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 - Branche Roland Berger-Studie 2023: Medizintechnik-Branche unter Preisdruck

ArtikelBerlin, 22.11.2023

© AdobeStock @sudok1 Die Medizintechnikbranche hatte 2022 und 2023 mit weltweit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen: Steigende Kosten für Energie, Rohstoffe und Löhne, aber auch Lieferkettenprobleme, haben die Gewinnspannen der Unternehmen weltweit gesenkt. Das geht aus der neuen Global MedTech Study 2023Externer Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab. der Unternehmensberatung Roland Berger hervor, über die das Deutsche Ärzteblatt OnlineExterner Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab. berichtet.

„Der Umsatz der globalen MedTech-Branche steigt zwar nach wie vor im Schnitt um etwa acht Prozent pro Jahr, doch in jüngerer Vergangenheit sind die Kosten vor allem durch geopolitisch bedingte Energie- und Rohstoffpreissteigerungen sowie inflationsbedingte Lohn- und Gehaltserhöhungen überdurchschnittlich gestiegen“, sagte Thilo Kaltenbach, Partner von Roland Berger.

Die Unternehmen hätten zwar versucht, die höheren Produktionskosten an die Kunden weiterzugeben, doch sei dies nur zum Teil gelungen. „Dementsprechend sinken weltweit die Gewinnspannen der Unternehmen“, so Kaltenbach.

Laut Studie betrifft diese Entwicklung Unternehmen mit Sitz in Deutschland überdurchschnittlich stark. Wäh­rend in den USA und Kanada die durchschnittlichen Margen von Mitte 2022 bis Mitte 2023 von 25 auf 22 Prozent zurückgingen, sank das Ebitda europäischer MedTech-Unternehmen von 20 auf nur noch 17 Prozent des Umsatzes – in Deutschland sogar von 17 auf 14 Prozent.

Gleichzeitig zeigen sich laut der Untersuchung deutliche Unterschiede innerhalb der Branche: Am schlech­testen schneiden in Deutschland Hersteller von Einwegmaterial mit zwölf Prozent EBITDA ab, während die Segmente Labor- und Diagnostiklösungen (26 Prozent), chirurgische Instrumente (22 Prozent) sowie medizi­nische Hilfsmittel und Geräte (18 Prozent) vergleichsweise gute Ergebnisse erbrachten.

„Ein Allheilmittel gibt es nicht, aber unsere Analyse zeigt, dass die stärksten Firmen vier Merkmale gemein­sam haben: erstens eine herausragende unternehmerische Führung, zweitens eine kohärente Strategie, drittens eine hohe Umsetzungskompetenz und viertens eine angemessene Größe und Finanzlage“, sagte Kal­tenbach.

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