Ein überfälliges Umdenken
Bei der Vorstellung seiner Kabinettsumbildung Ende letzter Woche machte Bundeskanzler Friedrich Merz deutlich, wie wichtig ein Umdenken im Umgang mit dem Gesundheitssektor ist: Er werde „leider viel zu häufig als reinen Kostenfaktor betrachtet“ – dabei sei Gesundheit vielmehr der am schnellsten wachsende Sektor unserer Volkswirtschaft. Mit dieser wichtigen Botschaft wurde Carsten Linnemann als neuer Bundesgesundheitsminister vorgestellt.
Auch innerhalb unseres Gesundheitssystems ist ein Umdenken notwendig. Denn: Unser Gesundheitssystem ist überlastet – das ist längst keine neue Erkenntnis mehr, sondern gelebter Alltag in Praxen, Kliniken und Pflege. Statt Krankheiten erst zu behandeln, wenn sie längst da sind, müssen wir sie verhindern, Risiken früh erkennen und rechtzeitig gegensteuern. Genau hier setzt die Präventionsoffensive des BMG an, die der BVMed unterstützt. Sechs zentrale Forderungen dazu zeigt unsere neue Infografik.
Aber Umdenken heißt auch: Neue Werkzeuge nutzen. Ein besonders wertvolles? Daten! Ohne strukturierte Gesundheitsdaten bleibt Früherkennung Stückwerk und Prävention ein Lippenbekenntnis. Ein Beispiel: Mit Telemonitoring können beispielsweise kontinuierlich Vitaldaten erhoben werden, die Risiken bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes frühzeitig sichtbar machen und Praxen entlasten. Ein wichtiger Schritt für unsere Gesundheitsversorgung hin zu einer smarten Versorgung.
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Branche
Kabinettsumbildung: Gesundheit als Investition begreifen
 Am 24. Juli 2026 stellte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seinen Kabinettsumbau vor: Nina Warken (CDU) wechselt als neue Kanzleramtschefin ins Bundeskanzleramt, ihr folgt der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann als Bundesgesundheitsminister. Linnemann übernehme, so Merz, ein Ministerium, das für den „am schnellsten wachsenden Sektor unserer Volkswirtschaft“ stehe – eine gut funktionierende Industrie, angefangen „von der pharmazeutischen Industrie über die Medizintechnik bis hin zu vielen anderen Einrichtungen und Krankenhäusern.“
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Gesetzliche Krankenversicherung
BVMed unterstützt Präventionsoffensive des BMG: „Technologielösungen stärker einbeziehen“
 Der BVMed unterstützt das Ziel der vom Bundesgesundheitsministerium gestarteten Präventionsoffensive, Prävention zu einer tragenden Säule der Gesundheitsversorgung zu entwickeln. „Wir müssen Krankheiten möglichst verhindern, Risiken frühzeitig erkennen und rechtzeitig gegensteuern. Dabei sind Medizintechnologien ein zentraler Schlüssel“, betont BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.
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Branche
MedTech als Lösungsanbieterin: #NurMitMedTech
 Die MedTech-Branche hat Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit: für die demografische Entwicklung mit immer mehr älteren und multimorbide Menschen, für den Fachkräftemangel. So trägt die Branche mit ihren Technologien, Produkten und Verfahren zu einer besseren Versorgung, zu effizienteren Prozessen und Entlastung des medizinischen Personals bei. Das verdeutlichen wir mit unserer Kampagne #NurMitMedTech.
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Digitale Versorgung
Leonie Sommer-Eska: „Viel Potenzial, um das Gesundheitssystem zu entlasten“
 Telemedizin hat das Potenzial, Praxen spürbar zu entlasten und Versorgungslücken zu schließen – gerade bei unkomplizierten Fällen, für die kein Praxisbesuch nötig ist. Wie das in der Praxis funktioniert und welche Rolle künftig KI spielen kann, erklärt Leonie Sommer-Eska, CEO von OnlineDoctor, im Kurz-Interview.
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Digitale Versorgung
Hintergrundartikel: Telemedizin und Telemonitoring - Bausteine für eine bessere Gesundheitsversorgung
 Das deutsche Gesundheitssystem steht unter Druck. Zu den Herausforderungen zählen steigende Kosten und Fachkräftemangel ebenso wie die Versorgung ländlicher Regionen. Telemedizin kann helfen, Engpässe zu verringern – und die Effizienz im Gesundheitswesen insgesamt zu erhöhen. Die Politik tut gut daran, telemedizinische Angebote wie Telemonitoring noch stärker in die Regelversorgung zu bringen.
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