Weltmarkt

Deutschland drittgrößter MedTech-Produzent der Welt

Der Weltmarkt für Medizintechnologien betrug 2014 rund 310 Mrd. Euro (Quelle: Spectaris-Jahrbuch auf der Basis von Daten der GTAI, des U.S. CommercialService und Eurostat). Die USA haben mit rund 123 Milliarden US Dollar mit Abstand den größten Anteil bezogen auf die Inlandsproduktion von Medizinprodukten. Das ist ein Anteil von 39,6 Prozent an der MedTech-Weltproduktion. Es folgen China (11,1 Prozent), Deutschland (10,2 Prozent) und Japan (6,1 Prozent).

Innerhalb der Europäischen Union haben die deutschen Medizintechnik-Unternehmen mit Abstand den größten Anteil. Von den rund 75 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2014 entfielen knapp 26 Milliarden Euro auf Unternehmen mit Unternehmenssitz in Deutschland. Es folgen die Schweiz (11,4 Mrd. Euro), Frankreich (10,6 Mrd. Euro), Irland (9,0 Mrd. Euro), Italien (8,8 Mrd. Euro) und Großbritannien (6,9 Mrd. Euro).

Nach einer Studie von Ernst & Young vom Oktober 2012 zum MedTech-Weltmarkt stiegen die Umsätze in Europa und den USA 2011 zusammen um 6 Prozent auf 331,7 Milliarden Dollar. Dabei konnten die US-Firmen die Umsätze um 4 Prozent auf 204 Milliarden Dollar und die Nettogewinne auf 13,7 Milliarden Dollar (plus 19 Prozent) erhöhen. Die europäischen Medizintechnik-Unternehmen haben dagegen ihre Umsätze 2011 insgesamt um acht Prozent auf 127,4 Milliarden Dollar und die Gewinne nur um fünf Prozent gesteigert.

Nach einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) wird die Nachfrage nach Medizintechnik bis zum Jahr 2020 in den Schwellenländern im Schnitt jährlich zwischen 9 und 16 Prozent zunehmen. In den Industrieländern geht die Studie von einem Wachstum von jährlich 3 bis 4 Prozent aus (Quelle: FAZ vom 6. Januar 2011, „In der Medizintechnik herrscht Zuversicht“).
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