Medizinprodukteindustrie

Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage 2023

Die Medizintechnik-Branche beschäftigt in Deutschland über 250.000 Menschen und investiert rund 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Der Gesamtumsatz der Branche liegt bei über 38 Milliarden Euro, die Exportquote bei 67 Prozent. Dabei sind 93 Prozent der MedTech-Unternehmen KMU.

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Wie ist die aktuelle Lage der Medizintechnik-Branche?

Der BVMed führte bei seinen Mitgliedsunternehmen im August und September 2023 eine umfassende Online-Befragung mit insgesamt 30 Fragen durch. Von den ordentlichen 230 BVMed-Mitgliedern haben sich 108 Unternehmen beteiligt, darunter alle größeren Hersteller von Medizinprodukten aus Deutschland und den USA. Das ist eine gute Beteiligungsquote von fast 50 Prozent.

An der BVMed-Umfrage nahmen zu 61 Prozent Hersteller, zu 17 Prozent Handelsunternehmen, zu 10 Prozent Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger, zu 5 Prozent Zulieferer sowie zu jeweils 3 Prozent DiGA-Hersteller und Software-Unternehmen teil. 61 Prozent der Unternehmen sind überwiegend im B2B-Bereich tätig, 19 Prozent überwiegend im B2C-Bereich. Bei 20 Prozent der Unternehmen sind beide Bereiche ähnlich wichtig.

Die Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligten, haben ihren Hauptsitz zu 75 Prozent in Deutschland, zu 10 Prozent in den USA und zu 14 Prozent im europäischen Ausland – darunter 4 Prozent aus der Schweiz.

Bei den von den Unternehmen vertretenen Produktbereichen handelt es sich um
  • Implantate (44 Prozent),
  • Hilfsmittel (37 Prozent),
  • OP-Produkte bzw. OP-Sets (33 Prozent),
  • medizinische Geräte (32 Prozent),
  • Verbandmittel bzw. Produkte zur Wundversorgung (25 Prozent),
  • Sprechstunden- und Praxisbedarf (19 Prozent),
  • digitale Medizinprodukte (17 Prozent),
  • medizinische Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel und Beatmungsprodukte (15 Prozent),
  • Dienstleistungen bzw. Homecare-Versorgungen (13 Prozent),
  • technologische Lösungen, KI und Sensorik (8 Prozent) sowie
  • Zulieferprodukte (5 Prozent).

Download: Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage 2023 als pdf

Die wichtigsten Ergebnisse in der Zusammenfassung:
  1. Die Erträge der Medizintechnik-Unternehmen gehen 2023 weiter zurück. Zwar haben sich die Umsätze mit einem Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2022 leicht erholt. Dem stehen jedoch stark gestiegene Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise sowie die hohen Kosten für die MDR-Umsetzung gegenüber.
  2. Die Investitionen am Standort Deutschland gehen zurück. Forschungsinvestitionen werden zunehmen ins Ausland verlagert. Das Innovationsklima ist nach dem BVMed-Index auf dem Tiefpunkt. Hauptgrund für den Abwärtstrend ist die überbürokratische MDR. 53 Prozent der Unternehmen präferieren mittlerweile das FDA-System, nur 12 Prozent das MDR-System.
  3. An erster Stelle der gesundheitspolitischen Forderungen der Branche steht daher, die MDR weiterzuentwickeln und zu verbessern. Darunter weniger Bürokratie, vorhersehbare und klare Fristen, berechenbare Kosten. Besonders wichtig ist den Unternehmen zudem ein Fast-Track-Verfahren für Innovationen sowie ein Belastungsmoratorium für Medizintechnik-Unternehmen.
Die Ergebnisse im Einzelnen:

Wirtschaftliche Entwicklung leicht erholt

66 Prozent der befragten MedTech-Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit einem besseren Umsatzergebnis in Deutschland als im Vorjahr. Das ist ein leicht besseres Ergebnis als in den beiden Vorjahren (61 und 57 Prozent) und deutlich besser als im ersten Corona-Krisenjahr (24 Prozent) – reicht aber noch nicht an die Werte vor der Coronapandemie heran (2019: 70 Prozent | 2018: 78 Prozent).

Von einem Umsatzrückgang gehen 19 Prozent der befragten Unternehmen aus. Bei 12 Prozent sind die Umsatzrückgänge sogar im zweistelligen Bereich. Das zeigt, dass sich einzelne Produktbereiche der MedTech-Branche sehr unterschiedlich entwickeln.

