Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

 - Nachhaltigkeit VCI zum Europäisches Lieferkettengesetz: Kommissionsvorschlag schießt übers Ziel hinaus

ArtikelFrabkfurt, 01.03.2022

© AdobeStock @Chatchai Der Ende Februar 2022 vorgelegte Vorschlag der EU-Kommission für ein europäisches Lieferkettengesetz trifft beim Verband der Chemischen Industrie (VCI) auf ein negatives Echo. Ziel des Gesetzes müsse es sein, rechtssichere und praktikable Regeln zu schaffen. Das leiste der Vorschlag nicht ausreichend.

Nicht nachvollziehbar sei, dass mittelständische Unternehmen in die Regelung aufgenommen würden. Das bedeute eine deutliche Verschärfung gegenüber der nationalen Gesetzgebung. „Der Vorschlag der Kommission ist wirklichkeitsfremdes Wunschdenken und schießt gefährlich übers Ziel hinaus. So wenig wie Gesetze der EU in fernen Ländern Gültigkeit haben, so wenig kann ein Mittelständler dort seine Lieferkette bewerten. Kein Unternehmen darf durch unrealistische Ansprüche überfordert und in Haftung genommen werden“, so VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. Die meisten Betriebe hätten weder das Personal noch die Möglichkeiten, um die gesamte Lieferkette bewerten zu können.

„Gesellschaftliche Verantwortung und Haftung müssen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen“, betont der Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) Klaus-Peter Stiller. „Von Unternehmen darf nur verlangt werden, was mit Blick auf ihren Zuschnitt und ihre Möglichkeiten der Einflussnahme machbar ist. Sorgfaltspflichten müssen deshalb auf unmittelbare Zulieferer beschränkt sein.“

Eine zusätzliche zivilrechtliche Haftung lehnen die Verbände strikt ab. So haben europäische Unternehmen in der Regel keinen ausreichenden Einfluss, um europäische Standards weltweit durchzusetzen. Unternehmen dürften deshalb nur dann zivilrechtlich haften, so BAVC und VCI, wenn sie die Menschenrechtsverletzung unmittelbar selbst verursacht haben.

Zudem sei es wichtig, dass die EU auch Branchenstandards für die Einhaltung von Sorgfaltspflichten anerkenne. Damit würden branchengerechte Lösungen möglich. So habe die Nachhaltigkeitsinitiative Chemie3 damit begonnen, einen Branchenstandard für nachhaltige Wertschöpfungsketten als Hilfestellung für Unternehmen zu entwickeln.

Quelle: VCI-Pressemeldung vom 23. Februar 2022Externer Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab.

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Regulatorik/MDR
    Elektronische Gebrauchsanweisung (eIFU)

    Elektronische Gebrauchsanweisungen (eIFUs) sind digital bereitgestellte Gebrauchsanweisungen. Auf dem Medizinprodukt oder den beigelegten Informationen ist ein eindeutiger Hinweis angebracht, wo die aktuelle Version der Gebrauchsanweisung zu finden ist. Auf Wunsch kann eine gedruckte Version kostenfrei angefordert werden.

    Artikel28.11.2025

    Mehr lesen
  • Gesundheitswirtschaft
    Fachforum Gesundheitswirtschaft: „Industrielle Gesundheitswirtschaft ist ein zentrales Rückgrat“

    Der SPD-Gesundheitspolitiker und Bundestagsabgeordnete Matthias Mieves hat die industrielle Gesundheitswirtschaft als "ein zentrales Rückgrat unseres Landes" bezeichnet. "Sie schafft hochwertige Arbeitsplätze und bildet die Grundlage für eine widerstandsfähige, moderne Gesundheitsversorgung", sagte Mieves.

    Artikel27.11.2025

    Mehr lesen
  • Medizintechnik-Strategie
    Auftakttreffen im BMG: „MedTech-Dialog für tiefgreifende Reformen nutzen“

    Mit dem Auftakt des MedTech-Dialogs im BMG mit Ministerin Nina Warken beginnt ein zentraler Prozess für die Weiterentwicklung der Medizintechnik in Deutschland. Die Verbände BVMed, Spectaris, VDGH und ZVEI sehen darin die Chance, die strukturellen Herausforderungen der Branche gemeinsam anzugehen und somit den MedTech-Standort und die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu stärken.

    Pressemeldung27.11.2025

    Mehr lesen

Kommende Veranstaltungen

  • Webinar
    Elektronische Gebrauchsanweisung | Änderung eIFU-Verordnung

    Gebrauchsanweisungen in elektrischer Form (eIFU) gewährleisten eine bessere Handhabung, Aktualität, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Am 26.06.2025 wurde eine Änderung der eIFU-Verordnung veröffentlicht, die u.a. den Anwendungsbereich für eIFUs erweitert und weitere Vorgaben formuliert. Was bedeutet dies für die MedTech-Branche? Wie kann die Umsetzung in der Praxis gelingen?

    SeminarDigital
    04.12.2025 10:00 - 13:15 Uhr
    Veranstalter: BVMed-Akademie
    Schwerpunkt: Regulatorisches

    Zur Veranstaltung: Elektronische Gebrauchsanweisung (eIFU)
  • Recht
    BVMed Legal Lunch: Greenwashing – Neue Spielregeln für Nachhaltigkeitsversprechen

    Neue Vorgaben für Greenwashing und Social Washing: Wir stellen Ihnen wichtige Änderungen durch die Umsetzung der EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825 vor. Ab September 2026 gelten neue Regeln für Nachhaltigkeitsversprechen in der Unternehmenskommunikation und Produktwerbung auch für Medizinprodukte. Erfahren Sie, wie Sie sich als Hersteller und Händler vorbereiten können.

    GesprächsforumDigital
    09.12.2025 13:00 - 14:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Recht

    Zur Veranstaltung: BVMed Legal Lunch
  • Webinar
    Omnibus I: CSRD, CS3D & EU‑Taxonomie

    Die EU-Kommission veröffentlichte am 26.2.2025 den „Omnibus 1“, der CSRD-, CSDDD- und Taxonomie-Pflichten vereinfacht. Änderungen gelten auch für MedTech. Das Webinar zeigt, welche Anforderungen wann relevant sind, wie Entbürokratisierung praktisch aussieht und wie die Zusammenarbeit mit Kliniken gelingt.

    SeminarDigital
    06.03.2026 10:00 - 13:30 Uhr
    Veranstalter: BVMed-Akademie
    Schwerpunkt: Nachhaltigkeit

    Zur Veranstaltung: Omnibus I-Paket: CSRD, CS3D & EU‑Taxonomie

Ihre Vorteile als BVMed-Mitglied

  • Organisation

    In über 80 Gremien mit anderen BVMed-Mitgliedern und Expert:innen in Dialog treten und die Rahmenbedingungen für die Branche mitgestalten.

  • Information

    Vom breiten Serviceangebot unter anderem bestehend aus Veranstaltungen, Mustervorlagen, Newslettern und persönlichen Gesprächen profitieren.

  • Vertretung

    Eine stärkere Stimme für die Interessen der Branche gegenüber politischen Repräsentant:innen und weiteren gesundheitspolitischen Akteur:innen erhalten.

  • Netzwerk

    An Austauschformaten mit anderen an der Versorgung beteiligten Akteur:innen, darunter Krankenkassen, Ärzteschaft oder Pflege teilnehmen.

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen