- Digitalstrategie Digitalisierung im Klinikalltag BVMed-Arbeitskreis besucht Universitätsklinikum Bonn
Wie Digitalisierung konkret im Klinikalltag umgesetzt wird, zeigte eine Delegationsreise des BVMed-Arbeitskreises Digitalisierung (AKD) zum Universitätsklinikum Bonn (UKB)Externer Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab.. Vor Ort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in innovative Projekte – von KI-gestützter Infrastruktur über automatisierte Logistikprozesse bis hin zu digitalen Lösungen entlang des gesamten Patient:innenpfads.
Artikel03.11.2025
Delegationsreise zum Universitätsklinikum Bonn
Im Oktober 2025 hatte der Arbeitskreis Digitalisierung (AKD) des BVMed die Gelegenheit, das Universitätsklinikum Bonn auf dem Bonner Venusberg im Rahmen einer Delegationsreise zu besuchen. Eingeladen wurde der Arbeitskreis von Dieter Padberg, CIO und Direktor Informationstechnologie des Universitätsklinikum Bonn. Der Besuch wurde mit einer Sitzung des Arbeitskreises verbunden.
Neben den Mitgliedern des AKD waren auch Vertreter:innen der Liaisons des Arbeitskreises Recht (AKR) eingeladen. Ziel war es, den interdisziplinären Austausch zu fördern und das Netzwerk zwischen den BVMed-Gremien weiter zu stärken.
Gruppenfoto des AKD und AKR-Liasons auf der Delegationsreise im Oktober in das Universitätsklinikum Bonn (UKB) auf Einladung von Dieter Padberg, CIO und Direktor Informationstechnologie des UKB.
Einblicke in die Digitalisierung des Klinikalltags
Vor Ort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in zentrale Digitalisierungsschwerpunkte der Universitätsklinik. Auf der Agenda standen unter anderem das Zuweiser-System und das Entlassmanagement, Fragen der Interoperabilität, Automatisierung in Lager und Beschaffung sowie die strukturierte Nutzung von Daten für klinische Studien.
Besonders wertvoll war für die Teilnehmenden der direkte Einblick in bereits umgesetzte Projekte und deren konkrete Effekte im Klinikbetrieb. So konnten sie sich vor Ort ein Bild davon machen, wie digitale Lösungen die Organisation von Abläufen, die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und die Versorgung von Patient:innen verbessern können.
Innovative Technologien für den Medizin-Campus der Zukunft
Im Mittelpunkt der Präsentationen stand das Projekt „Innovative Secure Medical Campus“ (ISMC), das das Universitätsklinikum Bonn gemeinsam mit dem Cyber Security Cluster umsetzt. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit bis zu 17,5 Millionen Euro gefördert. Ziel ist der Aufbau einer ganzheitlichen, sicheren und KI-gestützten Infrastruktur für einen universitären Maximalversorger.
Mit dem Einsatz moderner Technologien wie Künstlicher Intelligenz, 5G und robotikgestützter Chirurgie positioniert sich das UKB als Vorreiter für einen Medizin-Campus der Zukunft. Der Ansatz ist dabei umfassend: Neben Diagnostik und Therapie werden auch administrative und logistische Prozesse digital weiterentwickelt.
Ein Beispiel dafür sind intelligente Lösungen entlang des Patient:innenpfads. Dazu zählen etwa „Smart Parking“, digitale Navigationsangebote zwischen den Klinikgebäuden sowie eine eigens entwickelte UKB-App. Sie begleitet Patient:innen durch den gesamten Aufenthalt – von der Anmeldung über Terminbuchungen bis hin zur Orientierung auf dem Klinikgelände.
Perspektivisch sollen die im Projekt entwickelten digitalen Prozesse auch anderen Kliniken zugutekommen und so neue Impulse für das deutsche Gesundheitswesen setzen.
Impulse für die digitale Gesundheitsversorgung
Die Delegationsreise hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in einer strategisch geplanten und technologisch innovativen Digitalisierung steckt. Die gewonnenen Erkenntnisse liefern wertvolle Impulse für die weitere Arbeit des AKD und für die strategische Positionierung des BVMed im Bereich der digitalen Medizintechnik
Über den BVMed-Arbeitskreis Digitalisierung (AKD)
Der AKD fungiert als zentrales Expert:innen-Gremium zur Bewertung und Einordnung aktueller Entwicklungen in der digitalen Gesundheitsversorgung. In dieser Rolle unterstützt er den BVMed maßgeblich bei dessen strategischer Ausrichtung und Positionierung im gesundheits-, wirtschafts- und digitalpolitischen Umfeld.