Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

 - Neurostimulation Tiefenhirnstimulation gegen Parkinson

Bei Parkinson spricht der Volksmund auch von der Schüttelkrankheit. Die Betroffenen leiden unter massiven, fortschreitenden Bewegungsstörungen, wie dem signifikanten Zittern der Hände. Die Ursache der Krankheit liegt im Mangel des Botenstoffes Dopamin, welcher für die Koordination der Bewegungsabläufe im Gehirn verantwortlich ist. Die Neuronen, die diesen transportieren, sterben nach und nach ab und unterbrechen so die notwendige Versorgung des Gehirns mit Dopamin.

ArtikelBerlin, 30.05.2018

Durch frühzeitige Behandlung lässt sich der Krankheitsverlauf deutlich verlangsamen, eine Heilung ist bisher jedoch nicht möglich. Eine schnelle, individuell abgestimmte Arzneimitteltherapie (in der Regel L-Dopa) erhöht die Lebenserwartung der Patienten. Doch nach fünf bis zehn Jahren können Schwankungen in der Wirksamkeit auftreten, die auch einen gänzlichen Wirkverlust nicht ausschließen. Die Patienten leiden mit Fortschreiten der Erkrankung auch an unwillkürlichen Überbewegungen (Dyskinesie). Dies beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen massiv.

Besseren Behandlungserfolg für Betroffene, bei denen medikamentöse Therapien versagen oder mit zu hohen Nebenwirkungen verbunden sind, bietet die Tiefenhirnstimulation (THS). Eine Elektrode stimuliert dabei ein Areal im Gehirn – genauer in den Basalganglien – mit geringem Strom. Die Tiefenhirnstimulation verbessert nachweislich die motorischen Symptome der Erkrankung. Die Mobilität, das emotionale Wohlergehen und die körperlichen Beschwerden verbessern sich deutlich, so dass die Lebensqualität der Betroffenen signifikant steigt. Dies unterstreichen aktuelle internationale Studienergebnisse, die bei Parkinsonpatienten mit THS-Therapie auch nach zehn Jahren eine im Vergleich zur Ausgangssymptomatik verbesserte Motorik mit reduziertem Medikamentenbedarf feststellten (Literaturzitat?). Derzeit tragen 80.000 Parkinsonpatienten weltweit einen Neurostimulator.

Weitere weltweite gesundheitsökonomische Studien qualifizieren die Tiefenhirnstimulation als kosteneffektive Methode zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener Parkinson- Krankheit.

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Neurostimulation
    Neurostimulation: Gemeinsam Bewusstsein schaffen

    Medizinische Fachgesellschaften und MedTech-Unternehmen wollen den Stellenwert von Verfahren der Neuromodulation und Neurostimulation in Politik und Öffentlichkeit stärken. „Wir brauchen ein stärkeres Bewusstsein für die modernen Behandlungsmethoden der Neurostimulation“, sagten die Initiatoren eines Treffens von medizinischen Fachgesellschaften und BVMed-Unternehmen.

    Pressemeldung20.10.2025

    Mehr lesen
  • Neurostimulation
    Verfahren der Neuromodulation und Neurostimulation

    Neuromodulation und Neurostimulation bieten ein breites Spektrum an Verfahren, die individuell auf die jeweilige neurologische, psychiatrische oder schmerzmedizinische Indikation abgestimmt werden können. Die Auswahl des Verfahrens richtet sich nach Art, Lokalisation und Ursache der Beschwerden sowie nach dem bisherigen Therapieerfolg.

    Artikel06.10.2025

    Mehr lesen
  • Neurostimulation
    Anwendungsgebiete der Neurostimulation

    Verfahren der Neurostimulation können bei zahlreichen Beschwerden helfen – von chronischen Schmerzen über Epilepsie bis hin zu Depressionen. Hier geben wir einen Überblick zu den verschiedenen Anwendungsgebieten der medizintechnischen Verfahren der Neurostimulation und Meuromodulation.

    Artikel06.10.2025

    Mehr lesen

Kommende Veranstaltungen

Ihre Vorteile als BVMed-Mitglied

  • Organisation

    In über 80 Gremien mit anderen BVMed-Mitgliedern und Expert:innen in Dialog treten und die Rahmenbedingungen für die Branche mitgestalten.

  • Information

    Vom breiten Serviceangebot unter anderem bestehend aus Veranstaltungen, Mustervorlagen, Newslettern und persönlichen Gesprächen profitieren.

  • Vertretung

    Eine stärkere Stimme für die Interessen der Branche gegenüber politischen Repräsentant:innen und weiteren gesundheitspolitischen Akteur:innen erhalten.

  • Netzwerk

    An Austauschformaten mit anderen an der Versorgung beteiligten Akteur:innen, darunter Krankenkassen, Ärzteschaft oder Pflege teilnehmen.

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen