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 - Innovationen Patentanmeldungen als Innovationsindikator der Medizintechnikbranche BVMed Data Talk vom 13. Januar 2026

„Innovationen in der Medizintechnik-Branche“ ist eine oft befundende oder geforderte Aussage. Erstmalig machen wir uns auf den Weg, diese „Innovationen“ auch mit Evidenz zu unterlegen. Die Studie des BVMed Instituts zu den Patentanmeldungen der Branche im Zeitraum von 2012 bis 2022 soll aufzeigen, welche Innovationskraft Medizintechnik in Deutschland hat und wo sich noch Potenziale verbergen. Im Webinar „Patente in der Medizintechnik und China auf dem Weg zur Weltmacht“ am 13. Januar 2026 erhielten die Teilnehmenden eine Einordnung der Ergebnisse sowie einen Überblick über gewerbliche Schutzrechte, deren Nutzen und Kosten. Zudem wurden Chinas Aufstieg zur Weltmacht und Einblicke in Patentstrategien beleuchtet.

Artikel22.01.2026

© RDNE Stock project Patentanmeldungen in der Medizintechnik-Branche standen am 13. Januar 2026 im Mittelpunkt des BVMed Data Talks. Als etablierter Indikator für die Innovationskraft einer Branche wurden Patentanmeldungen erstmals vom BVMed Institut ausgewertet. Die AnalyseExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab. umfasst einen Zehn-Jahres-Zeitraum von 2012 bis 2022 und basiert auf europäischen Patentanmeldungen. Dabei ergab sich ein positives Bild: Die Branche erweist sich als sehr innovationsstark, auch wenn es 2022 zu einem leichten Rückgang der Patentanmeldungen kam. Insgesamt bleibt das Niveau jedoch hoch und unterstreicht die große Bedeutung von Forschung und Entwicklung in der Branche.

Patente zwischen Information und Schutz

Im ersten Expertenvortrag erklärte Frau Dr. Ruffert vom Patent- und Normenzentrum der Universitätsbibliothek Aachen die beiden wesentlichen Funktionen des Patentsystems: die Informations- und Schutzfunktion. Patentrecherchen, wie sie auch in der Studie des BVMed Instituts durchgeführt wurden, profitieren von der Informationsfunktion der Patentdatenbanken. Die Datenbanken des Deutschen Patent- und Markenamtes sowie weiterer nationaler und internationaler Patentämter bieten einen umfassenden Überblick über den Stand der Technik, sind frei verfügbar und ermöglichen systematische Recherchen, z.B. nach Mitbewerbern. Ergänzend erläuterte Frau Dr. Ruffert die Schutzfunktion von Patenten, die dem Inhaber das ausschließliche Recht zur Herstellung und Verwertung des patentierten Produkts gewährt.

Patente als strategisches Instrument Chinas

Herr Joachim Gerstein, Patentanwalt in Hannover, griff den Aspekt der Schutzrechte auf und stellte die strategische Bedeutung von Patentanmeldungen insbesondere für China in den Mittelpunkt seines Vortrages. China ist inzwischen der weltweit größte Design- und Patentanmelder in der Medizintechnikbranche. Gewerbliche Schutzrechte sind dort fest in staatlichen Industrie- und Innovationsstrategien verankert und werden durch eine zunehmend durchsetzungsfähige gerichtliche Praxis gestützt.
Ein eindrucksvolles Beispiel für diese Entwicklung ist die hohe Zahl von Verfahren wegen Schutzrechtsverletzungen: Allein im Jahr 2023 wurden in China rund 28.000 entsprechende Fälle verhandelt. Standardessenzielle Patente sind dabei ein scharfes Schwert Chinas, da diese u.a. auch erhebliche Lizenzgebühren generieren, die wiederum gezielt in Chinas Forschung & Entwicklung zurückfließen.

Insgesamt zeigte der BVMed Data Talk, dass Patentanmeldungen ein zentrales Instrument zur Bewertung von Innovationsdynamiken sind und zugleich eine zunehmend strategische Rolle im globalen Wettbewerb der Medizintechnik spielen.

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