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 - Krebs BVMed zum Weltkrebstag am 4. Februar: „Individuelle Krebsversorgung stärken“

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) weist anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar 2026 auf die Bedeutung moderner medizintechnischer Lösungen für eine bedarfsgerechte Krebsversorgung hin. „Krebs ist nicht nur eine Diagnose: Jede Patientin und jeder Patient bringt eine eigene Krankheitsgeschichte und unterschiedliche Bedürfnisse mit. Moderne Medizintechnik – gerade in Verbindung mit Digitalisierung und smarter Datennutzung – ermöglicht immer stärker personalisierte Entscheidungen in Diagnostik, Therapie und Nachsorge“, erklärt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

PressemeldungBerlin, 02.02.2026, 08/26

© AdobeStock @phonlamaiphoto In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 520.000 Menschen neu an Krebs. Dabei ist Krebs die zweithäufigste Todesursache. Gleichzeitig leben in Deutschland über vier Millionen Menschen, die an Krebs erkrankt sind oder waren – mit sehr unterschiedlichen Verläufen, Folgen und Bedarfen.

Das internationale WeltkrebstagExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab.-Motto „Gemeinsam einzigartig“ (Englisch: „United by Unique“) der Vereinigung für internationale Krebsbekämpfung („Union for International Cancer Control“, kurz UICC) für die Jahre 2025 bis 2027 stellt daher Menschen und ihre individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Krebsversorgung.

MedTech als Teil der Lösung

Auch der BVMed sieht eine bedarfsgerechte bzw. patient:innenzentrierte Versorgung von Krebspatient:innen für notwendig an. Medizintechnologische Lösungen können hier entlang des gesamten Versorgungspfads unterstützen:

  • In der Diagnostik verbessert eine frühe Erkennung die Behandlungschancen. Moderne Bildgebung und innovative Verfahren – etwa die Videokapsel-Endoskopie – können helfen, Tumoren früher zu entdecken. KI-gestützte Auswertungen unterstützen dabei, Auffälligkeiten schneller zu identifizieren und Befunde effizienter zu priorisieren.
  • In der Therapie ermöglichen minimalinvasive Verfahren, robotische Assistenzsysteme und intraoperative Bildgebung präzisere Eingriffe und können Risiken für Komplikationen senken. Ebenso wichtig ist die supportive Versorgung: Ein systematisches Ernährungs-Screening hilft, Mangelernährung frühzeitig zu erkennen und Patient:innen während der Behandlung zu stärken.
  • Für eine personalisierte Versorgung tragen moderne Diagnostik- und Entscheidungsunterstützungssysteme bei. Dazu zählen auch molekulare Analysen wie die DNA-Sequenzierung von Tumorgewebe, um Therapieoptionen besser abzustimmen, das Ansprechen frühzeitig einzuschätzen und unnötige Belastungen zu vermeiden (etwa bei „No Responder“).
  • In der Nachsorge benötigen viele Betroffene strukturierte, kontinuierliche Unterstützung – etwa durch Ernährungstherapie, Stoma- und Wundversorgung sowie koordinierte Homecare-Prozesse über Sektorgrenzen hinweg, um Versorgungslücken zu schließen und Lebensqualität zu sichern.
  • Die Digitalisierung und Telemedizin kann Patient:innen im Alltag unterstützen, zum Beispiel durch Symptomtagebücher, Adhärenz-Unterstützung oder Verlaufsdokumentation. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können die Erkennung, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten unterstützen.

Wie der Report der Europäischen KommissionExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab. zum Status der Gesundheit in der EU aus Dezember 2025 darlegt, sind für eine bedarfsgerechte bzw. patient:innenzentrierte Versorgung höhere Investitionen in die europäischen bzw. nationalen Gesundheitssysteme notwendig. Dazu gehört auch, dass die angestoßenen Maßnahmen unter dem „Europe’s beating cancer planExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab.“ konsequent fortgeführt werden.

Möll abschließend: „Wenn wir die Gesundheitsversorgung in Deutschland zukunftsfest aufstellen wollen, müssen wir Volkskrankheiten wie Krebs entschlossen angehen – und dabei alle modernen, sicheren und innovativen Lösungen nutzen, die uns zur Verfügung stehen. Das verbessert nicht nur Behandlungsergebnisse, sondern vor allem die Lebensqualität der Patient:innen.“

Mehr zum Thema Krebs im BVMed-Themenportal unter bvmed.de/krebs.

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