Infektionsschutz strategisch angehen
Die Anzahl von Infektionen, die mit einer medizinischen Behandlung verbunden sind - im Fachjargon spricht man von nosokomialen Infektionen (NI) - ist in Deutschland auf konstant hohem Niveau. Tendenz steigend. Jährlich sind mehr als 700.000 Patient:innen betroffen. Bis zu 20.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an nosokomialen Infektionen.
Erinnern Sie sich? Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat der Infektionsschutz mit konsequenten Hygienemaßnahmen einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung und Eindämmung geleistet - und Leben gerettet. Infektionsschutz besteht jedoch über eine pandemische Lage hinaus und gehört nachhaltig als Schwerpunktthema auf die Agenda. Wo genau die Probleme liegen und was getan werden muss, um den Infektionsschutz in Deutschland strategisch und ganzheitlich anzugehen, zeigen wir in einem ausführlichen    Faktenpapier.
Verunsicherung gab es die letzten Monate bei der Anwendung von Ethanol, einem unverzichtbaren Bestandteil in Hygiene- und Desinfektionsprodukten sowie für Produktionsprozesse in der MedTech-Branche. Der wissenschaftliche Ausschuss der europäischen Chemikalienagentur ECHA hat die Argumente abgewogen und
   entschieden, dass Ethanol zur Verwendung in Hand- und allgemeinen Desinfektionsmitteln zugelassen werden kann.
Mehr dazu und zu weiteren MedTech-Themen der Woche in diesem Newsletter.
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Infektionsschutz
BVMed fordert umfassende Infektionsschutz-Strategie
 Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fordert in einem neuen Faktenpapier eine umfassende und sektorenübergreifende Infektionsschutz-Strategie. „Wir müssen Folgeschäden nach stattgefundener Infektion und auch Folgekosten vermeiden. Nosokomiale Infektionen und Antibiotika-Resistenzen können nur mit einer umfassenden Strategie zum Infektionsschutz verringert werden“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.
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Infektionsschutz
Faktenpapier: Strategie zur Sicherung des Infektionsschutzes (Langversion)
 Das BVMed-Faktenpapier "Strategie zur Sicherung des Infektionsschutzes" zeigt auf, dass es eine klar definierte Strategie braucht, die sich der Aufgabe der Stärkung des Infektionsschutzes annimmt und in Zeiten von Reformen, Krisen und für den Zivilschutz sämtliche Perspektiven auch dafür heranzieht.
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Infektionsschutz
BVMed begrüßt positive Ethanol-Entscheidung
 Der wissenschaftliche Ausschuss der EU für Biozidprodukte (BPC) hat entschieden, dass „Ethanol zur Verwendung in Hand- und allgemeinen Desinfektionsmitteln zugelassen werden kann“. Der BVMed begrüßt diese Entscheidung. „Das ist eine gute Nachricht für die medizinische Versorgung und den Infektionsschutz. Denn: Ethanol ist in der medizinischen Versorgung unverzichtbar“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.
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Infektionsschutz
Factsheet "Ethanol im Gesundheitswesen" von BPI, BVMed, IHO und VDGH
 Um eine gesicherte Versorgung der Bevölkerung mit Desinfektionsmitteln, Reinigern, Arzneimitteln, Medizinprodukten und IVD, sowie die Produktions- und Lieferfähigkeit mit entsprechenden Endprodukten gewährleisten zu können, sprechen sich die vier Verbände gegen eine Einstufung von Ethanol als CMR-Substanz (reproduktionstoxisch und/oder krebserregend) aus.
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Hilfsmittel
Runder Tisch von BVMed und eurocom: „Bedeutung der Hilfsmittel-Versorgung nimmt künftig weiter zu“
 Einen stärkeren gesundheitspolitischen Fokus auf die wachsende Bedeutung der Hilfsmittel-Versorgung haben die beiden MedTech- und Hilfsmittel-Verbände BVMed und eurocom auf einem gemeinsamen Runden Tisch in Berlin gefordert. „Medizinische Hilfsmittel gewinnen in der Patient:innen-Versorgung weiter an Bedeutung, haben einen hohen Nutzen für die Menschen und die Gesellschaft – und gehören auf die allgemeine Agenda in der Gesundheitspolitik“, sagten BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll und eurocom-Geschäftsführerin Oda Hagemeier.
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Branche
Die Pharma- und Medizintechnik-Strategie der Bundesregierung 2025/26
 Die Medizintechnik-Branche bekommt einen vom Bundeskanzleramt initiierten, koordinierten und ressortübergreifenden Strategieprozess. Die Auftaktveranstaltung fand am 12. November 2025 im Kanzleramt statt. Ziel des umfangreichen Pharma- und Medizintechnikdialogs ist es, bis Ende 2026 konkrete umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft zu erarbeiten. Wir informieren auf dieser Seite über den Prozess und die Chronologie des Dialogs.
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Die Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zielt auf eine personenzentrierte, sektorenübergreifende und digital gestützte Versorgung. Die elektronische Patientenakte (ePA) soll zum aktiven Versorgungsbegleiter werden, während die Nutzung und KI-gestützte Anwendungen deutlich ausgeweitet werden. Zugleich sollen Gesundheitsdaten interoperabel nutzbar gemacht und das Forschungsdatenzentrum (FDZ) gestärkt werden. Mit dem Gesetz für digitale Versorgung und dem Gesundheitsdatenraum, das im ersten Quartal 2026 veröffentlicht werden soll, wird die Strategie regulatorisch konkretisiert – mit klaren Auswirkungen auf Versorgung, Forschung und Industrie.
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