|
MedTech-News
12. Oktober 2026
|
|
|
10 Punkte für den MedTech-Standort Deutschland
Überbordende Bürokratie ist einer der stärkstes Kostentreiber in der Medizintechnik-Branche. Das zeigt unsere aktuelle    Herbstumfrage. Besonders deutlich wird das bei der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR): Ein Drittel der F&E-Investitionen fließt in die Erfüllung der MDR-Anforderungen, nur knapp ein Drittel in echte Neuentwicklungen. Kein Wunder, dass inzwischen 62 Prozent der BVMed-Unternehmen das US-amerikanische    FDA-System bevorzugen.
Was unsere Herbstumfrage aber auch zeigt: Insgesamt hellt sich die Stimmung in der MedTech-Branche leicht auf. Die Unternehmen investieren weiter in Arbeitsplätze und Forschung. Doch steigende Kosten drücken auf die Gewinne, und am Standort Deutschland stagnieren die Investitionen.
Die Erwartungen an die Politik sind daher groß. Der Anspruch, die MedTech-Branche als strategische Schlüsselindustrie zu stärken, muss sich jetzt in konkreten politischen Entscheidungen wiederfinden. Dafür sehen wir drei Bereiche:
Hightech-Standort Deutschland stärken: die anstehende MedTech-Strategie konsequent umsetzen und den MedTech-Dialog verstetigen
Smarte Versorgung etablieren: häuslich, ambulant und stationär, digital vernetzt und mit allen Fachkräften
MedTech in Krisenvorsorge einbinden: denn die Branche ist ein essenzieller Teil der systemrelevanten Infrastruktur
Entscheidend ist eine abgestimmte und ressortübergreifende Gesamtstrategie. Sie gibt den Unternehmen Verlässlichkeit und Planungssicherheit für Investitionen. Dafür haben wir einen    10-Punkte-Plan an die Bundesregierung aufgestellt. Mehr zu unserer    Jahrespressekonferenz, zu den Branchenforderungen, den Ergebnisses der Herbstumfrage, zur Anhörung im Gesundheitsausschuss und zu einer neuen Krankheitslasten-Studie in diesem Newsletter.
|
|
|
|
// MedTech 10-Punkte-Plan
|
|
|
Branche
BVMed-Jahrespressekonferenz: 10-Punkte-Plan, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken
 Der BVMed hat auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin einen 10-Punkte-Forderungskatalog an die Bundesregierung vorgestellt. Ziel ist es, den MedTech-Standort Deutschland zu stärken und eine smarte Gesundheitsversorgung durch technologische Innovationen zu ermöglichen. „Der Herbst der Reformen muss jetzt kommen. Wir brauchen ein einheitliches und strategisches Handeln der Bundesregierung. Ein Schlüssel für den Weg aus der Krise ist die Innovationskraft der industriellen Gesundheitswirtschaft, insbesondere der MedTech-Branche. Wichtig ist jetzt eine abgestimmte und ressortübergreifende Gesamtstrategie, die den Unternehmen Verlässlichkeit und Planungssicherheit für Investitionen gibt“, so der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß.
|
|
|
|
Standort Deutschland
10-Punkte-Plan des BVMed an die Bundesregierung
 Der BVMed legt einen 10-Punkte-Forderungskatalog an die Bundesregierung vor, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken und eine smarte Gesundheitsversorgung durch technologische Innovationen zu ermöglichen.
|
|
|
|
|
|
Branche
BVMed-Herbstumfrage zur Lage der MedTech-Branche zeigt steigende Kosten: Unternehmen erwarten besseren Innovationszugang
 Die Stimmung in der deutschen MedTech-Branche hat sich nach der BVMed-Herbstumfrage 2026 gegenüber den Vorjahren leicht aufgehellt. Damit verbindet sich aber die klare Erwartung an die Politik, die MDR-Revision, den Bürokratieabbau und einen verbesserten Innovationszugang voranzutreiben. Die 120 teilnehmenden BVMed-Mitgliedsunternehmen erwarten in Deutschland für dieses Jahr einen Umsatzanstieg von 3,9 Prozent gegenüber 2025. „Die Umsatzerwartung ist 2026 optimistischer als in den Vorjahren. Die Gewinne der KMU-geprägten Branche stehen aber durch steigende Kosten für Bürokratie, Zertifizierungen, Personal, Logistik und Transport stark unter Druck. Und dabei sind die Auswirkungen des GKV-Spargesetzes noch nicht abgebildet“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.
|
|
|
|
Lage der Branche
Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage 2026
 Wie ist die aktuelle Lage der Medizintechnik-Branche? Der BVMed führte bei seinen Mitgliedsunternehmen im August und September 2024 eine umfassende Online-Befragung mit insgesamt 28 Fragen durch.
