- Branche Neuer BVMed-Jahresbericht: „2025 hat Weichen gestellt, 2026 muss liefern“
In seinem neuen Jahresbericht zieht der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) eine positive Bilanz der politischen Weichenstellungen in 2025 für die deutsche Medizintechnik-Branche – und fordert deren konsequente Umsetzung in konkrete Maßnahmen. „2025 war ein Meilenstein, die Grundlage dafür, die MedTech-Branche strategisch zu unterstützen. Jetzt kommt es darauf an, dass aus Strategien auch spürbare Verbesserungen für Versorgung und Standort entstehen“, erklären BVMed-Vorstandsvorsitzender Mark Jalaß und BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Der digitale BVMed-Jahresbericht wurde zur BVMed-Mitgliederversammlung am 23. April 2026 vorgelegt und kann unter www.bvmed.de/jahresbericht abgerufen werden.
PressemeldungBerlin, 24.04.2026, 31/26
© BVMed / Tina Eichler
BVMed-Vorstandsvorsitz Mark Jalaß (rechts) und BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll (links)
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2025 wurde erstmals die Medizintechnik im Koalitionsvertrag ausdrücklich als Leitwirtschaft anerkannt und ein MedTech-Strategieprozess der Bundesregierung gestartet. Diese Kombination aus Anerkennung, Dialog und Strategie machte 2025 so wichtig für die MedTech-Branche. Doch „Strategiepapiere allein verbessern weder die Gesundheitsversorgung noch stärken sie den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir brauchen planbare Rahmenbedingungen, schnellere Prozesse und eine konsequente Umsetzung in der Praxis“, betont Möll. Nur so kann das Potenzial der MedTech-Branche für Mensch, Gesundheit und Wirtschaft gehoben werden. „Ob Krankenhausreform, Ambulantisierung, Digitalisierung oder Krisenvorsorge – all das funktioniert nur, wenn die MedTech-Branche als Teil der Lösung verstanden und frühzeitig eingebunden wird. Nicht als nachgelagerter Ausstatter, sondern als Partner und Lösungsanbieter“, erklärt Jalaß.
Zu den Themen des BVMed-Jahresberichts 2025/2026 gehören unter anderem:
- MedTech-Standort stärken: Umsetzung der MedTech-Strategie, Weiterentwicklung der MDR, Bürokratieabbau insbesondere für den MedTech-Mittelstand sowie planbare und innovationsfreundliche Zulassungsprozesse
- Versorgungsstrukturen modernisieren: Krankenhausreform, Ambulantisierung, stärkere Versorgung in der Häuslichkeit und Ausbau digitaler Medizintechnologien für eine vernetzte, datengetriebene Gesundheitsversorgung
- Versorgungsqualität und Prävention sichern: Stärkung von Infektionsschutz und Hygiene, strukturierte Wundversorgung sowie nachhaltige Gestaltung ökologischer Anforderungen bei Sicherstellung der Patient:innenversorgung
- Resilienz und Versorgungssicherheit stärken: Robuste Lieferketten, strategische Produktionskapazitäten und Schutz von Medizinprodukten vor handelspolitischen Auseinandersetzungen
- Wettbewerbsfähigkeit in Europa sichern: Abbau von Bürokratie, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen auf EU-Ebene und Stärkung des europäischen MedTech-Standorts.
Der Jahresbericht zeigt außerdem: Die MedTech-Branche bleibt eine der tragenden Säulen der Gesundheitswirtschaft und des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Sie ist:
- Vielfältig: mit rund 500.000 verschiedenen Medizinprodukten
- Jobmotor: über 210.000 Beschäftigte in Deutschland
- Mittelständisch geprägt: 93 Prozent der Unternehmen haben weniger als 250 Mitarbeitende
- Innovationsstark: rund 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung
- Exportorientiert: etwa 68 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erwirtschaftet
Jalaß und Möll abschließend: „Wenn wir jetzt mutig handeln und MedTech konsequent stärken, können wir unser Gesundheitssystem und den MedTech-Standort Deutschland zukunftsfest machen.“
Der BVMed-Jahresbericht 2025/26 kann unter www.bvmed.de/jahresbericht gelesen werden.