Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

 - Herzklappen Patienten mit Mitralklappeninsuffizienz können von neuartigem Transkatheter-System zur Rekonstruktion von Herzklappen profitieren Herzklappenerkrankung: Moderne minimal-invasive Verfahren ermöglichen auch die Behandlung schwieriger Fälle

ArtikelBerlin, 16.04.2019

© Edwards Lifeeciences Die Mitralinsuffizienz stellt eine der häufigsten Herzklappenerkrankungen dar – rund 10 Prozent der über 75-Jährigen sind davon betroffen. Sie kann ernsthafte Herzprobleme wie beispielsweise Herzversagen verursachen. Es handelt sich dabei um eine „Undichtigkeit“ der Mitralklappe des Herzens, die während der Auswurfphase zu einem Rückfluss von Blut aus der linken Herzkammer in den linken Vorhof führt. Die Sterberate bei hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz liegt dabei bis zu 10 Prozent pro Jahr. Kathetergestützte Eingriffe haben heute die Möglichkeiten der Behandlung wesentlich erweitert und Patienten profitieren von den minimal-invasiven Therapieoptionen. Ein neuartiges Transkatheter-System erlaubt jetzt, auch sehr komplexe Fälle einer Mitralklappenschwäche zu behandeln. Es wird zwischen den beiden Klappensegeln eingesetzt und vermindert die Undichtigkeit, indem es die Öffnung mit einem Implantat füllt.

Mitralklappenerkrankungen sind komplex und vielfältig. Die Ursachen einer Mitralinsuffizienz können in einer angeborenen Fehlbildung der Mitralklappe, einer Verschlechterung des Klappengewebes wie auch in anderen vorbestehenden Erkrankungen des Herzens liegen. Die Behandlung hängt davon ab, wie fortgeschritten die Erkrankung ist, ob sie sich verschlimmert, und welche Symptome auftreten. In schweren Fällen kann chirurgisch versucht werden, den Defekt an der Klappe zu reparieren. Ist eine Reparatur nicht möglich, muss die Mitralklappe ersetzt werden. Beides erfordert eine Operation am offenen Herzen unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine.

Schonendere Verfahren für Risikopatienten

Aufgrund des erhöhten Operationsrisikos sind aber etwa 50 Prozent der Patienten mit schwerer symptomatischer Mitralinsuffizienz für eine Operation am offenen Herzen ungeeignet. Bei ausgewählten, schwerkranken Patienten können schonende minimal-invasive Verfahren zum Einsatz gebracht werden: Seit einigen Jahren gibt es zum Beispiel die kathetergestützte Mitralklappenreparatur mittels Mitralklappen-Clip: Bei dem Verfahren wird eine Art Klammer an der Mitralklappe angebracht, ohne dass dafür der Brustkorb geöffnet oder der Patient an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden muss. Bei bestimmten Patienten kann das Verfahren aufgrund anatomisch bedingter Limitationen aber nicht zum Einsatz kommen. Die klinische und echokardiographische Auswahl der geeigneten Patienten durch die spezialisierten Ärzte ist hier entscheidend.

Neuartiges Transkatheter-System erweitert Therapiemöglichkeiten

© Edwards Lifeeciences Der Mitralklappenapparat ist in seiner Anatomie sehr komplex. Für die interventionelle Kardiologie ist daher die Weiterentwicklung minimal-invasiver Verfahren zur Bewältigung individueller anatomischer Gegebenheiten und Optimierung der Behandlungsergebnisse sehr bedeutsam. Insbesondere für ältere Patienten mit Begleiterkrankungen besteht ein dringender Bedarf nach verschiedenen sicheren und wirksamen Therapien. Die Einführung des so genannten PASCAL-Transkatheter-Systems erweitert jetzt die technischen Möglichkeiten der kathetergestützten Mitralklappenreparatur erheblich. Es bietet Herzmedizinern eine differenzierte, minimalinvasive Therapieoption, um individuelle Klappenveränderungen gezielter und schonend behandeln zu können. Das System berücksichtigt die natürliche Anatomie des Herzens und wurde speziell für die optimierte Erfassung und Koaptation („Zusammenfügen“) der Klappensegel entwickelt. Ein Platzhalter im Zentrum füllt dabei die Öffnung aus, die für den Rückfluss verantwortlich ist.

Der Eingriff erfolgt ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine: Das nur etwa 1,5 Zentimeter große System wird über die Leiste zu den defekten Mitralklappensegeln vorgeschoben, während das Herz schlägt. Von dem Verfahren können damit vor allem Schwerkranke profitieren, die für eine operative Klappenrekonstruktion nicht infrage kommen. Ein multidisziplinäres Herz-Team in einem Herzzentrum schätzt dabei ein, ob diese Form der Mitralklappentherapie eine geeignete Behandlung darstellt.

