Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

 - Gesetzliche Krankenversicherung Gesundheitsausgaben im Jahr 2019 auf über 400 Milliarden Euro gestiegen

ArtikelWiesbaden, 06.04.2021

Im Jahre 2019 wurden − durch alle Ausgabenträger einschließlich privater − insgesamt 410,8 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben. Das waren 19,3 Milliarden Euro bzw. 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr (Quelle: Gesundheitsausgabenbericht 2019 des Statistischen Bundesamtes vom 6. April 2021). Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 11,9 Prozent, so dass nicht von einer Kostenexplosion gesprochen werden kann.

  • Mit einem Ausgabenanteil von 56,7 Prozent war die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) auch 2019 größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen. Ihre Ausgaben beliefen sich auf 233,0 Milliarden Euro und lagen somit um 10,9 Milliarden Euro oder 4,9 Prozent über denen des Jahres 2018.
  • Die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck waren mit 54,8 Milliarden Euro oder 13,3 Prozent der Gesundheitsausgaben zweitgrößter Ausgabenträger. Im Vorjahresvergleich wiesen sie einen Anstieg um 2,3 Milliarden Euro oder 4,4 Prozent auf.
  • Die soziale Pflegeversicherung hatte 2019 einen Anteil von 10,3 Prozent an den Gesundheitsausgaben. Im Vergleich zu 2018 verzeichnete sie mit einem Plus von 2,6 Milliarden Euro oder 6,6 Prozent auf 42,1 Milliarden Euro den stärksten Ausgabenanstieg.
  • Die Ausgaben der privaten Krankenversicherung stiegen um 1,4 Milliarden Euro oder 4,1 Prozent auf 34,6 Milliarden Euro. Auf sie entfielen damit 8,4 Prozent der Gesundheitsausgaben im Jahr 2019.

Für das Jahr 2020 wird auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte ein weiterer Anstieg der Gesundheitsausgaben auf 425,1 Milliarden Euro geschätzt. Das wären 14,3 Milliarden Euro oder 3,5 Prozent mehr als im Jahr 2019.

Derzeit ist es schwierig, einen „coronaspezifischen Anteil“ an den geschätzten Gesundheitsausgaben zu ermitteln. Zu den wenigen Ausnahmen zählen beispielsweise die knapp 1,6 Milliarden Euro Ausgaben aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds, die teilweise durch den Bund erstattet werden. Diese Ausgaben setzen sich im Wesentlichen aus rund 700 Millionen Euro für Ausgleichszahlungen an die Krankenhäuser für die Bereitstellung von intensivmedizinischen Betten und Beatmungsgeräten, gut 491 Millionen Euro für Schutzmasken nach der Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung sowie knapp 286 Millionen Euro für Tests im Sinne der Coronavirus-Testverordnung zusammen. Damit sind insbesondere Tests in Gesundheitsämtern, Testzentren oder Reihentests gemeint. Weitere coronaspezifische Ausgaben in Höhe von 419 Millionen Euro fielen für Tests an, die im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung durchgeführt wurden, sowie 731 Millionen Euro pandemiebedingte Erstattungen für außerordentliche Aufwendungen in der Pflege.

Quelle: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes vom 6. April 2021Externer Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab.

Ausgaben für Medizinprodukte in Deutschland 2019

Die Gesundheitsausgaben im Bereich der Medizinprodukte (ohne Investitionsgüter, Laborausgaben oder Zahnersatz, inklusive Händlermargen) betrugen in Deutschland im Jahr 2018 insgesamt rund 37 Milliarden Euro (Quelle: Gesundheitsausgabenbericht 2019 des Statistischen Bundesamtes vom 6. April 2021). Davon entfallen auf Hilfsmittel (alle Ausgabenträger) 20,6 Milliarden Euro (Vorjahr 19,8 Milliarden Euro) und auf den sonstigen medizinischen Bedarf 15,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 15,2 Milliarden Euro). Hinzu kommen rund 1 Milliarde Euro für den Verbandmittelbereich, der statistisch unter Arzneimitteln erfasst ist.

Der Ausgabenanteil der Gesetzlichen Krankenversicherung an den Ausgaben für Medizinprodukte liegt bei rund 24 Milliarden Euro (rund 64 Prozent). Für Hilfsmittel hat die GKV 9,4 Milliarden Euro aufgewendet, für den sonstigen medizinischen Bedarf 13,5 Milliarden Euro. Hinzu kommt der Verbandmittelbereich (unter "Arzneimitteln" erfasst).

Quelle: Gesundheitsberichterstattung des BundesExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab.

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Hilfsmittelverzeichnis
    Kritik an fehlender Beratung bei Versorgung mit Hilfsmitteln

    Eine persönliche Beratung ist für Patienten, die ein Hilfsmittel zur Kompressionstherapie oder Ban­dagen benötigen, unverzichtbar. Darauf haben die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und andere gestern hingewiesen. Hintergrund ist, dass der GKV-Spitzenverband eine solche persönliche...

    Artikel26.07.2023

    Mehr lesen
  • Finanztip-Recherche
    Wenn die Kran­ken­kas­se Leistungen ablehnt: 40 Prozent der Widersprüche sind erfolgreich

    Wer sich bei seiner Kran­ken­kas­se gegen die Ablehnung einer gewünschten Leistung wehrt, hat gute Chancen: Zwei von fünf Widersprüchen sind erfolgreich. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Geldratgebers Finanztip basierend auf Daten von 22 Kran­ken­kas­sen. Der BVMed sieht den Bericht als Bestätigung dessen, was die Mitglieder in der Praxis erleben – und was die Kassenaufsicht seit...

    Artikel21.04.2023

    Mehr lesen
  • Gesetzliche Krankenversicherung
    BVMed unterstützt GKV-Vorschlag | „Mehrwertsteuer auf Medizinprodukte vereinheitlichen“

    In seinem Vorschlag spricht der GKV-Spitzenverband zwar explizit nur Hilfsmittel als Unterkategorie von Medizinprodukten an, „der Vorstoß ist aber für die Gesamtheit der Medizinprodukte gut begründbar, da sie für die medizinische Versorgung der Menschen in Deutschland unentbehrlich sind“, so der BVMed. Aufgrund der unterschiedlichen Besteuerung bei Medizinprodukten sei es notwendig, mit...

    Pressemeldung07.10.2022

    Mehr lesen

Kommende Veranstaltungen

  • Webinar
    ESG Seminar | Implementierung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten

    Die EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten soll sicherstellen, dass eine Reihe von Rohstoffen und Waren, die in der EU in Verkehr gebracht werden, nicht zur Entwaldung und Waldschädigung innerhalb und außerhalb der EU beitragen. Für Unternehmen der Medizintechnikbranche, welche bspw. Palmöl oder Kautschuk verwenden, gelten die Anforderungen der Verordnung bereits ab 30.12.2024. Das Seminar unterstützt bei der Implementierung der Sorgfaltspflichten aus der Verordnung.

    Seminardigital
    20.06.2024 14:00 - 15:30 Uhr
    organizer: BVMed
    Schwerpunkt: Nachhaltigkeit

    Zur Veranstaltung: Implementierung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten
  • Einführungsseminar
    Erfolgreiches Marketing von MedTech-Unternehmen

    Als Mitarbeiter:in im Marketing oder Produktmanagement haben Sie eine Schlüsselrolle für den Erfolg Ihres Unternehmens. Die richtige Strategie entwickeln, Produktvorteile erkennen, formulieren und im Zusammenspiel mit Agenturen an Entscheidungsträger und Kunden kommunizieren – dies sind Fähigkeiten, die professionelle Produkt- oder Marketing-Manager:innen kontinuierlich aktualisieren und...

    Seminaron-site
    Berlin, 25.06.2024 09:00 - 17:00 Uhr
    organizer: BVMed-Akademie
    Schwerpunkt: Kommunikation

    Zur Veranstaltung: Erfolgreich im Marketing von MedTech-Unternehmen
  • Gesprächsforum
    Frauengesundheit: Werden digitale Anwendungen der Durchbruch für gendersensible Medizin sein?

    Die gemeinsame Veranstaltung „Frauengesundheit im Fokus: Werden digitale Anwendungen der Durchbruch für gendersensible Medizin sein?“ von BVMed e.V. und Taylor Wessing widmet sich dem Status Quo, den künftigen Möglichkeiten und notwendigen Voraussetzungen für den Einsatz von Digital Health in der Frauenmedizin.

    Gesprächsforumon-site
    Berlin, 25.06.2024 17:00 - 21:00 Uhr
    organizer: BVMed
    Schwerpunkt: Digitalisierung

    Zur Veranstaltung: Frauengesundheit im Fokus

Ihre Vorteile als BVMed-Mitglied

  • Organisation

    In über 80 Gremien mit anderen BVMed-Mitgliedern und Expert:innen in Dialog treten und die Rahmenbedingungen für die Branche mitgestalten.

  • Information

    Vom breiten Serviceangebot unter anderem bestehend aus Veranstaltungen, Mustervorlagen, Newslettern und persönlichen Gesprächen profitieren.

  • Vertretung

    Eine stärkere Stimme für die Interessen der Branche gegenüber politischen Repräsentant:innen und weiteren gesundheitspolitischen Akteur:innen erhalten.

  • Netzwerk

    An Austauschformaten mit anderen an der Versorgung beteiligten Akteur:innen, darunter Krankenkassen, Ärzteschaft oder Pflege teilnehmen.

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen