Innovationsklima

Innovationsklima

Dritte Innovationsumfrage des BVMed vom Oktober 2014

Das Innovationsklima in Deutschland wird von den Unternehmen insgesamt schlechter als in den Vorjahren beurteilt. Der Innovationsklima-Index des BVMed fiel auf einer Zehnerskala von 6,2 auf 4,9. Bemängelt wird vor allem eine innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen, bürokratische Prozesse sowie niedrige Erstattungspreise in Deutschland. Als besonders innovative Indikationsbereiche werten die BVMed-Unternehmen die Kardiologie, Onkologie und Neurologie.

Die Ergebnisse im Einzelnen:
  • Auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) bewerten die Unternehmen das Innovationsklima für Medizintechnik in Deutschland mit 4,9. Der Index 2014 hat sich damit gegenüber den Vorjahren um 1,3 Punkte signifikant verschlechtert.
  • Als innovativsten Forschungsbereich schätzen die Unternehmen wie im Vorjahr die Kardiologie ein. 45 Prozent der Befragten nennen diesen Versorgungsbereich. Es folgen Onkologie (33 Prozent), Neurologie und Diagnostik (jeweils 28 Prozent), Chirurgie (16 Prozent) und Orthopädie (14 Prozent).
  • Das Innovationsklima in Deutschland wird nach Meinung der Unternehmen durch innovationsfeindlich eingestellte Krankenkassen, bürokratische Prozesse, niedrige Erstattungspreise und die Unsicherheiten über die künftige Nutzenbewertung von Medizinprodukten zunehmend gefährdet.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Kanzlerin Merkel für mehr Digitalisierung in der Medizin

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich dafür ausgesprochen, die Digitalisierung in der Medizin und im Gesundheitswesen voranzutreiben. In einem Video-Podcast Mitte Juli 2017 sagte Merkel, Deutschland müsse im internationalen Vergleich Rückstände bei der digitalen Medizin aufholen. Die Kanzlerin plädiert dafür, in der Gesundheitsforschung Verfahren zu beschleunigen und die elektronische Gesundheitsakte einzuführen. Weiterlesen

  • MTD-Instant berichtet in seiner Ausgabe 32 / 2017 von einer Umfrage der Unternehmensberatung Emergo, nach der kleinere Medizinprodukte-Unternehmen in den nächsten 12 Monaten überproportional höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) planen als größere Firmen. 61 Prozent der kleinen Firmen gaben an, dass sie mehr für Forschung und Entwicklung ausgeben würden. Weiterlesen

  • Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) stellt im Rahmen seiner jährlichen Förderinitiative 250.000 Euro für Forschungsprojekte bereit. Unterstützt werden Projekte aus den Bereichen Versorgungsanalysen zum Belegarztwesen, Studien zu Versorgungsaspekten am Übergang ambulant – stationär, die Verknüpfung von Routinedaten mit anderen Primärdaten sowie die Abbildung von Effekten der Versorgungssteuerung. Weiterlesen


©1999 - 2017 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik