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 - Gesundheitswirtschaft „MedTech-Dialog verstetigen“: CDU-Abgeordnete Weiss schlägt Unterausschuss „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ vor

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Maria-Lena Weiss hat sich in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel Background Gesundheit für eine Verstetigung des vom Kanzleramt initiierten Pharma- und MedTech-Dialogs ausgesprochen. Die Juristin Weiss, die Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages ist, schlug zudem einen Unterausschuss „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ als parlamentarisches Korrektiv vor. Ziel sei es, dass die Ergebnisse des Pharma- und MedTech-Dialogs in konkretes Regierungshandeln und Gesetzgebung münden. Handlungsbedarf sieht sie insbesondere bei den Themen klinischen Prüfungen, Datenschutzauslegung und Zulassungswegen.

ArtikelBerlin, 07.04.2026

In der Diskussion um die GKV-Finanzen und eine Strukturreform der Krankenversicherung werde das Potenzial der industriellen Gesundheitswirtschaft (IGW) bislang zu wenig beachtet, schreibt Weiss. Die IGW könne dazu beitragen, Effizienzreserven zu heben, Beitragssätze zu stabilisieren und die Resilienz des Gesundheitssystems zu stärken. Sie verwies dabei auf eine Prognose-StudieExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab. im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Die Studie zeigt EinsparpotenzialeExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab. mit direktem Bezug zu den GKV-Leistungsausgaben in Höhe von 20,8 Milliarden Euro jährlich auf - bei mindestens gleichbleibender Versorgungsqualität.

  • Besonders groß sei der Hebel bei moderner Medizintechnik, „etwa in der Bildgebung und bei minimalinvasiven Eingriffen“, so Weiss. In Verbindung mit Künstlicher Intelligenz und Robotik würde sich Behandlungen präziser und effizienter gestalten lassen.
  • Ähnliches gelte auch für eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten, um Doppelbehandlungen zu vermeiden, Präzisionsmedizin voranzubringen und neue Therapien schneller zu entwickeln.

Um die IGW zu stärken, schlägt die CDU-Abgeordnete unter anderem vor:

  • Der Krankenhaus-Transformationsfonds sollte konsequent in Innovationen investieren. Denn ein investierter Euro erzeuge eine ökonomische Folgewirkung von mehr als 1,50 Euro.
  • Hürden bei der Datennutzung sollten konsequent abgebaut werden. Datenschutz dürfe nicht länger zum Forschungsverhinderungsschutz werden.
  • Um Gesundheitsinnovationen im europäischen und deutschen Markt verfügbar zu halten, sollte die MDR-Novelle zügig in Kraft treten.
  • Um neue Absatzmärkte zu erschließen, sollten Handelsabkommen strategisch auch für die Gesundheitswirtschaft genutzt werden.
  • Zudem sollte die Resilienz des Gesundheitssystems gestärkt werden, indem man Endprodukte, Produktionsprozesse und Ausgangsmaterialien gemeinsam in den Blick nimmt und eigene Produktion durch kluge Anreize absichert.

Für die politische Begleitung der Branche sei der Pharma- und MedTech-Dialog ein wichtiger Anfang, der verstetigt werden müsse, „damit Handlungsfelder in direkter und regelmäßiger Abstimmung frühzeitig identifiziert und bearbeitet werden“.

Darüber hinaus brauche es ein parlamentarisches Korrektiv, beispielsweise durch einen Unterausschuss „Industrielle Gesundheitswirtschaft“. Dort ließen sich die relevanten Rahmenbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft gezielt überarbeiten und Hemmnisse abbauen.

Das Fazit von Dr. Maria-Lena Weiss: „Wir brauchen eine starke Pharma- und Medizinprodukteindustrie, die Innovationen hervorbringt, Kosten dämpft und Versorgungssicherheit schafft.“ Deutschland müsse seinen Akteuren in der Spitzenmedizin einen Rahmen bieten, der Innovation belohne, statt sie zu budgetieren.

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