Zum Thema
Ein Bühnenprogramm zu den Themen Zukunft, Standort Deutschland und Innovation bildet den inhaltlichen Schwerpunkt. Die Begleitausstellung „MedTech Walk“ macht die Vielfalt der Branche anhand konkreter Technologien und Versorgungslösungen erlebbar. Zum Abschluss lädt der BVMed zum Parlamentarischen Abendempfang ein – zum Weiterdiskutieren, Vernetzen und persönlichen Austausch.
Wir wollen über die richtigen Weichenstellungen für eine Branche diskutieren, die mit über 210.000 Beschäftigten, 55 Milliarden Euro Umsatz und einem KMU-Anteil von 93 Prozent zu den innovativsten und beschäftigungsstärksten Leitwirtschaften Deutschlands zählt.
Der Zeitplan in der Übersicht:
10:00 Uhr | Eröffnung des Ausstellungsbereichs „MedTech Walk“
11:00 Uhr | Eröffnung des Bühnenprogramms und Session 1: Zukunftsvision MedTech
12:45 Uhr | Mittagspause, Networking und Ausstellung „MedTech Walk“
14:00 Uhr | Session 2: MedTech-Standort Deutschland
15:30 Uhr | Kaffeepause und Ausstellung „MedTech Walk“
16:00 Uhr | Session 3: MedTech-Innovationen und Translation
17:30 Uhr | Ausstellung „MedTech Walk“
18:30 Uhr | Parlamentarischer Abendempfang, Abendessen und Ausstellungsrundgänge „MedTech Walk“
22:00 Uhr | Ende
Programm
Eröffnung des Ausstellungsbereichs „MedTech Walk“
10:00 Uhr | Ausstellungsbereich „MedTech Walk“
Die Ausstellung stellt Medizintechnologien und Versorgungslösungen zum Anfassen und Erleben vor. Die Bandbreite reicht von Produkten zur Vorsorge über Diagnostik und Therapie bis hin zur Nachsorge.
Die 20 Stände im Überblick:
- Händehygiene inklusive Training für Infektionsprävention (Essity/Tork)
- Vakuum-Therapie bei chronischen Wunden (Solventum)
- Wearable-Monitoring für die Genesung zu Hause (Medtronic)
- Vorsorge, Diagnose und Telemonitoring in der Kardiologie (Biotronik)
- Mobiler Ultraschall und EKG in der Diagnostik (GE Healthcare)
- Kleinste Herzpumpe der Welt beim kardiogenen Schock (Johnson & Johnson Abiomed)
- Kontinuierliche Glukosemessung bei Diabetes (Abbott)
- Digitale Begleitung beim Gelenkersatz – für Patient:innen und Behandlungsteam (Zimmer Biomet)
- KI-gestützte Prothetik für mehr Teilhabe (Ottobock)
- Ganganalyse und Nachsorgeplattform nach unfallchirurgischen Eingriffen (OPED)
- Personalisierung mit 3D-Druck beim Gelenkersatz (Peter Brehm)
- Mobiles MRT-Gerät für Brustkrebs-OPs (pfm medical)
- OP-Workflow bei Wirbelsäulen-OPs (Brainlab)
- Minimalinvasive Lasertherapien in neun Fachgebieten (Biolitec)
- Vagusnerv-Stimulation bei Epilepsie (LivaNova)
- Elektrostimulation bei Augenerkrankung (Okuvision)
- Automatisierte Heimdialyse bei Nierenerkrankung (Vantive)
- Vom Spender zum Patienten – die Reise des Blutes (Fresenius Kabi)
- Groß- und Fachhandel für Medizinprodukte (BVMed-Fachbereich Groß- und Fachhandel)
- Personalisierte Medizin von der Forschung in die Anwendung (Fraunhofer IMTE)
Eröffnung des Bühnenprogramms
11:00 Uhr | Eröffnung
Eröffnungsfilm
Begrüßung durch die Moderator:innen
Dr. Katja Marx, Leiterin BVMed-Referat Recht
Christian Clarus, Stellvertretender Sprecher des BVMed-Arbeitskreises Politik und Öffentlichkeitsarbeit (AKP), Director Global Government Affairs bei B. Braun
Begrüßung durch den BVMed-Vorstandsvorsitzenden
Mark Jalaß, Country Director & Trade Deutschland bei Lohmann & Rauscher
11:15 Uhr | Politik-Keynote
Dr. Carsten Linnemann, Bundesminister für Gesundheit (angefragt)
- Thema: Die politischen Rahmenbedingungen für die MedTech-Branche als Lösungsanbieterin für die Gesundheitsversorgung
Session 1: Zukunftsvision MedTech
Wohin geht die Reise mit KI und Datennutzung in der Medizin? Die erste Session beschäftigt sich mit den Potenzialen von KI und Datennutzung für die medizinische Versorgung. Eine Keynote gibt einen Ausblick auf MedTech 2035 und die Bedeutung disruptiver KI-Technologien. In der anschließenden Diskussionsrunde werden Möglichkeiten diskutiert, digitale Medizintechnik aus dem Projektstadium in die flächendeckende Versorgung zu überführen.
11:30 Uhr | Keynote: MedTech 2035 – Visionen, Innovationen und disruptive KI-Technologien
Dr. Peter Michael Mross, KI-Institut in der Medizin der Universität Marburg
- Fragestellung: Wie können wir Künstliche Intelligenz und die Potenziale medizintechnischer Lösungen nutzen, um die Patient:innenversorgung zu verbessern und unser Gesundheitssystem effizienter zu gestalten?
- Zur Person: Dr. Peter Michael Mross ist Neuropsychologe und KI-Forscher und koordiniert am Institut KI-Projekte sowie zwei geplante Ausgründungen.
- Zitat: „Die Regulatorik muss an die rasante Entwicklung angepasst werden, sonst überholen uns USA und China.“
12:00 Uhr | Diskussionsrunde: Neue Partnerschaften für eine smarte und resiliente Gesundheitsversorgung
Impuls Klinikmanagement
Dr. Johannes Danckert, Vorsitzender der Geschäftsführung sowie Geschäftsführer Klinikmanagement der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH
- Fragestellung: Wie kann digitale Medizintechnik – von KI-gestützter Diagnostik bis zum Telemonitoring – den Weg aus dem Projektstadium in die flächendeckende Versorgungsrealität finden?
- Über das Unternehmen: Vivantes belegt im DigitalRadar des Bundesgesundheitsministeriums den Spitzenplatz und zeigt, dass digitale Transformation im Klinikalltag gelingen kann, wenn sie konsequent am praktischen Nutzen für Patient:innen und Beschäftigte ausgerichtet wird.
Impuls Krankenkassen
Andrea Galle, Vorständin mkk – meine krankenkasse
- Fragestellung: Wie können wir die Gesundheitsversorgung besser in sektorenübergreifenden Patient:innenpfaden und datengestützt weiterentwickeln?
- Zitat: „Krankenkassen können mehr als bezahlen: Mit klug genutzten Daten können wir Patient:innen gezielter durch die Versorgung lotsen – über Sektorengrenzen hinweg.“
Weitere Diskussionsteilnehmende
Matthias Mieves, MdB, Mitglied in den Bundestags-Ausschüssen für Gesundheit und Digitalisierung; stellvertretender gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
Stefan Geiselbrechtinger, CEO OPED, Stellvertretender BVMed-Vorstandsvorsitzender
Rainer Birkenbach, CEO Brainlab
12:45 - 14:00 Uhr | Mittagspause, Networking und MedTech-Walk
Die Mittagspause bietet Gelegenheit zum Networking und zum Besuch des MedTech-Walks. Die Teilnehmer:innen können die Ausstellung eigenständig erkunden und mit den beteiligten Unternehmen ins Gespräch kommen.
Session 2: MedTech-Standort Deutschland
Leitwirtschaft – und jetzt? Wie kann der MedTech-Standort Deutschland gestärkt werden? Die zweite Session befasst sich mit der Bedeutung der Medizintechnik als Leitwirtschaft und den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den MedTech-Standort Deutschland. Im Mittelpunkt stehen die Weiterentwicklung der MedTech-Strategie, Standortbedingungen, Bürokratieabbau und die Situation des mittelständisch geprägten MedTech-Sektors. Eine anschließende Diskussionsrunde widmet sich der strategischen Bedeutung der Branche und der Frage, wie ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft gestärkt werden können.
14:00 Uhr | Politik-Keynote
Frank Wetzel, Beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (angefragt)
- Thema: Leitwirtschaft Medizintechnik – Was kommt nach dem Dialogprozess? Die politischen Rahmenbedingungen für die Medizintechnik als Leitwirtschaft aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums
14:15 Uhr | CEO-Messages: Erwartungen an den Standort Deutschland
Jens Saß, CEO Implantcast
Miriam Schulze, CEO Bayoomed
Videobotschaften von CEOs globaler MedTech-Unternehmen
KMU-Pitch
Jonas Bettinger, CEO pmt Präzision-Medizin-Technik GmbH, Weiskirchen
- Zitat: „Jeder Euro für unnötige Bürokratie fehlt für Innovation und Ausbildung. Messbarer Bürokratieabbau und eine MDR mit schneller, planbarer und bezahlbarer Zertifizierung sind die Schlüsselelemente der Entlastung. Denn Versorgungssicherheit beginnt mit Produktion in Deutschland.“
14:45 Uhr | Diskussionsrunde: Standort Deutschland
Impuls: Die strategische Bedeutung der Medizintechnik-Branche erkennen und stärken – wie kann das gelingen?
Dr. Maria-Lena Weiss, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Bundestages
- Zur Person: Frau Dr. Weiss ist Initiatorin und Mitbegründerin des überfraktionellen Parlamentskreises Industrielle Gesundheitswirtschaft (IGW). Der Parlamentskreis will auch längerfristige Fragen zur Entwicklung des Standorts entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgreifen und den Austausch zwischen Parlament, Bundesregierung und den Akteuren der Gesundheitswirtschaft verstetigen.
Weitere Diskussionsteilnehmende
Stephan Albani, MdB, Mitglied des Forschungsausschusses des Deutschen Bundestages
- Zitat: „Ich habe über zwei Jahrzehnte in der Hörforschung persönlich erlebt, wie aus Laborideen Produkte für Medizin und Patienten werden. Deutschland hat viele gute Ideen. Was wir aber brauchen, ist ein schneller und verlässlicher Weg von der Idee über den Prototyp in die Umsetzung und Versorgung. Hier sind zu viele regulatorische, strukturelle und finanzielle Hürden und schlussendlich leider auch Hemmnisse in den Köpfen.“
Jens Saß, CEO Implantcast
Miriam Schulze, CEO Bayoomed
15:30 - 16:00 Uhr | Kaffeepause und Ausstellung „MedTech Walk”
Die Kaffeepause bietet Gelegenheit zum informellen Austausch und zum Besuch der Ausstellung.
Session 3: MedTech-Innovationen und Translation
Wie gelingt der Transfer medizinisch-technischen Fortschritts in den Versorgungsalltag? Diese Frage bildet den Rahmen der dritten Session. Die Keynote gibt Einblicke in den Innovationsprozess innerhalb eines großen Klinikkonzerns. Ein Praxisbeispiel aus der Diabetesversorgung zeigt das Potenzial digitaler und datenbasierter Versorgungsansätze. Dabei wird deutlich, dass erfolgreiche Translation mehr erfordert als die Verfügbarkeit neuer Technologien: Erst geeignete Versorgungs- und Vergütungsstrukturen ermöglichen es, Innovationen im Versorgungsalltag wirksam einzusetzen und ihr Potenzial für Patient:innen und das Gesundheitssystem zu entfalten. Eine politische Diskussionsrunde mit Vertreter:innen aus GKV, Forschung und MedTech widmet sich daher den Voraussetzungen für einen schnelleren Zugang zu medizinisch-technischem Fortschritt.
16:00 Uhr | Keynote: Wie können wir den Zugang der Menschen zu medizinisch-technischem Fortschritt verbessern und beschleunigen?
Prof. Dr. Surjo Soekadar, Chief Innovation Officer und Professor für Neurotechnologie, Charité-Universitätsmedizin, Berlin
- Zur Person: Professor Soekadar ist Pionier der klinischen Neurotechnologie sowie Chief Innovation Officer und Translationsexperte der Charité.
Praxisbeispiel: Von Gesundheitsdaten zu besseren Versorgungsergebnissen
Delia Strunz, Stellvertretende Sprecherin des BVMed-Arbeitskreises Digitale Gesundheitsversorgung, MiniMed
- Kernaussage: Der Mehrwert moderner Diabetes-Technologien liegt nicht allein in der kontinuierlichen Datenerfassung, sondern in der Übersetzung von Gesundheitsdaten in bessere Therapie- und Versorgungsergebnisse. Telemonitoring ermöglicht es, Menschen mit Diabetes entsprechend ihrem aktuellen Versorgungsbedarf zu betreuen, anstatt ausschließlich festen Kontrollintervallen zu folgen. Damit diese Potenziale genutzt werden können, müssen Versorgungs- und Vergütungsstrukturen datenbasierte Versorgungsmodelle gezielt unterstützen.
- Zitat: „Der Mehrwert liegt nicht in den Daten, sondern in ihrer Übersetzung in bessere Versorgungseffizienz. Telemonitoring macht dieses Potenzial nutzbar.“
Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung
- Zitat: „Medizinische Innovationen müssen sich daran messen lassen, dass sie zügig bei den Patientinnen und Patienten ankommen und dort einen nachweisbaren Nutzen schaffen. Wir müssen Innovation, Evidenz und Versorgung von Anfang an zusammendenken.“
Prof. Dr. Veronika von Messling, Leiterin der Abteilung Lebenswissenschaften im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Dorothee Stamm, Geschäftsführerin Medtronic Deutschland, Stellvertretende BVMed-Vorstandsvorsitzende
- Zitat: „Medizintechnische Innovationen sind Teil der Lösung für die aktuellen Herausforderungen unseres Gesundheitssystems. Ihren Nutzen können sie aber nur dann entfalten, wenn sie verlässlich und ohne vermeidbare Hürden in der Versorgung ankommen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, die bestehenden Verfahren grundlegend weiterzuentwickeln.“
17:30 - 18:30 Uhr | Ausstellungsrundgänge „MedTech Walk“
Zum Abschluss des Bühnenprogramms besteht erneut die Möglichkeit, den MedTech Walk zu besuchen und mit den ausstellenden Unternehmen ins Gespräch zu kommen.
Parlamentarischer Abendempfang, Ausstellung „MedTech Walk“
Zum Abschluss des Deutschen MedTech-Tages lädt der BVMed zum Parlamentarischen Abendempfang ein. Der MedTech Walk bietet auch während des Empfangs Gelegenheit zum Austausch mit den ausstellenden Unternehmen.
18:30 Uhr | Begrüßung
Mark Jalaß, BVMed-Vorstandsvorsitzender
Grußwort: Leitwirtschaft Medizintechnik – wie geht es weiter mit der MedTech-Strategie und der Stärkung des MedTech-Standorts Deutschland?
Dr. Georg Kippels, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit
anschließend | Abendessen und Getränke sowie „MedTech Walk“
Ende gegen 22:00 Uhr
Teilnahmebedingungen
Anmeldung
Fotoaufnahmen
Stornierung
Auf einen Blick
Datum
Donnerstag, 18.02.2027 10:00 - 22:00 Uhr
Ort
Humboldt-Carré
Behrenstraße 42 , 10117 Berlin
Programmflyer
Preis
Die Teilnahme ist kostenlos
Frist
Melden Sie sich bis zum 17. Februar 2027 an.