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 - Wundversorgung EWMA 2013: Metaanalyse belegt Überlegenheit feuchter Wundauflagen Pressemeldung vom 28. Mai 2013

ArtikelBerlin, 28.05.2013

Auf der Konferenz der European Wound Management Association (EWMA), die vom 15. bis 17. Mai 2013 in Kopenhagen stattfand, wurde eine Analyse des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf vorgestellt, die die Vorteile moderner Wundauflagen gegenüber konventionellen Therapien dokumentiert. Prof. Dr. Matthias Augustin, Direktor des Instituts für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVPD): „Die Abheilungschance bei feuchten Wundauflagen ist im Schnitt 52 Prozent besser als beim Einsatz konventioneller Verbandmittel.“

Bisher wurde die Studienlage zur Evidenz der Wirksamkeit moderner Wundauflagen teilweise problematisch gesehen. Die Metaanalyse von Prof. Augustin vom IVPD bringt jetzt Klarheit: Hydroaktive Wundauflagen in der Therapie chronischer Wunden sind den konventionellen Produkten hinsichtlich der Abheilungsrate demnach deutlich überlegen.

In der Studie stellte Prof. Augustin mithilfe gängiger metaanalytischer Methoden eine um 52 Prozent höhere Effektivität der modernen Wundauflagen gegenüber konventionellen Wundauflagen fest. Für die Diagnose Ulcus cruris („Offenes Bein“) zeigt sich eine bessere Heilungschance von 39 Prozent, bei diabetischem Fuß um 49 Prozent und für Dekubitus sogar um 156 Prozent. Die Metaanalyse umfasst 170 publizierte Studien zu Patienten mit chronischen Wunden jeder Art, bei denen eine moderne Wundbehandlung angewendet wurde. Neben kontrollierten klinischen Studien fanden auch kontrollierte sowie unkontrollierte Beobachtungsstudien, wie Fallberichte, Berücksichtigung. „Im Gegensatz zu den bisherigen Übersichtsarbeiten zur Effektivität moderner Wundbehandlung wurde in dieser Metaanalyse ein wesentlich umfangreicherer Studienpool berücksichtigt. Somit konnte erstmals näherungsweise auf die gesamte publizierte Evidenz zur Effektivität der modernen Wundtherapie ungefiltert zurückgegriffen werden“, erläuterte Prof. Augustin.

Für Daniela Piossek, Leiterin des Referats Krankenversicherung beim BVMed, sind die Ergebnisse ein Durchbruch in der Bewertung von Wundversorgungsprodukten. „Das eindeutige Ergebnis der Studie, die klare Überlegenheit moderner Wundversorgungsprodukte gegenüber konventionellen Wundauflagen, wird vielen Patienten mit chronischen Wunden den Zugang zu modernen Wundversorgungsprodukten erleichtern“, so Piossek. „Weniger Schmerzen, eine effektivere Geruchsabsorbtion und eine verbesserte Mobilität – durch moderne Wundauflagen wird die Lebensqualität von Patienten deutlich verbessert.“

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