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 - Herz-Kreislauf-Erkrankungen Neue Hoffnung für das Herz FOCUS-Titel zeigt medizintechnische Fortschritte

Das Magazin "FOCUS" widmete Ende August den medizintechnischen Fortschritten in der Behandlung von Herzerkrankungen eine ganze Titelgeschichte: "Neue Hoffnung für das Herz". Prof. Dr. Stephan Baldus von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) weist dabei auf die große Bedeutung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache Nummer eins hin - und fordert, bei den Vorsorgeuntersuchungen viel früher als bisher anzusetzen.

ArtikelMünchen, 09.09.2025

© AdobeStock @Sergey Nivens Der FOCUS-Artikel beginnt mit einer spannenden Patientengeschichte - "Storytelling" als Einstieg:

Der bekannte Transplantationsmediziner Robert Montgomery leidet an einer Kardiomyopathie, einer ererbten Muskelschwäche des Herzes, die zu schweren Rhythmusstörungen führt. Sein Vater und ein Bruder verstarben an der Krankheit. Montgomery selbst erlebte bereits mehrmals den "plötzlichen Herztod", an dem alleine in Deutschland 65.000 Menschen im Jahr versterben. Montgomery überlebte immer wieder, denn ihn holt ein implantierter Defibrillator (ICD) jeweils ins Leben zurück. Die Sensoren des ICD-Geräts erkennen die Ryhthmusstörungen und den Herzstillstand und senden elektrische Impulse, um das Herz zu reanimieren.

Medizintechnischer Fortschritt rettet Leben

Die FOCUS-Ausgabe berichtet, dass in den vergangenen Jahrzehnten vieles erreicht wurde, um das Herz zu schützen und Leben zu retten: "die Defibrillatoren, die ein totes Herz wiederbeleben, die künstlichen Herzklappen, die ihm in der Not helfen, das Blut weiter durch den Körper zu pumpen, Ärzte gelangen mit Schläuchen bis tief in die Vorhöfe, um ein in Rage geratenes Herz wieder in den Takt zu bringen. Die Medizintechnik schaffe es gar, "völlig erschöpfte Herzen durch fremde zu ersetzen".

Diese technologischen Fortschritte retten Leben und lindern Leiden. Dadurch hat sich beispielsweise die Sterberate durch Herzinfarkte seit dem Jahr 2000 in Deutschland halbiert. Auch die Todesfälle durch Schlaganfälle sind zurückgegangen. Der FOCUS weiter: "Die gute Nachricht lautet: Die Herzmedizin steht vor weiteren großen Erfolgen. Diese können vielen Menschen mit schwersten Herzproblemen ein langes und gesundes Leben ermöglichen.

Früherkennung muss gestärkt werden

Trotz der Fortschritte sterben in Deutschland Jahr für Jahr 350.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. "Das ist weit mehr als jeder dritte Todesfall", sagt Prof. Dr. Stephan Baldus, Direktor der Klinik für Kardiologie an der Uniklinik Köln. Andere europäische Länder seien hier längst an Deutschland vorbeigezogen. Gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften hat der Kardiologe eine "Nationale Herz-AllianzExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab." ins Leben gerufen, um die Situation zu verbessern. Dabei geht es vor allem um bessere Prävention und Früherkennung.

In Deutschland werden Gesundheitschecks erst ab dem 35. Lebensjahr erstattet. Spezielle Herzvorsorgeuntersuchungen gibt es erst ab dem 50. Lebensjahr. Das sei nicht nur viel zu spät, klagt Baldus, es wisse auch kaum jemand davon. Er plädiert deshalb für bessere Aufklärung und Stärkung von Prävention und Früherkennung.

Quelle: FOCUS vom 29. August 2025Externer Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab.

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