 2025/26
 Die Medizintechnik-Branche bekommt einen vom Bundeskanzleramt initiierten, koordinierten und ressortübergreifenden Strategieprozess. Die Auftaktveranstaltung fand am 12. November 2025 im Kanzleramt statt. Ziel des umfangreichen Pharma- und Medizintechnikdialogs ist es, bis Ende 2026 konkrete umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft zu erarbeiten. Wir informieren auf dieser Seite über den Prozess und die Chronologie des Dialogs.
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