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 - Standort Deutschland Bundeskanzler Merz bei BVMed-Mitglied Ypsomed: Medizintechnik als Wirtschaftsfaktor

Bundeskanzler Friedrich Merz hat in Schwerin das Medizintechnik-Unternehmen Ypsomed besucht, das Injektionssysteme entwickelt und herstellt. Dabei hob er die Bedeutung der produzierenden Industrie hervor. Deutschland und sein Wohlstand seien abhängig davon, so der Kanzler.

ArtikelSchwerin, 06.11.2025

© Foto: Bundesregierung/Sandra Steins Bild herunterladen

Im Rahmen seines Antrittsbesuchs in Mecklenburg-Vorpommern war Bundeskanzler Friedrich Merz beim Medizintechnik-Unternehmen Ypsomed in Schwerin zu Gast. Hier erhielt er einen Einblick in die Produktion, das Unternehmen und in die digitalen Lösungen, die das Unternehmen erprobt.

Medizintechnik als Wirtschaftsfaktor

Ypsomed ist führend bei der Entwicklung und Herstellung von Injektionssystemen zur Selbstverabreichung flüssiger Medikamente. Der Bundeskanzler hob hervor, „dass wir mit der pharmazeutischen Industrie, mit der Medizintechnik, aber natürlich auch mit den vielfältigen Versorgungseinrichtungen einen Wirtschaftsfaktor in Deutschland haben, der mittlerweile der am schnellsten wachsende Sektor unserer Volkswirtschaft ist”.

Ypsomed investiere in den Standort und „Investitionen in die Zukunft sind wichtig”, betonte der Kanzler. Mit Blick auf Unternehmen hat die Bundesregierung deshalb Abschreibungsbedingungen verbessert: „Sie können bereits innerhalb von drei Jahren zwei Drittel ihrer Investitionen abschreiben. Zweitens werden wir die Körperschaftssteuer ab dem Jahr 2028 in fünf Schritten um jeweils einen Prozentpunkt senken”, erklärte der Kanzler.

Statement Bundeskanzler Friedrich Merz

"Sehr geehrter Herr Michel, Herr Abgeordneter, meine Damen und Herren,

ich will zunächst Ihnen und Ihrer Mannschaft hier in Schwerin herzlich Dank für die Gastfreundschaft und für das herzliche Willkommen in diesem Unternehmen Ypsomed sagen. Ich bedanke mich bei der Ministerpräsidentin, die angeregt hat, dass wir heute gemeinsam im Rahmen meines Besuches in Mecklenburg-Vorpommern dieses Unternehmen besuchen. Ich habe sofort Ja gesagt, weil ich gerne die Bedeutung nicht nur der produzierenden Industrie unterstreichen möchte. Sie alle wissen vermutlich, dass ich ein wirklich nachhaltiger Befürworter von produzierender Industrie bin. Deutschland und unser Wohlstand sind abhängig davon, dass wir auch in Zukunft produzierende Industrie haben.

Es gibt aber einen zweiten Aspekt, der mir wichtig ist. Die gesamte Gesundheitspolitik wird in Deutschland häufig genug und auch richtigerweise als ein Kostenfaktor angesehen. Was weniger häufig gesehen wird, ist die Tatsache, dass wir mit der pharmazeutischen Industrie, mit der Medizintechnik, aber natürlich auch mit den vielfältigen Versorgungseinrichtungen einen Wirtschaftsfaktor in Deutschland haben, der mittlerweile der am schnellsten wachsende Sektor unserer Volkswirtschaft ist. Die Medizintechnik und pharmazeutische Industrie, aber auch der gesamte Pflegebereich sind Teile unseres Landes im Sinne einer volkswirtschaftlichen Wertschöpfung. Deswegen bin ich so dankbar, dass ein Unternehmen wie Ypsomed nicht nur hier ist, sondern jetzt auch so investiert, wie Sie es gerade, Herr Michel, beschrieben haben. Das gibt nicht nur Hoffnung für die Region. Das ist ein wichtiger Beitrag zur volkswirtschaftlichen Entwicklung der ganzen Bundesrepublik Deutschland. Dieser Sektor soll wachsen, und der muss wachsen. Deswegen bin ich dankbar, dass wir die Gelegenheit haben, heute Morgen dieses Unternehmen hier zu besichtigen.

