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 - Infektionsschutz BVMed: „Basishygiene schützt vor Sepsis – Patient:innen sicher versorgen“ Welt-Sepsis-Tag am 13. September

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) weist zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September auf die große Bedeutung der Infektionsprävention für die Patient:innensicherheit hin. „Eine konsequente Basishygiene verhindert Infektionen, beugt Sepsis vor und schützt Patient:innen“, sagt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Deshalb müssen Maßnahmen zur Infektionsvermeidung in den anstehenden gesetzlichen Reformvorhaben gestärkt und nicht aus kurzsichtigen Sparerwägungen geschwächt werden.

PressemeldungBerlin, 10.09.2026, 61/26

© AdobeStock @Peakstock Infektionsprävention ist aus BVMed-Sicht essenzieller Bestandteil der Patient:innensicherheit. Infektionen können sich innerhalb eines stationären Aufenthaltes, aber auch im ambulanten Bereich entwickeln. Die schlimmste Verlaufsform einer Infektion ist eine lebensbedrohliche Sepsis, umgangssprachlich auch bekannt als „Blutvergiftung“. In Deutschland erkranken jährlich mehr als 230.000 Menschen an einer Sepsis, über 85.000 versterben daran. „Im internationalen Vergleich ist die Sepsis-Sterblichkeit in Deutschland noch immer recht hoch“, bemängeln die BVMed-Hygieneexpertinnen Miriam Rohloff und Lena Richter.

Um insbesondere infektionsbedingte Sepsis-Fälle zu reduzieren, sind wirksame Präventionsmaßnahmen in medizinischen Einrichtungen unerlässlich, denn nosokomiale Infektionen gehören zu den vermeidbaren Risiken im Gesundheitswesen. Bis zu einem Drittel der Fälle könnten durch konsequente Hygienemaßnahmen verhindert werden. „Nosokomiale Infektionen sind eine der häufig vermeidbaren Ursachen für Sepsis“, stellt der BVMed fest.

Aber auch die häusliche Versorgung dürfe nicht außer Acht gelassen werden. Gerade Menschen mit nicht übertragbaren Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes oder chronischen Lungenerkrankungen seien besonders anfällig für Komplikationen durch Infektionen. Sie benötigen regelmäßige medizinische Versorgung, Krankenhausaufenthalte sowie diagnostische und therapeutische Eingriffe, oft bei zugleich geschwächtem Immunsystem. In solch einem Fall steigt das Risiko für nosokomiale Infektionen. Eine zusätzliche Infektion kann bestehende Erkrankungen erheblich verschlechtern, Therapien verzögern und die Genesung beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall entwickelt sich aus einer Infektion eine lebensbedrohliche Sepsis.

„Eine Infektion kann sich auch innerhalb einer ambulanten Versorgung genauso wie in einer Klinik entwickeln. Daher spielt auch in der häuslichen Versorgung der Infektionsschutz eine große Rolle und muss zur Patient:innensicherheit mitbedacht werden“, so die BVMed-Expertinnen. Beispielsweise Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Mund-Nasen-Schutz und Bettschutzeinlagen seien unverzichtbare Bestandteile der Basishygiene. Sie würden einen wesentlichen Beitrag zur Infektionsprävention leisten, unterbrechen Infektionsketten und tragen dazu bei, schwerwiegende Infektionsverläufe bis hin zu einer Sepsis zu verhindern. „Damit schaffen sie die Grundlage für einen wirksamen Infektionsschutz im häuslichen Pflegesetting – genau dort, wo Infektionsrisiken entstehen und Infektionsprävention unmittelbar wirken kann.“

Um die Präventionsoffensive der Bundesregierung zu unterstützen, spricht sich der BVMed dafür aus:

  • Infektionsprävention als festen Bestandteil der Versorgungsqualität vorzusehen,
  • im Sinne der DART 2030 den ersten Strategiepunkt Prävention und damit die Umsetzung der Hygienemaßnahmen in den Reformen und neuen Strukturen zu stärken,
  • konsequente Hygienekonzepte und standardisierte Maßnahmen zur Infektionsprävention zu etablieren sowie
  • insbesondere das Gesundheitspersonal und auch die Öffentlichkeit für die frühe Erkennung von Infektionen und Sepsis zu sensibilisieren.

Die Hygieneexpertinnen Miriam Rohloff und Lena Richter abschließend: „Infektionsprävention in Form der Basishygiene, eine frühzeitige Erkennung der Anzeichen für eine Sepsis sowie schnelles Handeln retten Leben und erhöhen die Patient:innensicherheit. Investitionen in Infektionsprävention sind Investitionen in Sicherheit, Versorgungsqualität und die langfristige Stabilität des Gesundheitssystems.“

Neben der politischen Arbeit setzt sich der BVMed mit Aufklärungsarbeit und der Förderung des Austauschs zu Hygienethemen für einen stärkeren Infektionsschutz ein. Dazu bietet der Verband unter anderem das kostenfreie jährliche BVMed-Hygieneforum am 10. Dezember 2026 sowie die digitalen HygieneImpulse an. Der nächste HygieneImpuls findet am 29. September 2026 statt.



Terminhinweis: BVMed-Jahrespressekonferenz 2026 und 27. Berliner Medienseminar (hybrid)
zu den Themen: Lage der MedTech-Branche / Ergebnisse der Herbstumfrage 2026 / Telemonitoring / Studie zu KHK-Krankheitskosten
am 6. Oktober von 10 bis 12 Uhr.
Programm und Anmeldung hier.

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