Aus den gewichteten Umsatzangaben der BVMed-Unternehmen ergibt sich im deutschen Markt ein durchschnittlicher Umsatzanstieg von 4,8 Prozent gegenüber dem vorhergehenden Krisenjahr. Die Branche zeigt sich damit insgesamt leicht erholt. Das ungewichtete Umsatzwachstum liegt bei 3,0 Prozent. Ein genauer Blick in die Werte zeigt, dass die kleineren und mittleren Unternehmen deutlich schwächer wachsen als die größeren Unternehmen mit Jahresumsätzen von über 100 Millionen Euro.

Die erwartete weltweite Umsatzentwicklung schneidet mit einem Plus von 6,4 Prozent deutlich besser als die Inlandsentwicklung ab. Die globale Entwicklung hat sich nach den Corona-Krisenjahren also wieder besser entwickelt. Das ungewichtete Wachstum liegt bei 3,4 Prozent, so dass hier die Unterschiede zwischen KMU und Großkonzernen noch deutlicher ausfallen.
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Kosten steigen stark und schmälern die Gewinne

Aufgrund der weiter dramatischen Kostensteigerungen stehen die Gewinne der Unternehmen dagegen unter Druck. Nur 20 Prozent der MedTech-Unternehmen erwarten in diesem Jahr Gewinnsteigerungen gegenüber dem Krisenjahr 2022. Mit 49 Prozent gehen sogar knapp die Hälfte der Unternehmen von einer weiteren Verschlechterung der Gewinnsituation aus. Bei 31 Prozent ist die Gewinnsituation gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Der wichtigste Grund für die angespannte Geschäftssituation sind wie im Vorjahr die gestiegenen Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise. Fast drei Viertel (72 Prozent) der Unternehmen, die an der BVMed-Umfrage teilnahmen, sind davon betroffen. Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) geben den zunehmenden bürokratischen Aufwand, 61 Prozent die MDR-Implementierung als wichtigste Hürden an. Den zunehmenden Fachkräftemangel nennen 54 Prozent der Unternehmen, gefolgt vom Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften und Klinikketten (47 Prozent), unsicheren Lieferketten (33 Prozent) und einer nicht ausreichenden Vergütung von Sachkosten
im DRG-System (31 Prozent).
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Investitionen am Standort Deutschland gehen zurück

Der zunehmende Druck auf die Gewinnsituation der Branche wirkt sich verstärkt auch auf die Investitionen am Standort Deutschland aus. Mehr als ein Viertel der Unternehmen (27 Prozent gegenüber 20 Prozent im Vorjahr) verringern ihre Investitionen. Nur noch 25 Prozent (Vorjahr 26 Prozent) erhöhen ihre Investitionen.

Ähnlich sieht die Situation bei der Forschung aus. 20 Prozent der Unternehmen verringern ihre Forschungsausgaben gegenüber dem Vorjahr (14 Prozent Vorjahreswert). Nur noch 17 Prozent (Vorjahr 18 Prozent) der befragten BVMed-Unternehmen erhöhen ihre Forschungsausgabe. Bei 43 Prozent bleiben die Forschungsausgaben unverändert.

Außerhalb von Deutschland sind für die BVMed-Mitgliedsunternehmen vor allem EU-Märkte attraktiv (76 Prozent). Es folgen die USA (51 Prozent), Großbritannien (33 Prozent), Südamerika bzw. Brasilien (31 Prozent) sowie China (28 Prozent). Ein verstärktes Engagement im Ausland scheitert dabei häufig an schwierigen lokalen Vertriebsstrukturen (43 Prozent), den regulatorischen Marktzugangshürden in Europa (40 Prozent) sowie den lokalen Vergütungs-Systemen (39 Prozent). Regelungen zum Schutz des geistigen Eigentums oder Zollkosten (jeweils 9 Prozent) spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

MDR muss weiterentwickelt werden

Die Zeiten, in denen das europäische Regulierungssystem für Medizinprodukte dem US-amerikanischen FDA-System überlegen war, sind lange vorbei. Das zeigt auch die BVMed-Herbstumfrage überdeutlich. 53 Prozent der Unternehmen präferieren das FDA-System, nur 12 Prozent das MDR-System der EU. 35 Prozent haben keine Präferenz.
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Die MDR muss also dringend weiterentwickelt und verbessert werden. Über drei Viertel der Unternehmen wünschen sich dabei vor allem weniger Bürokratie (78 Prozent). 64 Prozent erwarten vorhersehbare und klare Fristen, 56 Prozent berechenbare Kosten. Ebenfalls weit oben auf der Forderungsliste: ein Fast-Track-Verfahren für Innovationen (51 Prozent), mehr Verfahrens-Transparenz bei den Benannten Stellen (45 Prozent) sowie eine gegenseitige Anerkennung von ausländischen Zulassungen (38 Prozent).