Ich habe einen kleinen Einblick in die Produktion und in das Unternehmen gewonnen, auch in die digitalen Lösungen, die hier erprobt werden. Das ist eindrucksvoll. Ich muss sagen: Es macht große Freude, zu sehen, wie ein Schweizer Unternehmen mit einer so umfangreichen Produktion in Deutschland auch erfolgreich wirtschaften kann, ein Unternehmen im Übrigen, das hier im Norden Ostdeutschlands investiert, das expandiert, das auch Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze zur Verfügung stellt und das für das Wirtschaftswachstum in der Region steht. Das gab mir übrigens sehr viel Hoffnung auf dem Weg hierher. Es ist ja nicht das einzige Unternehmen der Medizintechnik, das man hier sehen konnte. Ich habe mich sehr darüber gefreut, das in dieser Dichte zu sehen, einfach auch schon auf dem Weg hierher.

Investitionen in die Zukunft sind wichtig. Sie brauchen politische Rahmenbedingungen. Ich habe Ihnen kurz erläutert, was wir in der Bundesregierung schon gemacht haben und welche Beschlüsse auch das Parlament schon gefasst hat. Das Wichtigste für Sie ist, einfach zu wissen, dass wir die Abschreibungsbedingungen für Investitionen drastisch verbessert haben. Es geht um dreimal 30 Prozent degressive Abschreibung. Das heißt im Klartext, Sie können bereits innerhalb von drei Jahren zwei Drittel ihrer Investitionen abschreiben. Zweitens werden wir die Körperschaftssteuer ab dem Jahr 2028 in fünf Schritten um jeweils einen Prozentpunkt senken. Wir werden dann am Ende dieses Zeitraums bei zehn Prozent Körperschaftssteuer stehen. In Deutschland kommt die Gewerbesteuer immer noch obendrauf, aber das, was der Bund mit der Körperschaftssteuer tun kann, tun wir, um gerade solchen Unternehmen auch steuerlich entgegenzukommen. Dass wir darüber weiterreden müssen, ist mir klar. Aber – der Oberbürgermeister ist da, und wir haben eben auch kurz über die Gewerbesteuer gesprochen – dieses Thema ist so komplex, dass sich das mit einer kurzen Gesetzgebung nicht lösen lässt.

Ja, meine Damen und Herren, in diesem Sinne noch einmal sehr herzlichen Dank! Ich wünsche dem Unternehmen viel Erfolg. Ich bedanke mich auch herzlich für die Begegnungen, die wir heute in der Produktion mit den Arbeitnehmern hatten, die dort arbeiten. Das alles geschieht in einer guten Atmosphäre. Das ist ein interessantes Unternehmen. Ich kann Ihnen nur weiter viel Erfolg wünschen.

Ich möchte hier auch noch einmal das Angebot wiederholen, dass wir gerade zwischen Deutschland und der Schweiz eng zusammenarbeiten. Die Schweiz ist unser wichtigster Nachbar im Süden, und ich werde dieses Land auch bald besuchen. Wir haben sehr enge Beziehungen. Ich habe beruflich viel in der Schweiz gearbeitet, und ich weiß es einzuschätzen. Also ganz herzlichen Dank, dass Sie hier sind. Wir freuen uns sehr darüber. Auf weiter gute Zusammenarbeit. Vielen Dank.

Die gesamte Mitschrift der Pressekonferenz zum Ypsomed-BesuchExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab. des Kanzlers kann auf der Webseite der BundesregierungExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab. abgerufen werden.

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