|
MedTech-News
16. März 2026
|
|
|
Effiziente Primärversorgung geht nur mit MedTech
Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vom April 2025 ist die Einführung eines verbindlichen Primärarztsystems vorgesehen. Der Dialog zum sogenannten Primärversorgungssystem wurde Ende Januar 2026 von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gestartet. Dieser Dialogprozess zielt darauf ab, die ambulante Gesundheitsversorgung in Deutschland zu modernisieren und zu verbessern.
Wir begrüßen diesen Prozess und haben in einem ausführlichen    Positionspapier Vorschläge zur Ausgestaltung aus Sicht der MedTech-Branche gemacht. Denn Primärversorgung geht nicht effizient ohne medizinisch-technische Unterstützung. Dazu gehören telemedizinische Versorgungsansätze wie Telemonitoring oder Telekonsile. Wir benötigen datenbasierte Entscheidungsgrundlagen, um die Patient:innen gezielt und effizient durch das System zu leiten.
Und wir brauchen eine bessere Einbindung der qualifizierten Pflegefachkräfte der Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer. Sie unterstützen den größten „Pflegedienst“, den wir in Deutschland haben: die Angehörigen. Wir müssen alle qualifizierten Akteure einbeziehen und vorhandene Strukturen konsequent nutzen.
Mehr dazu und zu aktuellen regulatorischen Themen der Branche – wie das Zusammenspiel von KI-Verordnung und MDR oder Mustervertragselementen für klinische Studien – in diesem Newsletter.
|
|
Ambulante Versorgung
Telemonitoring und Homecare-Fachkräfte / Jalaß: „MedTech bei Primärversorgung einbeziehen“
 Der BVMed fordert, bei der gesetzlichen Ausgestaltung des Primärversorgungssystems den Bereich der Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer einzubeziehen und Telemedizin sowie Telemonitoring zu stärken. „Ein zukunftsfähiges Primärversorgungssystem muss die medizinisch-technischen Möglichkeiten stärker einbeziehen und zudem alle qualifizierten Akteure einbinden, die bereits heute maßgeblich zur Versorgung beitragen“, so der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß.
|
|
|
|
Ambulante Versorgung
Positionspapier: Primärversorgungssystem
 In einem neuen Positionspapier spricht sich der BVMed dafür aus, Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer als relevante Versorger zur Sicherstellung der häuslichen Versorgung zu betrachten. Die spezialisierten Pflegefachkräfte der MedTech-Unternehmen sollten ausdrücklich in das Konzept der digital gestützten Versorgungsnavigation einbezogen werden.
|
|
|
|
Künstliche Intelligenz
„Doppelregulierung vermeiden“: BVMed unterstützt MDR-Vorrang vor der KI-Verordnung
 Der BVMed unterstützt in einem Positionspapier zum „KI-Omnibus“ den Vorschlag der EU-Kommission, der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) als sektoralen Regulierungsrahmens den Vorrang bei KI-basierten Medizinprodukten zu geben. „Das Ziel muss es sein, Rechtssicherheit zu gewährleisten und doppelte Reglungen zu vermeiden“, so BVMed-Experte Christopher Kipp vor dem Hintergrund der anstehenden Entscheidung im EU-Parlament.
|
|
|
|
Regulatorik/MDR
Position papier: AI Omnibus and MDR Revision
 BVMed supports reinforcing the primacy of the Medical Devices Regulation (MDR) as the applicable sectoral legislation for AI medical devices under a sector-first approach within the AI Act framework, ensuring legal clarity and avoiding duplicative horizontal obligations. In this context, BVMed welcomes that all three European institutions have already taken steps to advance this approach: the Commission through its proposed revision of the MDR, the European Parliament through sector-first amendments under the AI Omnibus, and Member States through calls for clarification of the interplay between the AI Act and sectoral legislation in the context of industrial AI. BVMed calls for the swift implementation of these steps to provide legal certainty for industry stakeholders and to ensure that only those AI-related requirements not already covered by the MDR are integrated into its framework to close any remaining gaps vis-à-vis the AI Act.
|
|
|
|
// Studienstandort Deutschland
|
|
|
Forschung-Entwicklung
Klinische Forschung stärken: Standardvertragsklauseln und weitere Schritte für einen wettbewerbsfähigen Studienstandort„Vertragsverhandlungen für Klinische Prüfungen: Wie helfen Verordnung & Co?“ war Titel und Fragestellung eines Symposiums am 10. März in Berlin, für das Vertreterinnen und Vertreter aus Bundesgesundheitsministerium, akademischer Wissenschaft und Unternehmen zusammenkamen. Eingeladen hatte eine Verbändeplattform unter Beteiligung des BVMed. Im Mittelpunkt des Symposiums stand die Frage, wie die neuen Standardvertragsklauseln für Verträge über die Mitwirkung an klinischen Prüfungen in der Praxis wirken – und welche weiteren Schritte erforderlich sind, um Deutschland als Forschungs- und Entwicklungsstandort nachhaltig zu stärken.
|
|
|
|
Mangelernährung
BVMed begrüßt Beschluss zu verpflichtendem Screening auf Mangelernährung
 Der BVMed begrüßt, dass mit dem Bundestagsbeschluss zum Krankenhausreform-Anpassungsgesetz (KHAG) der Weg für ein verpflichtendes Screening auf Mangelernährung in Krankenhäusern bereitet wurde. Das Gesetz enthält einen entsprechenden Auftrag an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), eine Richtlinie für ein obligatorisches Ernährungsscreening in Krankenhäusern zu erarbeiten. „Das ist ein wichtiger Schritt zur frühzeitigen Identifikation eines Mangelernährungsrisikos“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.
|
|
|
|
Mangelernährung
DGEM begrüßt gesetzliche Verankerung zur Erkennung von Mangelernährung
 Der Deutsche Bundestag hat erstmals eine verpflichtende systematische Erkennung von Mangelernährung in Krankenhäusern auf den Weg gebracht. Mit dem am 6. März verabschiedeten Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) wird der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragt, verbindliche Qualitätsvorgaben für ein Ernährungsscreening bei stationären Patient*innen zu entwickeln. Der Beschluss fällt damit rund 20 Jahre nach der Veröffentlichung der „German Hospital Malnutrition Study“, die bereits 2006 auf die medizinischen Folgen sowie Folgekosten von Mangelernährung hingewiesen hatte. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) begrüßt den Beschluss als wichtigen Fortschritt für die Patientenversorgung.
|
|
|
|
Krebs
Infoseite: Therapie der Mangelernährung bei onkologischen Patient:innen
 Bei Krebspatient:innen kommt Mangelernährung häufiger vor, denn Tumorerkrankungen sind oftmals mit ungewolltem Gewichtsverlust verbunden. Mehr zu den Therapieoptionen, Verordnung und Erstattung in diesem Artikel.
|
|
|
|
|
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen steigen in den vorläufigen Rechnungsergebnissen des Jahres 2025 – wie bereits im Jahr 2024 – um rund 7,8 Prozent und damit deutlich stärker als die Beitragseinnahmen mit rund 5,3 Prozent. Das führt zu einem hohen Druck auf die Beitragssätze, weshalb die Krankenkassen ihre Zusatzbeitragssätze zu Jahresbeginn 2025 stark angehoben hatten.
|
|
|
|
|
Branche
Die Pharma- und Medizintechnik-Strategie der Bundesregierung 2025/26
 Die Medizintechnik-Branche bekommt einen vom Bundeskanzleramt initiierten, koordinierten und ressortübergreifenden Strategieprozess. Die Auftaktveranstaltung fand am 12. November 2025 im Kanzleramt statt. Ziel des umfangreichen Pharma- und Medizintechnikdialogs ist es, bis Ende 2026 konkrete umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft zu erarbeiten. Wir informieren auf dieser Seite über den Prozess und die Chronologie des Dialogs.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|