Produktion

Über 29 Milliarden Euro Produktion

Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen (mit über 20 Beschäftigten) legte in Deutschland nach Angaben der offiziellen Wirtschaftsstatistik im Jahr 2016 um 5,8 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro zu. Der Inlandsumsatz stieg um 6 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz stieg 2016 um 5,5 Prozent auf insgesamt 18,6 Milliarden Euro. Begründet werden die starken Steigerungen mit Nachholeffekten im Inland, dem schwachen Eurokurs, den niedrigen Ölpreisen, der weiterhin expansiven Geldpolitik und einer gestiegenen Nachfrage in den Schwellenländern.

Die deutsche Industrie für Medizintechnik im Überblick:


Die Gesundheitsausgaben im Bereich der Medizinprodukte (ohne Investitionsgüter und Zahnersatz, inklusive Händlermargen) betrugen in Deutschland im Jahr 2015 insgesamt rund 34 Milliarden Euro (Quelle: Gesundheitsausgabenbericht 2015 des Statistischen Bundesamtes vom Februar 2017). Davon entfallen auf Hilfsmittel (alle Ausgabenträger) 18,8 Milliarden Euro (Vorjahr 18,1 Milliarden Euro) und auf den sonstigen medizinischen Bedarf 14,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,9 Milliarden Euro). Hinzu kommen knapp 1 Milliarde Euro für den Verbandmittelbereich, der unter Arzneimitteln erfasst ist.

Der Ausgabenanteil der Gesetzlichen Krankenversicherung an den Ausgaben für Medizinprodukte liegt bei rund 21,5 Milliarden Euro (rund 63 Prozent). Für Hilfsmittel hat die GKV 8,2 Milliarden Euro aufgewendet, für den sonstigen medizinischen Bedarf 12,3 Milliarden Euro. Hinzu kommt der Verbandmittelbereich (unter "Arzneimitteln" erfasst).

Die deutsche MedTech-Industrie nach Bundesländern:
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