Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

BVMed zum EU4Health-Programm: MedTech-Mittelstand stärken

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) begrüßt das von der EU-Kommission vorgelegte EU4Health-Arbeitsprogramm 2025Externer Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab., das unter anderem ein Programm für „Orphan Medical Devices“ insbesondere für pädiatrische Patient:innen enthält. „Das neue EU-Gesundheitsprogramm bietet viele interessante Ansätze zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Europa. Für uns als Medizintechnik-Branche ist wichtig, dass die Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen als Hauptreiber für Innovationen stärker in den Fokus genommen wird. Wir müssen den MedTech-Mittelstand stärken“, kommentiert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

PressemeldungBerlin, 29.07.2025, 65/25

© BVMed / Tina Eichner Bild herunterladen In dem EU4Health-Arbeitsprogramm, das ein Gesamtbudget von 571 Millionen Euro umfasst, werden die strategischen politischen Leitlinien der EU im Gesundheitsbereich festgelegt. Über das Programm EU4Health werden Mittel in Form von Zuschüssen und öffentlichen Aufträgen bereitgestellt. Zu den Schwerpunkten gehören kardiovaskuläre Gesundheit, Digital Health, Krebserkrankungen, Health Technology Assessment oder bessere Krisenvorsorge und Resilienz.

Das EU4Health-Programm enthalte zwar eine Fördermaßnahme „zur Bereitstellung regulatorischer oder wissenschaftlicher Beratung für kleine und kleinste Unternehmen, um die Entwicklung und Durchführung der Konformitätsbewertung von Produkten, insbesondere innovativen Produkten, zu unterstützen“. Darüber hinaus müsse aber der MedTech-Mittelstand besser gestärkt werden. „Die Stärkung von kleinen und mittleren Unternehmen in Europa ist essenziell für eine wettbewerbsfähigere EU“, so Möll. Der KMU-Anteil liegt in der deutschen Medizintechnik-Branche bei 93 Prozent.

Der BVMed fordert unter anderem Fördermaßnahmen für KMU bei MDR-Zertifizierungskosten, beispielsweise über eine Reduktion von Zertifizierungsgebühren für KMU. So biete die US-amerikanische Behörde FDA im Rahmen der „Medical Device User Fee Amendments“ (MDUFA) reduzierte Gebühren für kleine Unternehmen an. Ein „kleines Unternehmen“ ist nach US-Definition ein Unternehmen mit einem Bruttojahresumsatz von weniger als 100 Millionen US-Dollar. Die Gebühren für den Zulassungsprozess von Medizinprodukten werden für solche Unternehmen um 50 bis 75 Prozent reduziert. Zusätzlich können Unternehmen mit einem Bruttojahresumsatz von weniger als 30 Millionen US-Dollar einen kompletten Gebührenerlass für ihre erste PMA-Zulassung erhalten.

Darüber hinaus muss aus BVMed-Sicht sichergestellt sein, dass Förderprogramme möglichst bürokratiearm umgesetzt werden. Sowohl der Nachweis eines Unternehmens, dass es in eine der KMU-Kategorien fällt, als auch der Nachweis der förderfähigen Kosten im Zuge der Zertifizierung müssen schlank und effizient umgesetzt werden, sodass der Anreiz und der Nutzen für KMUs möglichst hoch ist. Sinnvoll sei es, dass sich Unternehmen bei einer zentralen EU-Instanz als KMU registrieren lassen können. Durch eine entsprechende Einstufung als KMU, wären damit die Voraussetzungen erfüllt, dass MDR/IVDR-Zertifizierungskosten durch unbürokratische EU-Fördermaßnahmen in Form von Zuschüssen anteilig erstattet werden.

Kritisch sieht der BVMed die Kürzungen des Budgets des EU4Health-Programms um eine Milliarde Euro im neuen Arbeitsprogramm. Die Kommission will Synergien mit anderen EU-Finanzierungsprogrammen wie Horizon Europe, dem Programm Digitales Europa oder dem Europäischen Sozialfonds Plus nutzen, um die Gesundheitsinvestitionen der EU zu optimieren. Im ersten Aufschlag der EU-Kommission zum mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für die Jahre 2028 bis 2034 fand sich zuletzt keine Neuauflage von EU4Health.

„Gesundheitsversorgung und die Stärkung der Medizintechnik als Leitwirtschaft müssen auch auf EU-Ebene im Fokus bleiben. Dazu gehört ein besonderer Blick auf die Unterstützung von KMU“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Mittelstand
    Jonas Bettinger zum Mittelstands-Beauftragten des BVMed ernannt

    Jonas Bettinger ist vom BVMed-Vorstand zum Mittelstands-Beauftragten ernannt worden. Er ist Geschäftsführer der PMT und seit April 2026 im BVMed-Vorstand. „Wir wollen eine dauerhafte Mittelstandsagenda mit eigenen Formaten und politischer Fürsprache etablieren“, so Bettinger.

    Pressemeldung02.07.2026

    Mehr lesen
  • Infografik zur mittelständisch geprägten MedTech-Branche in Deutschland. Die Inhalte: 93 % der MedTech-Unternehmen
sind KMU mit unter 250 Beschäftigten, darunter viele Familienunternehmen. Sie sind das Herzstück der Branche und Treiber des medizintechnischen Fortschritts. Deutschland hat viele Hidden Champions der MedTech, die weltweit führend in hochspezialisierten Nischen sind. Rund 68 % des MedTech-Umsatzes werden im Ausland erzielt. Insgesamt sind ca. 500.000 verschiedene Medizinprodukte auf dem Markt. Das verdeutlicht, wie innovativ und vielfältig die deutsche MedTech-Branche ist.

    Branche
    MedTech-Branche: Vom Mittelstand geprägt

    Von der Spritze über die künstliche Hüfte bis zum Herzschrittmacher: Rund 500.000 verschiedene Medizinprodukte sind in Deutschland auf dem Markt. Geprägt wird die Branche dabei vom Mittelstand: 93 Prozent der MedTech-Unternehmen sind KMU. Gerade in hochspezialisierten Nischen sind deutsche MedTech-Unternehmen „Hidden Champions". Wie gefragt Medizinprodukte aus Deutschland weltweit sind, zeigt die Exportquote: Rund 68 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erzielt. Dieses Herzstück gilt es zu stärken: mit verlässlichen Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und einer Politik, die Medizintechnik als Schlüsselbranche strategisch einbezieht.

    Infografik11.06.2026

    Jetzt herunterladen von
  • Europapolitik
    MdEP Angelika Niebler beim BVMed: „Wollen MDR im Parlament bis Ende des Jahres zu Ende beraten“

    Europa muss seine Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz stärken. „Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen und von Abhängigkeiten befreien. Das geht nur mit hochinnovativen Technologien“, sagte die Europaabgeordnete Prof. Dr. Angelika Niebler bei einer BVMed-Diskussionsrunde. Die Medizintechnik sei eine Leitbranche. Für Investitionen in Europa müsse aber die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden.

    Pressemeldung16.04.2026

    Mehr lesen

Mitglieder

Der BVMed repräsentiert über 300 Hersteller, Händler und Zulieferer der Medizintechnik-Branche sowie Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger.

Mehr lesen

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen