Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

 - Kunstherz Herzunterstützungssysteme: Hilfe für kranke Herzen

Artikel22.04.2015

© Bearlin Heart Die Geschichte der Herzunterstützungssysteme (engl. Ventricular Assist Device = VAD) begann 1985 in Berlin-Charlottenburg, als erstmals ein linksventrikuläres Unterstützungssystem eingesetzt wurde.

Ist das Herz so schwer geschädigt, dass die Organe nicht mehr versorgt werden, muss es unterstützt werden. Das VAD senkt die Arbeitslast des Herzens oder übernimmt sie vollständig und ermöglicht so, einen adäquaten Blutfluss und Blutdruck aufrecht zu erhalten.

VADs werden eingesetzt, um die Wartezeit von Patienten bis zur Herztransplantation zu überbrücken. Darüber hinaus sind VADs eine Alternative als dauerhafte Therapie für Patienten, für die eine Herztransplantation nicht in Frage kommt. In manchen Fällen erholt sich das Herz durch die erfolgte Entlastung derart, dass eine Transplantation nicht mehr notwendig ist.

Herzerkrankungen, bei denen ein VAD helfen kann

Herzunterstützungssysteme können bei folgenden Diagnosen, die mit einem schwerwiegenden Herzversagen verbunden sind, hilfreich sein:

  • Dilatative Kardiomyopathie: Hauptsächlich genetisch bedingte Herzmuskelerkrankung, die zu einer krankhaften Erweiterung einer oder beider Herzkammern führt
  • Ischämische Kardiomyopathie: Einer oder wiederholte Myokardinfarkte (Herzinfarkte) führen zu einer Herzmuskelschwäche. Die Koronararterien (Herzkranzadern) sind dann verengt oder auch verschlossen, so dass das Herz viel schlechter durchblutet wird, es kommt zur Vernarbung
  • Postkardiotomie-„Low-Output“-Syndrom: Pumpversagen des Herzmuskels nach einer Operation am offenen Herzen; der Patient kann nicht von der Herz-Lungen-Maschine entwöhnt werden
  • Myokarditis: Entzündung (meist virale Infektion) des Herzens, die zu Herzversagen führt und nicht auf konservative medikamentöse Therapie anspricht

VADs gibt es für folgende Anforderungen:

  • Unterstützung der linken Herzkammer (LVAD - Left Ventricular Assist Device)
  • Unterstützung der rechten Herzkammer (RVAD - Right Ventricular Assist Device)
  • Unterstützung beider Herzkammern (BVAD - Bi Ventricular Assist Device)

VAD-Systeme für die Langzeitunterstützung?

Das Herzunterstützungssystem INCOR (Bild) von Berlin Heart bietet eine adäquate alternative Therapie für eine Langzeitunterstützung.

Viele Patienten gewöhnen sich sehr gut an das System. Die bisher längste Unterstützungsdauer liegt bei 8 Jahren.

Hier gibt es ein Magazin zum Thema "Herz".

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Gesetzliche Krankenversicherung
    MedTech-Strategie und Hilfsmittelgesetz im BMG-Fokus 2026

    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat Mitte Januar 2026 die gesundheitspolitische Vorhabenplanung für das neue Jahr vorgelegt. Neben dem laufenden Pharma- und Medizintechnik-Dialog stehen sieben neue Gesetzesvorhaben an, darunter eine GKV-Finanzreform sowie ein Hilfsmittelgesetz. Wir beleuchten die wichtigsten Vorhaben und Inhalte aus Sicht der MedTech-Branche.

    Artikel15.01.2026

    Mehr lesen
  • Dr. Gerald Gaß

    Krankenhaus
    DKG: Bundesländer müssen Investitionsverpflichtungen erfüllen

    Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert die Bundesländer auf, ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur ausreichenden Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser endlich nachzukommen. Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Die Schere zwischen notwendigem Investitionsbedarf und tatsächlicher Förderung geht weiter auseinander – mit Folgen für die Versorgungsqualität.

    Artikel13.01.2026

    Mehr lesen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    BVMed begrüßt EU-Plan zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen: „Früherkennung, Digitalisierung und Innovationen stärken“

    Der BVMed begrüßt den von der EU- Kommission vorgestellten „Safe Hearts Plan“ als wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) in Europa. HKE sind die häufigste Todesursache in Deutschland sowie Europa und stellen eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen für eine alternde Gesellschaft dar.

    Pressemeldung13.01.2026

    Mehr lesen

Kommende Veranstaltungen

  • Recht
    BVMed Legal Lunch: Modernisierung des Produkthaftungsrechts: Überblick für MedTech-Unternehmen

    Der Gesetzentwurf des Gesetzes zur Modernisierung des Produkthaftungsrechts vom 17.12.2025 sieht eine vollständige Neufassung des bisherigen Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG) vor. Wir geben einen kompakten Überblick über die bevorstehende Gesetzesänderung und erläutern praxisnah, welche organisatorischen Maßnahmen nun erforderlich sind, um künftig Haftungsrisiken erfolgreich zu minimieren.

    GesprächsforumDigital
    29.01.2026 12:00 - 13:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Recht

    Zur Veranstaltung: BVMed Legal Lunch
  • Recht
    BVMed Legal Lunch: Medfluencer, Social Media & MedTech: Chancen nutzen, Risiken kennen

    Medfluencer sind die Influencer des Gesundheitswesens, oftmals sind sie selbst Ärzt:innen bzw. kommen aus der Gesundheitsbranche: Sie klären auf, erklären komplexe Zusammenhänge in Social Media – und prägen damit die Meinung von Patientinnen und Patienten oft stärker als klassische Werbung. Doch was bedeutet das für MedTech-Unternehmen, die mit solchen Expert:innen zusammenarbeiten möchten?

    GesprächsforumDigital
    24.02.2026 12:00 - 13:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Recht

    Zur Veranstaltung: BVMed Legal Lunch
  • Recht
    BVMed Legal Lunch: Data Act

    Seit dem 12. September 2025 gilt u.a. für digital vernetzte Medizinprodukte (z.B. Herzschrittmacher, CGMs, IoT-Medtech) und verbundene Dienste der Data Act. Hersteller von vernetzten Produkten und Anbieter verbundener Dienste müssen sich jetzt darauf einstellen, dass für den Zugang und die Nutzung der Daten in diesen Produkten neue Möglichkeiten aber auch neue Regeln bestehen.

    GesprächsforumDigital
    19.03.2026 12:00 - 13:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Recht

    Zur Veranstaltung: BVMed Legal Lunch

Ihre Vorteile als BVMed-Mitglied

  • Organisation

    In über 80 Gremien mit anderen BVMed-Mitgliedern und Expert:innen in Dialog treten und die Rahmenbedingungen für die Branche mitgestalten.

  • Information

    Vom breiten Serviceangebot unter anderem bestehend aus Veranstaltungen, Mustervorlagen, Newslettern und persönlichen Gesprächen profitieren.

  • Vertretung

    Eine stärkere Stimme für die Interessen der Branche gegenüber politischen Repräsentant:innen und weiteren gesundheitspolitischen Akteur:innen erhalten.

  • Netzwerk

    An Austauschformaten mit anderen an der Versorgung beteiligten Akteur:innen, darunter Krankenkassen, Ärzteschaft oder Pflege teilnehmen.

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen