- Künstliche Intelligenz Rede zur Lage der EU: KI und Gesundheit im Fokus, „aber mit effizienter Regulierung“
Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) begrüßt die Aussage von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in der Rede zur Lage der Union, dass die Gesundheitsversorgung ein Bereich mit dem größten Potenzial für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ist. „KI und datengetriebene Lösungen können die medizinische Versorgung revolutionieren. Europa kann hier führend sein. Dafür brauchen wir aber eine effiziente Regulierung und klare Marktzugangswege“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.
PressemeldungBerlin, 16.09.2026, 63/26
© BVMed / Tina Eichner
Von der Leyen betonte, dass sich die EU-Kommission auf fünf der hochwertigsten Wirtschaftszweige konzentrieren will, „in denen industrielle KI über das größte Potenzial verfügt. Und wir haben die Daten dazu: Gesundheit, Verkehr, Landwirtschaft und Lebensmittel, Spitzenfertigung sowie Verteidigung und Weltraum.“ Die wichtige Rolle, die KI bei der Verbesserung der Gesundheitsversorgung spielen kann, betonte auch EU-Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi in einem Kommentar zur Rede zur Lage der Union.
„Um das Potenzial zu erschließen, braucht die EU einfachere und kohärente Regelungen und besser planbare Zugangswege für KI-getriebene und KI-unterstützte Medizinprodukte“, so der BVMed.
Dazu gehört der sinnvolle Vorschlag der EU-Kommission aus dem Dezember 2025,
dass Medizinprodukte aus der KI-Verordnung herausgenommen werden und KI in Medizinprodukten sektoral durch die EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) geregelt werden. „Die anstehende MDR-Revision sollte für die Umsetzung dieses Vorschlags genutzt werden. EU-Parlament und Rat sollten eine zügige Lösung unterstützen. Damit können Doppelregulierungen vermieden werden“, so Möll. KI in Medizinprodukten werde damit Teil des Rechtsrahmens der Produktregulierung unter der MDR. Potenzielle Regulierungslücken für KI könnten in der MDR geschlossen werden.
„Das sichert eine bürokratiearme und effiziente Regulierung, die Doppelregulierung vermeidet und für Innovationen in der Gesundheitsversorgung einen klaren Marktzugangsweg vorgibt“, so der BVMed abschließend.