Zahl der Beschäftigten steigt trotz Krise

Trotz der Krisenauswirkungen und dramatisch steigenden Kosten schafft die Medizintechnik-Branche in Deutschland weiter zusätzliche Arbeitsplätze. 31 Prozent der Unternehmen, die sich an der BVMed-Herbstumfrage 2023 beteiligten, erhöhen die Zahl der Mitarbeiter:innen gegenüber dem Vorjahr (2022: 40 Prozent), 58 Prozent halten die Zahl der Stellen stabil. Nur 7 Prozent der Unternehmen sind gezwungen, in diesem Jahr Personal abzubauen. Die Medizinprodukte-Branche beschäftigt in Deutschland insgesamt mehr als 250.000 Menschen. Die Beschäftigtenzahlen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.

Die Berufsaussichten für Fachkräfte in der MedTech-Branche sind dabei weiter ausgezeichnet. 87 Prozent der Unternehmen halten die Berufsaussichten für unverändert gut bzw. besser.

Gesucht werden vor allem Ingenieur:innen (40 Prozent), Informatiker:innen und Data Scientists (33 Prozent), Medizintechniker:innen (29 Prozent), lernende technische und kaufmännische Berufe (26 und 23 Prozent), Naturwissenschaftler:innen (20 Prozent) sowie Pflegekräfte (19 Prozent). Der hohe Wert für Data Scientists zeigt, dass datengetriebene Versorgungslösungen in der MedTech-Branche an Bedeutung gewinnen.
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Personal suchen die MedTech-Unternehmen in Deutschland in allen Bereichen, insbesondere Vertrieb (59 Prozent), Produktion (43 Prozent), Marketing (35 Prozent), Regulatory Affairs (31 Prozent), Qualitätsmanagement (28 Prozent), Einkauf (25 Prozent), lernende technische und kaufmännische Berufe (24 und 21 Prozent) sowie Forschung und Entwicklung (22 Prozent). Immerhin 16 Prozent der Unternehmen suchen Personal im Bereich Data Science Management.
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Die Auswirkungen des Fachkräftemangels sind dabei auch in der Medizintechnik stark spürbar. So geben 38 Prozent der Unternehmen an, dass sie Probleme haben, die offenen Stellen im Vertrieb zu besetzen. Auch für die Bereiche Produktion (34 Prozent), Regulatory Affairs (31 Prozent) und Qualitätsmanagement (28 Prozent) sind die Werte hoch.

Forderungen, um den Standort Deutschland zu stärken

Als große Stärken des Standorts Deutschland nennen die befragten MedTech-Unternehmen vor allem die die gute Infrastruktur(77 Prozent), beispielsweise die Verkehrswege, sowie die gut ausgebildeten Fachkräfte (69 Prozent). Relativ häufig werden noch das hohe Versorgungsniveau der Patient:innen (47 Prozent) und gut ausgebildete Wissenschaftler:innen und Ingenieur:innen (31 Prozent) genannt.

Dagegen nennen weniger als ein Viertel der Unternehmen gute Rahmenbedingungen beim Reimbursement (18 Prozent) und beim Export (15 Prozent) oder einen hohen Standard der klinischen Forschung (14 Prozent) als Stärken. Auch die Forschungsförderung wird von nur 9 Prozent der Unternehmen als Stärke angesehen. Nur 7 Prozent nennen das Fast-Track-Verfahren bei den digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) als Stärke. Die Unternehmen vermissen hier die Ausweitung auf die höheren Medizinprodukte-Klassen IIb und III.
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Was muss von der Politik angegangen werden, um den Medizintechnik-Standort Deutschland zu stärken? An erster Stelle der gesundheitspolitischen Forderungen steht nach der BVMed-Herbstumfrage 2023 die Weiterentwicklung und Verbesserung des MDR-Systems. 77 Prozent der Teilnehmenden nennen dies. Besonders wichtig ist den Unternehmen zudem ein Fast-Track-Verfahren für Innovationen mit klaren Fristen (50 Prozent) sowie ein Belastungsmoratorium für Medizintechnik-Unternehmen verbunden mit einem umfassenden Bürokratieabbau (43 Prozent). Weitere wichtige Forderungen sind: Fachkräfte gewinnen (39 Prozent), die digitale Transformation und Datennutzung vorantreiben (38 Prozent) und die Lieferketten stärken sowie die Resilienz des Gesundheitssystems erhöhen (37 Prozent).
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Innovationsklima-Index auf dem absoluten Tiefpunkt

Auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) bewerten die Unternehmen das Innovationsklima für Medizintechnik in Deutschland im Durchschnitt nur noch mit 3,5. Das ist seit Erhebung des Indexes 2012 der absolute Tiefstwert und zeigt die Dramatik der Herausforderungen für die KMU-geprägte MedTech-Branche in Deutschland auf.
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Als innovativste Forschungsbereiche schätzen die Unternehmen die Diagnostik (33 Prozent), die Kardiologie (31 Prozent), die Neurologie (29 Prozent) sowie die Onkologie (27 Prozent) ein.
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eBusiness gewinnt an Bedeutung

Bei der Nutzung digitaler Lösungen in den Unternehmen der MedTech-Branche werden die digitale Vernetzung bzw. Kommunikation mit Kund:innen und anderen Zielgruppen (63 Prozent) sowie digitale Prozessoptimierungen in verschiedenen Unternehmensbereichen wie Vertrieb, Produktion sowie Einkauf (61 Prozent) am häufigsten genannt.

Gegenüber den Vorjahreswerten haben die Durchführung von elektronischen Abrechnungen, kurz: eInvoicing (45 Prozent gegenüber 38 Prozent im Vorjahr) sowie elektronische Beschaffungsmaßnahmen, kurz: eProcurement (41 Prozent gegenüber 35 Prozent im Vorjahr) in der Praxisanwendung gewonnen.

24 Prozent der Unternehmen, die an der BVMed-Herbstumfrage teilgenommen haben, entwickeln Software zusätzlich zum analogen Medizinprodukt. Immerhin 23 Prozent bieten telemedizinische Dienstleistungen an – vor der Coronakrise waren dies lediglich 9 Prozent. 14 Prozent der teilnehmenden Unternehmen entwickeln digitale Medizinprodukte (DiGA).

Fazit und Ausblick

Die Medizintechnik-Branche ist ein Aushängeschild für die deutsche Wirtschaft:
  • Sie ist Innovationstreiber. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen rund 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.
  • Sie ist Jobmotor. Die Medizintechnik-Unternehmen beschäftigen in Deutschland über 250.000 Menschen und stellen 13.000 Ausbildungsplätze in Zukunftstechnologien.
  • Sie ist Exportweltmeister und hat zahlreiche „Hidden Champions“. Die Exportquote der deutschen Medizintechnik liegt bei rund 67 Prozent, der jährliche Gesamtumsatz bei über 38 Milliarden Euro.
  • Sie hat 93 Prozent Mittelstand und Familienunternehmen mit Forschung und Produktion in Deutschland.

Deutschland ist in der Medizintechnik Weltspitze. Noch. Die BVMed-Herbstumfrage zeigt: Der Medizintechnik-Standort Deutschland ist stark gefährdet. Bei Forschung und Entwicklung, bei Innovationsfreundlichkeit und schnellem Marktzugang droht Deutschland weiter an Boden zu verlieren.

Das liegt vor allem an hausgemachten Problemen:
  • Ein handwerklich schlecht gemachtes, zu kompliziertes regulatorisches System für Medizinprodukte, das Innovationen ausbremst.
  • Überbordende Bürokratisierung und Regulierungswut, die KMU erstickt.
  • Schleppende Digitalisierung des Gesundheitssystems und mangelnde Datennutzung.
  • Unzureichende Unterstützung des Mittelstandes als das Herzstück der deutschen Wirtschaft.

Dabei braucht Deutschland eine forschungsstarke, leistungsfähige, wirtschaftlich gesunde und international wettbewerbsfähige Medizintechnik-Branche.

Um Top-Talente, darunter Forscher:innen und Unternehmer:innen, im Land zu halten und Innovationen hier zu entwickeln, benötigen wir standortfreundlichere Rahmenbedingungen. Das erreichen wir durch ganzheitliche Ansätze. Durch eine MedTech-Strategie 2030 - mit einem konkreten Maßnahmenkatalog, um den Medizintechnik-Standort Deutschland zu Stärken. Und dafür muss die Politik im Dialog mit der Wirtschaft bleiben.

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