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MedTech-News
19. Oktober 2026
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Deutschlandtempo bei der Digitalisierung
Vergangene Woche fand im Bundestag die Anhörung zum neuen Digitalgesetz statt. Es heißt "Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen" (GeDIG), wird diesem Anspruch aber kaum gerecht.
Wir haben einmal viel über das neue "Deutschlandtempo" gesprochen: Durch Staatsmodernisierung und Verwaltungsvereinfachung zu einer schnelleren Umsetzung von notwendigen Lösungsansätzen für unsere vielfältigen Herausforderungen zu kommen. Das GeDIG geht in Teilen den umgekehrten Weg. Ein Beispiel: die erneut verschobene Einführung der elektronischen Hilfsmittelverordnung. Statt einer Beschleunigung gibt es eine weitere Verzögerung bis 2030. Das verhindert die Nutzung von Effizienzpotenzialen und führt zu einer verlängerten Ungleichbehandlung der Hilfsmittel-Leistungserbringer beispielsweise gegenüber Apotheken.
Darüber hinaus fehlt es dem Gesetz an Mut zu deutlich umfassenderen strukturelle Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen für zukunftsweisende Innovationen. Beispiele für solche Innovationen sind digitale Zwillinge, KI-gestützte Anwendungen, digitale Versorgungspfade oder smarte Telemonitoring-Lösungen.
Für ein mutigeres Digitalgesetz, das digitale Innovationen stärker voranbringt, hat der BVMed in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf Lösungsansätze in vier Bereichen vorgeschlagen: Daten besser verfügbar machen; Marktzugang für digitale Medizinprodukte mit geringem Risiko erleichtern; Telemonitoring zu smartem Monitoring weiterentwickeln; eigene Zulassungs- und Nutzenbewertung für digitale Versorgungspfade etablieren.
Mehr dazu in diesem Newsletter.
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Digitale Versorgung
GeDIG-Anhörung: BVMed sieht Anpassungsbedarf beim Digitalgesetz
 Der BVMed fordert zur Anhörung des Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) im Gesundheitsausschuss des Bundestages Anpassungen bei den Hilfsmittel-Regelungen sowie mehr Mut bei zukunftsweisenden Innovationen wie dem Telemonitoring. Konkret geht es dem MedTech-Verband um eine schnellere Einführung der elektronischen Verordnung für alle sonstigen Leistungserbringer sowie eine praxistaugliche Ausgestaltung der Hilfsmittel- und Implantate-Schnittstelle.
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Digitale Versorgung
Position: Telemonitoring – vom ungenutzten Potenzial zum Innovationsmotor
 Der BVMed sieht in Telemonitoring einen strategischen Hebel für Effizienz, Versorgungsqualität und Patient:innensicherheit – bislang jedoch mit einem fragmentierten und zu hürdenreichen Marktzugang. Das Positionspapier skizziert acht Bausteine für einen eigenständigen Marktzugang, angelehnt an Hilfsmittel- und DiGA-Fast-Track-Verfahren. Mehr zur Ausgangslage, der Definition von Telemonitoring und wie das Potenzial genutzt werden kann in diesem Artikel.
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Telemonitoring
Fallbeispiele zum Telemonitoring
 Telemonitoring verfügt über ein erhebliches, bislang unzureichend genutztes Potenzial für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Insbesondere vor dem Hintergrund eines zunehmend überlasteten Gesundheitssystems könnte sich Telemonitoring vom „Nice-to-have“ zu einem strategischen Hebel für Effizienz, Versorgungsqualität und Patientensicherheit im Kontext einer datengetriebenen Medizin entwickeln. Wir haben Fallbeispiele zusammengetragen.
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eStandards
Forum eStandards im BVMed aktualisiert Branchenpapier zum Produktstammdaten-Austausch
 Das „Forum eStandards“ bestehend aus Krankenhäusern, Krankenhaus-Einkaufsgemeinschaften und BVMed-Unternehmen, hat eine aktualisierte Fassung des Branchenpapiers über den „Produktstammdaten-Austausch für den elektronischen Order Cycle“ vorgelegt. „Ziel ist es, die erforderlichen Stammdaten für digitalisierte Geschäftsprozesse standardisiert und in hoher Qualität bereitzustellen“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.
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eStandards
BVMed-Branchenpapiere zu eStandards und Logistik-Prozessen
 Das Forum "eStandards" aus Vertretern von Krankenhaus-Einkaufsgemeinschaften und BVMed-Mitgliedsunternehmen hat sich als Plattform zur einvernehmlichen Formulierung und Verbreitung von Empfehlungen für die elektronische Kommunikation im Geschäftsdatenaustausch etabliert. Basis sind die "Branchenpapiere", in denen das Forum ein standardisiertes Vorgehen bei der Realisierung der Themen: Produktklassifikation, Stammdatenaustausch, EDI, elektronische Rechnungsstellung (eInvoicing) und "Sales Report"empfiehlt.