|
|
|
|
eMappe zur Pressekonferenz
Alle Informationen zur Jahrespressekonferenz 2026
 Hier finden Sie alle Dokumente zur BVMed-Jahrespressekonferenz und dem Medienseminar am 6. Oktober 2026. Die Fokusthemen: Lage der MedTech-Branche / Ergebnisse der Herbstumfrage 2026 / Fokusthemen: Eigenständiger Marktzugangsweg für Telemonitoring / WifOR-Studie zu KHK-Krankheitslasten
|
|
|
Die MedTech Unternehmen beschäftigen in Deutschland über 210.000 Menschen. Die MedTech-Branche ist stark mittelständisch geprägt. 93 Prozent der MedTech-Unternehmen beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter. Und die Branche ist ein wichtiger Treiber des medizinischen Fortschritts. Im Durchschnitt investieren die MedTech-Unternehmen rund 8 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.
|
|
|
|
|
Telemonitoring
BVMed-Vize Stamm: „Eigenständiger Vergütungsweg für Telemonitoring“
 Digitale medizintechnische Lösungen wie das Telemonitoring müssen in Deutschland sehr viel schneller als bisher in die Versorgungspraxis überführt werden. Das mahnte die stellvertretende BVMed-Vorstandsvorsitzende Dorothee Stamm auf der Jahrespressekonferenz des MedTech-Verbandes an. Sie forderte dafür einen eigenständigen Marktzugang, der „klare Wege in die Erstattung für smarte Lösungen der Gesundheitsversorgung aufzeigt, statt endlose Hürden aufzubauen“.
|
|
|
12 Jahre: So lange hat es von der Zulassung bis zum Start der Regelversorgung von Telemonitoring bei Herzinsuffizienz gedauert. Der Grund? Innovative Medizinprodukte ermöglichen Versorgung über Sektorengrenzen hinweg. Unser Gesundheitssystem ist darauf jedoch nicht ausgelegt – es trennt strikt zwischen stationär und ambulant. Wir fordern deshalb einen eigenen Weg in die Regelversorgung.
|
|
|
|
|
// Gegen Hilfsmittel-Ausschreibungen
|
|
|
Hilfsmittel
Anhörung im Gesundheitsausschuss: „Hilfsmittel-Ausschreibungen gefährden Versorgungsqualität und schwächen Strukturen“
 Der BVMed lehnt in seiner Stellungnahme zur Anhörung im Gesundheitsausschuss die Wiedereinführung von Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich entschieden ab. „Hilfsmittel-Ausschreibungen führen zu massiven Einschränkungen der Versorgungsqualität in diesem dienstleistungsintensiven Versorgungssegment – und zugleich zu einem Abbau von Vor-Ort-Versorgungsstrukturen“, so BVMed-Hilfsmittelexpertin Juliane Pohl.
|
|
// Post der Woche - zur Anhörung
|
|
|
|
|
// Studie KHK-Krankheitslast
|
|
|
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
WifOR-Studie im Auftrag des BVMed: MedTech-Innovationen können Krankheitslast der koronaren Herzkrankheit verringern
 Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist nicht nur eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen, sondern auch ein bedeutender wirtschaftlicher Belastungsfaktor. Das zeigt eine Studie des WifOR Institute im Auftrag des BVMed. Demnach entstand in Deutschland im Jahr 2024 eine Krankheitslast in Höhe von 59,4 Milliarden Euro, verursacht durch Produktivitätsverluste aus bezahlter und unbezahlter Arbeit. Die Studie, die auf der BVMed-Jahrespressekonferenz präsentiert wurde, zeigt auch: Medizintechnische Innovationen haben das Potenzial, einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung dieser Krankheitslast zu leisten.
|
|
|
|
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Publikation: WifOR-Studie zur KHK-Krankheitslast
 Die WifOR-Studie „Quantifizierung der gesundheitlichen und sozioökonomischen Krankheitslast der koronaren Herzkrankheit in Deutschland“ im Auftrag des BVMed zeigt erstmals die gesundheitliche und sozioökonomische Krankheitslast der KHK in Deutschland in einer integrierten Betrachtung.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
10.11.2026 | Berlin
Homecare-Management-Kongress 2026
 Das deutsche Gesundheitssystem steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Finanzierungsfragen, Künstliche Intelligenz und neue gesetzliche Rahmenbedingungen prägen die kommenden Jahre – mit direkten Auswirkungen auf Homecare-Unternehmen und Hilfsmittelleistungserbringer.
Der Homecare-Management-Kongress bietet am 10. und 11. November in Berlin Einordnung, praxisnahe Impulse und bringt zentrale Akteure sektorenübergreifend in den Austausch.
|