Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

 - 28.06.2016 Worauf habe ich Anspruch, wie wird behandelt und wo finde ich Hilfe?

Artikel28.06.2016

Die Behandlung chronischer Wunden gehört zum Leistungsspektrum der Krankenkassen. Sie übernehmen weitestgehend deren Kosten im Rahmen des Sachleistungsprinzips. Unter der Voraussetzung, dass Ihr Arzt die Behandlung für medizinisch notwendig hält, übernimmt die Krankenkasse sowohl die Kosten für die ärztliche, fachärztliche und ggf. stationäre Behandlung, die Durchführung der Verbandwechsel zu Hause durch einen ambulanten Pflegedienst und für die notwendigen Verband- und Hilfsmittel.

© Coloplast GmbH An einer erfolgreichen Behandlung Ihrer chronischen Wunde sind häufig mehrere medizinische Berufsgruppen beteiligt. In der Regel wird zunächst Ihr Hausarzt Ihre Wunde behandeln. Dafür erhält er von Ihrer Krankenkasse ein Honorar.

Sollte es sich aus seiner Sicht medizinisch als notwendig erweisen, kann er Sie zu einem Facharzt, z. B. zu einem Gefäßspezialisten, oder auch zu einer stationären Behandlung in ein Krankenhaus überweisen. Die dafür anfallenden Kosten übernimmt ebenfalls die Krankenkasse.

Ihre Wunde wird für die Abheilung mit einer geeigneten Wundauflage und anderen Verbandmitteln oder begleitenden Therapiemaßnahmen, z. B. Kompressionstherapie, versorgt. Moderne Wundauflagen besitzen eine hohe Saugkapazität, sorgen für ein optimales Heilungsklima in der Wunde und sichern einen schmerzarmen Verbandwechsel. Dank der hohen Saugkapazität müssen moderne Verbände nicht täglich gewechselt werden, sondern können mehrere Tage auf der Wunde bleiben. Ihr Arzt stellt Ihnen für die benötigten Verbandmittel ein Rezept aus, welches Sie in einer Apotheke, einem Sanitätshaus oder bei einem spezialisierten Homecare-Unternehmen einlösen können. Wie bei den Arzneimitteln gilt hier die gesetzliche Zuzahlung in Höhe von 10 % der Kosten, min. 5 € und max. 10 € je verordnetem Verbandmittel.

Die Verbände werden nach Vorgabe der behandelnden Ärzte in einem vorgeschriebenen Intervall gewechselt. Wenn Sie oder ein Angehöriger zu Hause nicht in der Lage sind, diesen Verbandwechsel selbst durchzuführen, kann Ihr Arzt eine Verordnung für einen ambulanten Pflegedienst ausstellen, der diese Aufgabe übernimmt. Der Verbandwechsel durch einen ambulanten Pflegedienst ist eine Leistung der häuslichen Krankenpflege, die ebenfalls von der Krankenkasse erstattet wird.

Um die Wundheilung erfolgreich zu erreichen, können in bestimmten Fällen weitere Medizinprodukte, so genannte Hilfsmittel, notwendig sein. Zum Beispiel helfen Kompressionsstrümpfe schwachen oder kranken Venen, den Blutrückfluss zum Herzen zu bewältigen. Orthopädische Entlastungsschuhe verhindern, dass aus Druckstellen am Fuß Geschwüre (Diabetischer Fuß) entstehen. Wechseldruckmatratzen sorgen bei immobilen Patienten dafür, dass sich Körperstellen nicht wundliegen und daraus Druckgeschwüre entstehen können. Diese Hilfsmittel gegen Dekubitus kann der Arzt auf einem Rezept verordnen und ein Sanitätshaus wird Ihnen in der Regel die Produkte liefern. Auch diese Hilfsmittelversorgung im Rahmen der Wundbehandlung ist eine Leistung der Krankenkasse.

Bei den Verordnungen von Leistungen und Produkten ist Ihr Arzt an das Wirtschaftlichkeitsgebot gebunden, das heißt, die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.

Für die Wundbehandlung sind aus diesem Grunde nicht alle vorhandenen Leistungen und Produkte erstattungsfähig. So wird eine Unterdrucktherapie oder Kaltplasmatherapie erst nach vorheriger individueller Genehmigung durch die Krankenkasse erfolgen. Auch Wundspüllösungen für die Reinigung und Desinfektion von Wunden gehören nicht zum Leistungskatalog der Krankenkassen und müssen durch die Patienten selbst finanziert werden.

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    Telemonitoring: BVMed informiert Patient:innen über Fernnachsorge bei Herzimplantaten

    Der BVMed klärt in einem Informationsblatt Patient:innen mit einem implantierten Herzgerät über die Möglichkeiten der telemedizinischen Fernnachsorge auf. Fernnachsorge ermöglicht es, wichtige Gesundheitsdaten von implantierten Herzgeräten sicher an das behandelnde medizinische Team zu übermitteln.

    Pressemeldung17.09.2026

    Mehr lesen
  • Künstliche Intelligenz
    Rede zur Lage der EU: KI und Gesundheit im Fokus, „aber mit effizienter Regulierung“

    Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) begrüßt die Aussage von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in der Rede zur Lage der Union, dass die Gesundheitsversorgung ein Bereich mit dem größten Potenzial für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ist.

    Pressemeldung16.09.2026

    Mehr lesen
  • Notfallversorgung
    Reform der Notfallversorgung: „MedTech-Daten in die Bedarfseinschätzung einbeziehen

    Der BVMed fordert in seiner Stellungnahme zur Reform der Notfallversorgung, Daten aus Implantaten, Hilfsmitteln oder modernen Medizintechnologien mit Sensorik stärker in die Bedarfseinschätzung bei Notfällen einzubeziehen. Positiv sieht der BVMed insbesondere die stärkere Einbindung von Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) in ein digital vernetztes Rettungssystem.

    Pressemeldung16.09.2026

    Mehr lesen

Kommende Veranstaltungen

  • Nosokomiale Infektionen
    HygieneImpulse | Hygiene. Kompetenz. Arztpraxis.

    Diese eine Stunde bietet einen kompakten Einblick und Austausch zu einem (aktuellen) Themenfeld in der Hygiene zum Infektionsschutz - klar, verständlich, praxisnah und im politischen Kontext verortet. Offen für alle, die am Infektionsschutz beteiligt oder in entsprechende Themen involviert sind. Sie sind herzlich eingeladen daran teilzunehmen.

    GesprächsforumDigital
    29.09.2026 15:00 - 16:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Hygiene

    Zur Veranstaltung: HygieneImpulse
  • Branche
    BVMed-Jahrespressekonferenz und Medienseminar

    Zu Beginn des 27. Berliner Medienseminars stellt der BVMed im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz die Ergebnisse seiner aktuellen Herbstumfrage 2026 zur Lage der MedTech-Branche vor. Daraus abgeleitet werden Forderungen an die Wirtschafts-, Forschungs- und Gesundheitspolitik. Im Anschluss werden die Themen Telemonitoring sowie Krankheitskosten am Beispiel der Herz-Kreislauf-Erkrankungen näher...

    KonferenzHybrid
    06.10.2026 10:00 - 12:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Kommunikation

    Zur Veranstaltung: BVMed-Jahrespressekonferenz 2026 und 27. Berliner Medienseminar (hybrid)
  • Konferenz
    BVMed-Hygieneforum 2026

    Das BVMed-Hygieneforum widmet sich auch in diesem Jahr zentralen Herausforderungen der Infektionsprävention und -kontrolle in der stationären wie auch ambulanten Versorgung. Fachexpert:innen tragen wichtige Themen vor, zu denen wir dann gemeinsam diskutieren wollen. Melden Sie sich schon heute an. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

    KonferenzHybrid
    Berlin, 10.12.2026 09:30 - 16:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Hygiene

    Zur Veranstaltung: BVMed-Hygieneforum 2026

Ihre Vorteile als BVMed-Mitglied

  • Organisation

    In über 80 Gremien mit anderen BVMed-Mitgliedern und Expert:innen in Dialog treten und die Rahmenbedingungen für die Branche mitgestalten.

  • Information

    Vom breiten Serviceangebot unter anderem bestehend aus Veranstaltungen, Mustervorlagen, Newslettern und persönlichen Gesprächen profitieren.

  • Vertretung

    Eine stärkere Stimme für die Interessen der Branche gegenüber politischen Repräsentant:innen und weiteren gesundheitspolitischen Akteur:innen erhalten.

  • Netzwerk

    An Austauschformaten mit anderen an der Versorgung beteiligten Akteur:innen, darunter Krankenkassen, Ärzteschaft oder Pflege teilnehmen.

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen