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 - Gesundheitswirtschaft MedTech-Dialog fortsetzen: BVMed unterstützt Idee eines Unterausschusses „industrielle Gesundheitswirtschaft“

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) setzt sich für eine Verstetigung des von der Bundesregierung begonnenen Medizintechnik-Dialogs ein und unterstützt den Vorschlag, als „parlamentarisches Korrektiv“ einen Unterausschuss „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ im Bundestag zu gründen. „Die politische Begleitung der Leitwirtschaft Medizintechnik ist eine Aufgabe über den aktuellen Dialog- und Strategie-Prozess hinaus“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

PressemeldungBerlin, 01.04.2026, 24/26

© BVMed / Tina Eichner Bild herunterladen Der BVMed unterstützt damit einen Vorschlag der CDU-Bundestagsabgeordneten und Mitglied des Gesundheitsausschusses, Dr. Maria-Lena Weiss, aus einem Gastbeitrag im Tagesspiegel Background Gesundheit vom 1. April 2026. Darin forderte die Gesundheitspolitikerin, den Potenzialen der industriellen Gesundheitswirtschaft mehr Beachtung zu schenken. Der vom Kanzleramt initiierte Pharma- und MedTech-Dialog sei dafür ein wichtiger Anfang, der verstetigt werden müsse, „damit Handlungsfelder in direkter und regelmäßiger Abstimmung frühzeitig identifiziert und bearbeitet werden“. Konkret schlug Weiss die Gründung eines Unterausschusses „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ vor, um die Ergebnisse des Pharma- und MedTech-Dialogs in konkretes Regierungshandeln und Gesetzgebung münden zu lassen. „Dort ließen sich die relevanten Rahmenbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft gezielt überarbeiten und Hemmnisse abbauen – insbesondere bei klinischen Prüfungen, Datenschutzauslegung und Zulassungswegen“, schreibt die Abgeordnete.

Der BVMed sieht sowohl in der Verstetigung des Dialogs als auch in einem Unterausschuss geeignete Instrumente, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken und das regulatorische Umfeld wettbewerbsfähiger zu gestalten. „Damit stärken wir den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland“, so Möll.

MedTech-Strategie bis Sommer 2026 im Kabinett

Der Koalitionsvertrag vom April 2025 sieht vor, „die industrielle Gesundheitswirtschaft – insbesondere die pharmazeutische Industrie und die Medizintechnik – als Leitwirtschaft zu stärken“. Unter der Federführung des Kanzleramts entschied sich die Bundesregierung im Herbst 2025 dazu, die Pharmastrategie und den Pharmadialog um den Bereich Medizintechnik zu erweitern. Die Auftaktveranstaltung zum Pharma- und Medizintechnikdialog fand am 12. November 2025 im Kanzleramt statt. Die Ergebnisse des Dialogs, der in sechs Arbeitsgruppen organisiert wurde und an dem der BVMed aktiv beteiligt war, sollen bis Ende 2026 in ein Strategiepapier einfließen, das vom Bundeskabinett beschlossen werden soll.

„Wir sind zuversichtlich, dass damit wichtige Schritte gegangen werden, um Deutschlands Position als führender Medizintechnik-Standort zu stärken und zugleich eine hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

Die MedTech-Branche ist – neben Pharma, Biotech und E-Health – eine zentrale Säule der industriellen Gesundheitswirtschaft (iGW). Sie generiert bedeutende wirtschaftliche Impulse und hat einen entscheidenden Anteil an einer leistungsfähigen und modernen Gesundheitsversorgung. Die MedTech-Branche beschäftigt über 210.000 Menschen – mehr als doppelt so viele wie die Pharma-Branche. Die Medizintechnik erwirtschaftete 2024 einen Produktionswert in Höhe von 46 Milliarden Euro, was ihre zentrale Bedeutung für die deutsche Gesundheitswirtschaft unterstreicht. Sie hat eine Bruttowertschöpfung von 19,7 Mrd. Euro – die Ausstrahleffekte auf andere Branchen mitgerechnet sogar 41,4 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung. Die MedTech-Branche ist dabei mittelständisch geprägt. 93 Prozent der 1.480 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten sind KMU.

Dr. Marc-Pierre Möll: „Die Medizintechnik-Branche bietet große Chancen für Wachstum und Arbeitsplätze sowie Innovationen und Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland. Dafür benötigen wir international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Der ressortübergreifende Dialogprozess und ein parlamentarischer Unterausschuss sind dafür geeignete und ganzheitliche Ansätze, um die Leitwirtschaft Medizintechnik zu stärken.“

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