Hilfsmittel-Ausschreibungen? Kein Zurück zu krachend Gescheitertem!
Die politischen Entscheider setzen wichtige Vorhaben derzeit mit unterschiedlichem Tempo um. Strategien und Konzepte sehr langsam, GKV-Sparmaßnahmen aber oft atemberaubend schnell.
Um den Pharma- und Medizintechnik-Dialog ist es in den letzten Monaten ruhig geworden. Die Pharma- und MedTech-Strategie soll im Kabinett beschlossen werden, aber es gibt noch keine Zeitpläne und Informationen. Auch sinnvolle Maßnahmen zur Verwaltungsvereinfachung lassen auf sich warten. Der wichtige Anschluss der Hilfsmittel- und Homecare-Branche an die Telematik-Infrastruktur und die elektronische Hilfsmittelverordnung wird Jahr um Jahr nach hinten verschoben.
Schnell geht es dagegen, wenn nach weiteren Einsparmöglichkeiten im System der Gesetzlichen Krankenversicherung gesucht wird. Zu schnell, wie sich am Beispiel der Ausschreibungen bei Hilfsmittelversorgungen zeigt. Das Konzept der Ausschreibungen im sensiblen Bereich der Hilfsmittel ist 2019 krachend gescheitert – und sollte laut Aussagen aller Expert:innen beerdigt bleiben. Und trotzdem taucht die Maßnahme, die nachweislich die Qualität der Patient:innen-Versorgung geschädigt hat, ohne zu Kosteneinsparungen zu führen, im aktuell diskutierten Sparplan wieder auf. Das Ganze sehr kurzfristig als Änderungsantrag zum Notfallgesetz - und ohne das angekündigte Hilfsmittelmodernisierungs- und Bürokratierückbaugesetz, auf das die Branche wartet.
Das ist nicht das, was wir uns vom „Herbst der Reformen“ versprochen haben. Wir brauchen jetzt ein einheitliches und strategisches Handeln der Bundesregierung, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, Bürokratie abzubauen, Wachstumskräfte zu entfesseln und die medizinische Versorgung zu sichern.
Wir werden dazu auf unserer morgigen    Jahrespressekonferenz einen 10-Punkte-Plan der MedTech-Branche an die Bundesregierung vorstellen.
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Hilfsmittel
GKV-Spardiskussion zu Lasten der Patienten: „Hilfsmittel-Ausschreibungen führen zu Versorgungsdefiziten, ohne zu sparen“
 Der BVMed lehnt die aktuell diskutierten Vorschläge zur Wiedereinführung von Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich entschieden ab. „Ausschreibungen im sensiblen Bereich der Hilfsmittelversorgungen sind bereits in der Vergangenheit krachend gescheitert. Sie sind keine Option für die Zukunft. Sie führen nachweislich zu einer Verschlechterung der Patient:innen-Versorgung mit Hilfsmitteln, ohne Ausgaben zu reduzieren. Im Gegenteil: Schlechte Versorgungen führen zu steigenden Folgekosten“, kommentiert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll die aktuellen Regierungspläne.
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Hilfsmittel
20 Verbände fordern: Keine Rückkehr zu Ausschreibungen in der Hilfsmittelversorgung
 Der BVMed fordert in einem gemeinsamen Positionspapier mit 19 weiteren Verbänden der medizinischen Hilfsmittelbranche die Bundesregierung auf, die Pläne zu einer Wiedereinführung von Ausschreibungen in der Hilfsmittel-Versorgung zu stoppen. „Qualität, Wahlfreiheit und eine verlässliche wohnortnahe Versorgung der Menschen mit notwendigen Hilfsmitteln müssen Vorrang vor kurzsichtigen Sparplänen haben“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.
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Faktor Lebensqualität
Hochwertige Hilfsmittelversorgung: Eine Investition in Lebensqualität und Teilhabe
 In Deutschland sind hunderttausende Menschen auf medizinische Hilfsmittel wie Einmalkatheter für den intermittierenden Selbstkatheterismus (ISK) oder Produkte zur Stomaversorgung angewiesen. Für sie ist eine individuell angepasste, bedarfsgerechte Versorgung keine Komfortfrage – sondern eine elementare Voraussetzung für Selbstbestimmung, Gesundheit und soziale Teilhabe. Ein Hintergrundartikel der Initiative „Faktor Lebensqualität“ .
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Hilfsmittel
Gemeinsames Positionspapier: Keine Rückkehr zu Ausschreibungen in der Hilfsmittelversorgung
 20 Hilfsmittelverbände lehnen die Wiedereinführung von Ausschreibungen in der Hilfsmittelversorgung entschieden ab. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt: Ausschreibungen gehen zulasten der Versorgungsqualität und damit zulasten der Patientinnen und Patienten.
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Pflege
Basishygiene und Infektionsschutz müssen in der häuslichen Pflege auch künftig abgesichert sein
 Die im Referentenentwurf zum Gesetz zur Neuordnung der Pflegeversicherung (PNOG) vorgesehene Neuregelung bei zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln gefährdet aus Sicht von fünf Verbänden der Gesundheitswirtschaft die Versorgungssicherheit und den Infektionsschutz in der häuslichen Pflege. Statt bewährte, zweckgebundene Leistungen abzuschaffen oder in ein pauschales Entlastungsbudget zu überführen, müsse die Bundesregierung den Zugang zu Hygiene- und Infektionsschutzmitteln dauerhaft absichern, fordern der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), der Deutsche Apothekerverband (DAV), der Industrieverband Hygiene & Oberflächenschutz (IHO) sowie der Verband Versorgungsqualität Homecare (VVHC) in einer gemeinsamen Erklärung.
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Branche
Die Pharma- und Medizintechnik-Strategie der Bundesregierung 2025/26
 Medizintechnik ist im Koalitionsvertrag der Bundesregierung als Leitwirtschaft anerkannt. Die MedTech-Branche ist Teil des ressortübergreifenden Strategieprozess Pharma und Medizintechnik. Die Auftaktveranstaltung fand am 12. November 2025 im Kanzleramt statt. Ziel des umfangreichen Pharma- und Medizintechnikdialogs ist es, in der zweiten Jahreshälfte 2026 eine Strategie mit konkreten, umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft vorzulegen und im Kabinett zu beschließen. Danach sollen gesetzliche Maßnahmen folgen.
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06.10.2026
BVMed-Jahrespressekonferenz und Medienseminar 2026
 Am 6. Oktober 2026 findet die jährliche Pressekonferenz des BVMed in Berlin und digital via Teams statt. Im Fokus stehen die Ergebnisse der aktuellen Herbstumfrage 2026 zur Lage der MedTech-Branche. Daraus abgeleitet werden Forderungen an die MedTech-Strategie der Bundesregierung und die GKV-Strukturreform. Im Anschluss werden die Themen Telemonitoring sowie KHK-Krankheitskosten näher beleuchtet.
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