Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

 - Herz-Kreislauf-Erkrankungen BVMed kritisiert Unterfinanzierung bei Kardiologie-Fallpauschalen

Der BVMed-Fachbereich Kardiale Medizinprodukte (FBKMP) kritisiert in einem neuen Positionspapier die Unterfinanzierung der stationären Kurzliegerfälle in der invasiven Elektrophysiologie. Hintergrund sei die pauschale Absenkung der Bewertungsrelationen, ohne die Sach- und Materialkosten für Medizinprodukte zuvor herauszulösen. Dies gefährde die Versorgung von Patient:innen mit Herzerkrankungen, so BVMed-Kardiologieexperte Olaf Winkler. „Um eine qualitativ hochwertige Versorgung mit kardialen Medizinprodukten zu gewährleisten, ist ein Paradigmenwechsel in der DRG-Kalkulationslogik erforderlich“, fordert der BVMed.

PressemeldungBerlin, 28.05.2025, 42/25

© BVMed / Tina Eichner Bild herunterladen Die invasive Elektrophysiologie umfasst verschiedene katheterbasierte Verfahren zur Behandlung von rhythmologischen Herzerkrankungen.

Mit seinem Positionspapier schließt sich der BVMed-Fachbereich der Position der Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) an, die auf die resultierende Unterfinanzierung der Kurzliegerfälle in der invasiven Elektrophysiologie mit ihren hohen Sachkostenanteilen hingewiesen hat. Hintergrund ist, dass auf Veranlassung der Selbstverwaltungspartner die aktuellen Bewertungsrelationen für die Ein-Belegungstag-Fallpauschalen im Krankenhaus zusätzlich zu den Abschlägen der unteren Grenzverweildauer (UGVD) um weitere 15 Prozent abgesenkt wurden.

Die Leistungen der invasiven Elektrophysiologie sollen zudem ab dem Jahr 2026 in den Hybrid-DRG-Katalog aufgenommen werden. „Dabei müssen die Medizinprodukte in den Hybrid-DRG sachgerecht einkalkuliert und vergütet werden“, fordert der BVMed. Sollten die für die invasive Elektrophysiologie um mehr als 15 Prozent erhöhten Abzüge der stationären Ein-Tagesfälle als Grundlage für die Berechnung der Hybrid-DRG herangezogen werden, würde dies eine Unterfinanzierung der Hybrid-DRGs nach sich ziehen, da die Sachkosten nicht ausreichend durch die Fallpauschale abgedeckt sind. „Durch die folgende Unterfinanzierung der Hybrid-DRGs drohen Qualitätseinbußen in der Patientenversorgung durch die Auswahl weniger effizienter Methoden“, heißt es in dem BVMed-Positionspapier.

Sach- und Materialkosten einer Prozedur sind verweildauerunabhängig. Sie müssten deshalb vor einer Kürzung ausgegliedert sowie transparent und nachvollziehbar berechnet und dadurch angemessen berücksichtigt werden, bevor eine potenzielle Abwertung erfolgt. Dies trägt dazu bei, die finanzielle Belastung durch Querfinanzierung aus Personal- und Infrastrukturbedarf für die Einrichtungen zu verringern und eine gerechtere Bewertung der erbrachten Leistungen zu ermöglichen.

BVMed-Experte Olaf Winkler: „Der BVMed-Fachbereich Kardiale Medizinprodukte spricht sich gegen die willkürliche Kürzung der kalkulierten Sachkosten in den aG-DRG-Fallpauschalen und nachgelagert in den Hybrid-DRGs aus. Die Kosten für Medizinprodukte müssen sachgerecht berücksichtigt und die Vergütung transparent und nachvollziehbar berechnet werden. Wir fordern außerdem ein Stellungnahme-Recht bei der Weiterentwicklung von Methoden mit Medizinprodukten.“

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Branche
    BVMed-Jahrespressekonferenz und Medienseminar

    Zu Beginn des 27. Berliner Medienseminars stellt der BVMed im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz die Ergebnisse seiner aktuellen Herbstumfrage 2026 zur Lage der MedTech-Branche vor. Daraus abgeleitet werden Forderungen an die Wirtschafts-, Forschungs- und Gesundheitspolitik. Im Anschluss werden die Themen Telemonitoring sowie Krankheitskosten am Beispiel der Herz-Kreislauf-Erkrankungen näher...

    KonferenzHybrid
    06.10.2026 10:00 - 12:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Kommunikation

    Zur Veranstaltung: BVMed-Jahrespressekonferenz 2026 und 27. Berliner Medienseminar (hybrid)
  • Telemonitoring
    Infografik: Telemonitoring bei Herzinsuffizienz

    Das Beispiel Telemonitoring Herzinsuffizienz zeigt: Der Weg innovativer Telemonitoring-Lösungen in die Regelversorgung ist langwierig. Strukturelle, organisatorische und vergütungsbezogene Hürden verzögern die Einführung. Für eine flächendeckende Etablierung ist daher ein eigenständiger, skalierbarer Marktzugang erforderlich, der bestehende Systematiken gezielt verbindet.

    Infografik13.07.2026

    Jetzt herunterladen von
  • Gesetzliche Krankenversicherung
    Änderungsanträge zum GKV-Spargesetz / BVMed schlägt Alarm: Frontalangriff auf MedTech-Innovationen

    Der BVMed fordert Regierungsfraktionen und Bundesregierung auf, den Änderungsantrag zum GKV-Spargesetz zu Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) im Krankenhaus zurückzuziehen. Der BVMed schlägt stattdessen vor, die nach dem Spargesetz anstehende Strukturreform-Debatte und den laufenden MedTech-Dialog zu nutzen, um die Notwendigkeit einer G-BA-Reform gründlich zu diskutieren.

    Pressemeldung06.07.2026

    Mehr lesen

Mitglieder

Der BVMed repräsentiert über 300 Hersteller, Händler und Zulieferer der Medizintechnik-Branche sowie Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger.

Mehr lesen

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen