- Notfallversorgung Reform der Notfallversorgung: „MedTech-Daten in die Bedarfseinschätzung einbeziehen
Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fordert in seiner Stellungnahme zur Reform der Notfallversorgung, Daten aus Implantaten, Hilfsmitteln oder modernen Medizintechnologien mit Sensorik stärker in die Bedarfseinschätzung bei Notfällen einzubeziehen. Positiv sieht der BVMed insbesondere die stärkere Einbindung von Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) in ein digital vernetztes Rettungssystem. „Die aktive Einbindung der Bevölkerung in die Notfallversorgung ist ein wichtiger Schritt, um die Reanimationsrate in Deutschland zu stärken“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.
PressemeldungBerlin, 16.09.2026, 62/26
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Gleichzeitig sieht die BVMed-Arbeitsgruppe AED Präzisierungs- und Nachschärfungsbedarf im Gesetzentwurf. So sollte bei der Erstellung des Pflichtenheftes des AED-Katasters die Industrie frühzeitig einbezogen werden, um deren Produktwissen einfließen zu lassen.
Insgesamt sieht der MedTech-Verband in seiner ausführlichen Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Reform der Notfallversorgung „viele positive Ansätze, um die Notfallversorgung strukturell zu stärken“. Unterstützung findet insbesondere die Aufnahme der medizinischen Notfallrettung in das SGB V, die Schaffung Integrierter Notfallzentren (INZ) sowie die stärkere Verzahnung von Rettungsdienst, vertragsärztlicher Versorgung und Krankenhäusern.
„Positiv ist zudem, dass digitale Strukturen und eine bessere Steuerung von Patient:innen künftig stärker berücksichtigt werden“, heißt es in der BVMed-Stellungnahme. Die Einbindung aktuell gemessener Datenpunkte aus Hilfsmitteln oder Implantaten in der Notfallversorgung sowie die spätere Integration weiterer technischer Entwicklungen müssten von Beginn an berücksichtigt werden. Denn moderne Medizinprodukte seien in der Lage, wesentliche Parameter zur Einschätzung der Dringlichkeit einer Behandlung nicht nur zu messen, sondern auch zu übertragen. Dies kann bereits heute bei verordneter Sensortechnik zur Therapie von Diabetes erfolgen. „Künftig könnten auch patientenindividuell kalibrierte Messungen von Temperatur, Herzrate oder anderen Parametern in die Bedarfseinschätzung einfließen“, so der BVMed.
Die BVMed-Stellungnahme kann unter www.bvmed.de/positionen abgerufen werden.

