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 - Ambulante Versorgung Telemonitoring und Homecare-Fachkräfte / Jalaß: „MedTech bei Primärversorgung einbeziehen“

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fordert, bei der gesetzlichen Ausgestaltung des Primärversorgungssystems den Bereich der Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer einzubeziehen und Telemedizin sowie Telemonitoring zu stärken. „Ein zukunftsfähiges Primärversorgungssystem muss die medizinisch-technischen Möglichkeiten stärker einbeziehen und zudem alle qualifizierten Akteure einbinden, die bereits heute maßgeblich zur Versorgung beitragen“, so der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß.

PressemeldungBerlin, 11.03.2026, 21/26

© BVMed / Tina Eichner In einem neuen Positionspapier spricht sich der BVMed deshalb dafür aus, Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer als relevante Versorger zur Sicherstellung der häuslichen Versorgung zu betrachten. Die spezialisierten Pflegefachkräfte der MedTech-Unternehmen sollten ausdrücklich in das Konzept der digital gestützten Versorgungsnavigation einbezogen werden. „Wir müssen diese Versorgungskapazitäten besser nutzen und die Versorgungskontinuität insbesondere für chronisch kranke Patient:innen stärken“, erläutert Jalaß. Dies trage dazu bei, dass Menschen möglichst lange eigenständig und selbstbestimmt im häuslichen Umfeld versorgt werden können.

Darüber hinaus sollten telemedizinische und telemonitoring-gestützte Versorgungsansätze sowie datenbasierte Entscheidungsgrundlagen konsequent in die Weiterentwicklung des Primärversorgungssystems einbezogen und „geeignete regulatorische sowie technische Rahmenbedingungen geschaffen werden“, heißt es in dem BVMed-Positionspapier zum Primärversorgungssystem.

Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer berücksichtigen

Im Rahmen des durch das Bundesgesundheitsministeriums (BMG) gestarteten Dialogs zur Weiterentwicklung der Primärversorgung hat der GKV-Spitzenverband ein Konzept zur Primärversorgung und digital gestützten Versorgungsnavigation vorgelegt. „Dabei wird die Rolle der sonstigen Leistungserbringer, wie der Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer, nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl diese bereits heute wesentliche medizinisch-unterstützende und fachpflegerische Aufgaben übernehmen oder bei entsprechender Berücksichtigung übernehmen könnten“, kritisiert der BVMed.

Denn: Ein erheblicher Teil der Versorgung von chronisch kranken, multimorbiden und pflegebedürftigen Menschen erfolgt außerhalb klassischer Pflege- und Arztstrukturen – im häuslichen Bereich durch die Angehörigen. Sie werden durch qualifizierte Pflegefachpersonen der Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer unterstützt. So gewährleisten sie die Versorgung mit beratungsintensiven medizinischen Hilfsmitteln und den zugehörigen fachlichen Dienstleistungen, etwa in der Infusionstherapie, Stoma- und Inkontinenzversorgung, Ernährungstherapie oder der Versorgung chronischer Wunden sowie bei komplexen Krankheitsbildern.

Einbindung in die Telematik-Infrastruktur

Die BVMed-Forderung: „Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und begrenzter Pflege- und Arztkapazitäten ist es aus Versorgungssicht erforderlich, alle qualifizierten Akteure einzubeziehen und vorhandene Strukturen konsequent zu nutzen sowie neue Strukturen für alle Akteure einheitlich und diskriminierungsfrei zur Verfügung zu stellen.“

Der BVMed sieht hier gesetzgeberischen Handlungsbedarf und fordert die notwendigen Anpassungen, um die Ausgabe von elektronischen Heilberufsausweisen (eHBA) sowie Institutionskarten (SMC-B) für Mitarbeitende von Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringern zu ermöglichen und eine gleichberechtigte sowie diskriminierungsfreie Anbindung an die Telematik-Infrastruktur sicherzustellen.

Telemedizin und Telemonitoring stärken

Auch telemedizinische Anwendungen und Telemonitoring können im Zusammenspiel mit Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringern einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Versorgung leisten. „Durch die kontinuierliche Begleitung von Patient:innen im häuslichen Umfeld, die strukturierte Erfassung relevanter Parameter sowie die frühzeitige Erkennung von Veränderungen lassen sich Versorgungsprozesse besser koordinieren und unnötige Arztkontakte sowie vermeidbare Krankenhausaufenthalte reduzieren“, heißt es in dem BVMed-Positionspapier.

Das BVMed-Positionspapier zum Primärversorgungssystem mit dem Titel “Hilfsmittel- und Homecare-Leistungserbringer einbeziehen, Telemedizin stärken und datenbasierte Versorgungssteuerung weiterentwickeln” kann unter www.bvmed.de/positionen heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Thema gibt es in den BVMed-Themenportalen unter www.bvmed.de/homecare sowie www.bvmed.de/datennutzung.

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