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Hilfsmittel
Ein schwarzer Tag für die Hilfsmittelversorgung in Deutschland
 Der BVMed hat den Beschluss des Bundestages zur Wiedereinführung von Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich als einen „schwarzen Tag für die Hilfsmittel-Versorgung in Deutschland“ bezeichnet. Jetzt müsse der Bundesrat intervenieren, um die Wiedereinführung zu verhindern. „Union und SPD haben 2019 Hilfsmittel-Ausschreibungen abgeschafft, da sie zu massiven Einschränkungen in der Versorgungsqualität der betroffenen Patient:innen geführt hatten. Jetzt wird dieser Fehler aus kurzsichtigen Sparerwägungen und gegen den Rat aller Expert:innen wiederholt“, kritisiert BVMed-Hilfsmittelexpertin Juliane Pohl.
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Nachhaltigkeit
3 Fragen an... Denise Brecht, Sprecherin des BVMed-Arbeitskreises Nachhaltigkeit (ESG)
 Nach der Neuwahl des BVMed-Vorstands im April 2026 werden auch die sieben BVMed-Arbeitskreise für die nächsten zwei Jahre neu benannt. Denise Brecht von B. Braun ist auf der konstituierenden Sitzung des BVMed-Arbeitskreises "Nachhaltigkeit (ESG)" erneut zur Sprecherin gewählt worden. Wir haben mit ihr über die Themen und Ziele des AK ESG gesprochen - und welche Botschaft sie dem neuen Gesundheitsminister mit auf den Weg gibt...
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Nachhaltigkeit
Übersicht: Nachhaltigkeits-Initiativen in der Gesundheitswirtschaft
 In der Gesundheitswirtschaft gibt es zahlreiche Initiativen, um den ökologischen Fußabdruck der Branche zu verringern. Wir haben hier einige Initiativen zusammengetragen, die gute Ansätze darstellen. Erfolgreiche Initiativen sollten in Zukunft gebündelt und als Brancheninitiativen umgesetzt werden, um reine Insellösungen zu überwinden.
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Branche
Über 950.000 Jobs in Europa: MedTech-Europe veröffentlicht "Facts & Figures 2026"
 MedTech Europe, der europäische Dachverband des BVMed, hat die neue Ausgabe „Facts & Figures 2026“ veröffentlicht. Demnach wächst der europäische Medizintechniksektor weiterhin als Motor für Innovation und Wirtschaftskraft: mit über 950.000 Beschäftigten und einem Gesamtumsatz von 173 Milliarden Euro.
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Die europäische Medizinprodukteindustrie erzielte 2025 (ohne IVDs) einen Umsatz von rund 173 Milliarden Euro. Deutschland ist - nach Angaben des europäischen Dachverbandes MedTech Europe - mit einem Anteil von knapp 25 Prozent mit Abstand der größte Markt, gefolgt von Frankreich, UK und Italien.
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Branche
Zahlen und Fakten: Die MedTech-Branche
 Sie rettet Leben, sichert Versorgung und stärkt gleichzeitig den Standort: Die deutsche MedTech-Branche ist Innovationstreiberin, Jobmotor und Wirtschaftsstärke zugleich. Der BVMed vertritt die gesamte Wertschöpfungskette – von Herstellern und Zulieferern über den Fach- und Großhandel bis zu Hilfsmittel-Leistungserbringern und Homecare-Versorgern.
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Ein Leben ohne Hilfsmittel? Ein Szenario, das bisher unmöglich war. Stell dir vor, Hilfsmittel würden plötzlich verschwinden. Stell dir vor, Gesundheitsversorgung würde plötzlich verschwinden. Kein Rollstuhl. Keine Orthese. Keine Kompressionsversorgung. Keine Unterstützung im Alltag. Der Film zeigt, was passiert, wenn unverzichtbare Teile unserer Gesundheitsversorgung wegbrechen. (Video auf Youtube gepostet von Sanitätshaus Janssen)
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10.11.2026 | Berlin
Homecare-Management-Kongress 2026
 Das deutsche Gesundheitssystem steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Finanzierungsfragen, Künstliche Intelligenz und neue gesetzliche Rahmenbedingungen prägen die kommenden Jahre – mit direkten Auswirkungen auf Homecare-Unternehmen und Hilfsmittelleistungserbringer.
Der Homecare-Management-Kongress bietet am 10. und 11. November in Berlin Einordnung, praxisnahe Impulse und bringt zentrale Akteure sektorenübergreifend in den Austausch.
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