Quelle: Aktion Meditech-Pressemeldung vom 16. April 2019

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    Neues Whitepaper: Ereignisrekorder schließen die Diagnoselücke bei Synkopen und sollten auch im ambulanten Bereich erstattet werden

    Implantierbare Ereignisrekorder ermöglichen durch eine kontinuierliche Langzeitüberwachung des Herzrhythmus eine bessere Diagnose und gezieltere Therapie, beispielsweise bei ungeklärtem Synkopen. Der Einsatz solcher Ereignisrekorder sollte daher auch im ambulanten Bereich erstattet werden. Das ist das Ergebnis eines neuen Whitepapers der Athagoras-Gruppe im Auftrag des BVMed.

    Pressemeldung09.04.2026

    Mehr lesen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    BVMed begrüßt EU-Plan zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen: „Früherkennung, Digitalisierung und Innovationen stärken“

    Der BVMed begrüßt den von der EU- Kommission vorgestellten „Safe Hearts Plan“ als wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) in Europa. HKE sind die häufigste Todesursache in Deutschland sowie Europa und stellen eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen für eine alternde Gesellschaft dar.

    Pressemeldung13.01.2026

    Mehr lesen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    "Safe Hearts Plan": EU Kommission nimmt Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den Fokus

    Die EU-Kommission hat am 16. Dezember 2025 mit dem "Safe Hearts Plan" ein umfassendes EU-Gesundheits-Strategiepaket zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der führenden Todesursache in der EU. Ziel des Plans ist es, vorzeitige kardiovaskuläre Todesfälle bis 2035 um 25 Prozent zu senken und dabei die Gesundheitssysteme widerstandsfähiger, innovativer und digitaler zu machen.

    Artikel18.12.2025

    Mehr lesen

Kommende Veranstaltungen

  • Recht
    Umsetzung der NIS-2-Richtlinie im BSI-Gesetz – Neue Compliance-Pflichten für Unternehmen

    Am 06.12.2025 trat das deutsche NIS-2-Umsetzungsgesetz in Kraft und hat das Cybersicherheitsrecht grundlegend modernisiert. Damit gelten für Unternehmen im Gesundheitssektor wie Medizinproduktehersteller erheblich ausgeweitete Compliance und IT-Sicherheitsanforderungen. Anwältin Dr. Carolin Monsees, CIPP/E erklärt im Legal Lunch am 19. Mai, was das konkret für MedTech-Unternehmen bedeutet.

    GesprächsforumDigital
    19.05.2026 12:00 - 13:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Recht

    Zur Veranstaltung: BVMed Legal Lunch
  • Recht
    VerpackungsG und EU-PPWR – Anwendungsbereich, Pflichten & zeitliche Einordnung

    Der Green Deal der EU hat weitreichende Auswirkungen auf die MedTech-Branche, da neue Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftsanforderungen zunehmend produktnahe regulatorische Pflichten betreffen. Laura-Isabell Dietz, LL.M. stellt beim Legal Lunch die wichtigsten Auswirkungen der europäische Verpackungsverordnung (PPWR) und des deutschen Verpackungsgesetz (VerpackG) auf die Branche vor.

    GesprächsforumDigital
    11.06.2026 12:00 - 13:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Recht

    Zur Veranstaltung: BVMed Legal Lunch
  • Informationsveranstaltung
    § 374a SGB V für Hilfsmittel & Implantate – jetzt wird’s konkret: HDDT & HIIS im Zusammenspiel

    Hilfsmittel und Implantate, die Daten generieren, müssen in Zukunft digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) Daten zur Verfügung stellen. Der § 374a SGB V regelt dabei, dass Gesundheitsdaten strukturiert, interoperabel und über standardisierte Schnittstellen für DiGA verfügbar gemacht werden sollen.

    GesprächsforumDigital
    15.06.2026 14:00 - 15:30 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Digitalisierung

    Zur Veranstaltung: § 374a SGB V für Hilfsmittel & Implantate – jetzt wird’s konkret: HDDT & HIIS im Zusammenspiel

Ihre Vorteile als BVMed-Mitglied

  • Organisation

    In über 80 Gremien mit anderen BVMed-Mitgliedern und Expert:innen in Dialog treten und die Rahmenbedingungen für die Branche mitgestalten.

  • Information

    Vom breiten Serviceangebot unter anderem bestehend aus Veranstaltungen, Mustervorlagen, Newslettern und persönlichen Gesprächen profitieren.

  • Vertretung

    Eine stärkere Stimme für die Interessen der Branche gegenüber politischen Repräsentant:innen und weiteren gesundheitspolitischen Akteur:innen erhalten.

  • Netzwerk

    An Austauschformaten mit anderen an der Versorgung beteiligten Akteur:innen, darunter Krankenkassen, Ärzteschaft oder Pflege teilnehmen.

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen