Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

 - 10.08.2021 Standpunkte und Lösungsansätze der Medizinprodukteindustrie für eine gesicherte Umsetzung der Medizinprodukteverordnung (EU) 2017/745 (MDR)

Artikel10.08.2021

Die Verbände der Medizinprodukteindustrie in Deutschland, Österreich und der Schweiz legen ein gemeinsames Zehn-Punkte-Papier vor, welches die aktuellen Problemfelder bei der Umsetzung der MDR beschreibt und zugleich Vorschläge aufzeigt, wie diese gelöst werden können, damit die Versorgung der Patientinnen und Patienten sowohl mit innovativen als auch mit seit langen Jahren bewährten Medizinprodukten sichergestellt werden kann.

Download: 10-Punkte-Papier | Standpunkte und Lösungsansätze für eine gesicherte Umsetzung der Medizinprodukte-Verordnung (EU) 2017/745 (MDR) | Stand Juli 2021

Der neue Rechtsrahmen für Medizinprodukte bringt für alle Wirtschaftsbeteiligten grundlegende Änderungen mit sich. Insbesondere für die Hersteller von Medizinprodukten gehen umfassende Umstellungen damit einher, wie z. B. neue Klassifizierungsregeln, höhere Anforderungen bei der Generierung klinischer Daten sowie die Beobachtung des Medizinprodukts über dessen gesamten Lebenszyklus. Hinzu kommt die Pflicht für Wirtschaftsakteure und Behörden, Daten in die europäische Datenbank für Medizinprodukte EUDAMED einzupflegen, diese aktuell zu halten und für diverse Prozesse zu nutzen.

Die Menge der Veränderungen stellt nicht nur die Hersteller von Medizinprodukten sondern auch die Benannten Stellen und die für die Marktüberwachung zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten vor große Herausforderungen. Oberstes Interesse ist die dauerhafte Sicherstellung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit sicheren, effektiven und innovativen Medizinprodukten in der EU. Daher war und ist es von höchster Wichtigkeit, dass alle Beteiligten schon früh begonnen haben, gemeinsam daran zu arbeiten, diese Medizinprodukteverordnung handhabbar und, wo nötig, verständlich zu machen.

Dies ist bei mehreren wichtigen Punkten gelungen. Doch zeigt sich auch nach dem MDR-Geltungsbeginn, dass an vielen Stellen teilweise noch erhebliche Defizite bei der Umsetzung dieser Verordnung bestehen, die die Erreichung der in den Erwägungsgründen der MDR erwähnten Ziele – die Patienten- und Versorgungssicherheit – bedrohen. Aus Sicht der Medizinprodukteindustrie in der EU sind deshalb weiter gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten erforderlich.

Das von den Verbänden vorgelegte gemeinsame Zehn-Punkte-Papier zur MDR greift folgende zehn Problemfelder auf:

  1. Entzerrung des drohenden Zertifizierungsstaus in 2023/24 / bzw. von Kapazitätsengpässen,
  2. Pragmatischer Umgang mit Bestands- und Nischenprodukten,
  3. Europaweite einheitliche Implementierung von EUDAMED,
  4. Anwendung von Remote-Audits,
  5. Harmonisierung von Normen unter EU-MDR,
  6. Einsatz von Expertengremien unter der MDR,
  7. Elektronische Gebrauchsanweisungen,
  8. Anwendbarkeit der MDCG-Leitlinien,
  9. Zeit- und Kostenrahmen bei der Zusammenarbeit mit Benannten Stellen,
  10. Freihandelszertifikate unter EU-MDR.

Das Papier beinhaltet zu jedem Problemfeld konkrete Vorschläge, deren Umsetzung im Interesse der Patientinnen und Patienten in den nächsten Monaten in Angriff genommen werden muss. Den Verbänden geht es bei der gemeinsamen Initiative vor allem darum, in den konstruktiven Dialog mit Behörden, Benannten Stellen und mit der Europäischen Kommission zu treten, und sie werden hierzu auch weiterhin das Gespräch mit den zuständigen Stellen suchen.

Download: 10-Punkte-Papier | Standpunkte und Lösungsansätze für eine gesicherte Umsetzung der Medizinprodukte-Verordnung (EU) 2017/745 (MDR) | Stand Juli 2021

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Digitalstrategie
    BVMed zur Digitalisierungsstrategie: Chancen KI-basierter Medizinprodukte besser nutzen

    Der BVMed unterstützt die heute vom BMG vorgestellten Ansätze, mit der Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie KI-Systems in der Gesundheitsversorgung schneller einzuführen. „Dabei sollten aber auch die bereits existierenden KI-basierten Medizinprodukte einbezogen werden, um einen schnelleren Zugang zu fortschrittlichen Lösungen zu ermöglichen“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

    Pressemeldung11.02.2026

    Mehr lesen
  • MDR
    Gerlach fordert rasches Vorankommen bei EU-Reform der Medizinprodukte-Regeln

    Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach fordert ein rasches Vorankommen bei der Reform der Medizinprodukte-Regeln auf EU-Ebene. „Der Medizinproduktestandort Deutschland braucht möglichst schnell Änderungen. Deshalb ist jetzt das Bundesgesundheitsministerium gefordert: Es muss sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Beratungen im Rat zügig vorangetrieben werden“, so Gerlach.

    Artikel10.02.2026

    Mehr lesen
  • Krebs
    Infoseite: Therapie der Mangelernährung bei onkologischen Patient:innen

    Bei Krebspatient:innen kommt Mangelernährung häufiger vor, denn Tumorerkrankungen sind oftmals mit ungewolltem Gewichtsverlust verbunden. Mehr zu den Therapieoptionen, Verordnung und Erstattung in diesem Artikel.

    Artikel10.02.2026

    Mehr lesen

Kommende Veranstaltungen

  • Recht
    BVMed Legal Lunch: Medfluencer, Social Media & MedTech: Chancen nutzen, Risiken kennen

    Medfluencer sind die Influencer des Gesundheitswesens, oftmals sind sie selbst Ärzt:innen bzw. kommen aus der Gesundheitsbranche: Sie klären auf, erklären komplexe Zusammenhänge in Social Media – und prägen damit die Meinung von Patientinnen und Patienten oft stärker als klassische Werbung. Doch was bedeutet das für MedTech-Unternehmen, die mit solchen Expert:innen zusammenarbeiten möchten?

    GesprächsforumDigital
    24.02.2026 12:00 - 13:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Recht

    Zur Veranstaltung: BVMed Legal Lunch
  • Recht
    BVMed Legal Lunch: Data Act

    Seit dem 12. September 2025 gilt u.a. für digital vernetzte Medizinprodukte (z.B. Herzschrittmacher, CGMs, IoT-Medtech) und verbundene Dienste der Data Act. Hersteller von vernetzten Produkten und Anbieter verbundener Dienste müssen sich jetzt darauf einstellen, dass für den Zugang und die Nutzung der Daten in diesen Produkten neue Möglichkeiten aber auch neue Regeln bestehen.

    GesprächsforumDigital
    19.03.2026 12:00 - 13:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Recht

    Zur Veranstaltung: BVMed Legal Lunch
  • Nosokomiale Infektionen
    HygieneImpulse | Sepsis erkennen und richtig (be)handeln: Eine Verantwortung, die wir alle teilen

    Diese eine Stunde bietet einen kompakten Einblick und Austausch zu einem (aktuellen) Themenfeld in der Hygiene zum Infektionsschutz - klar, verständlich, praxisnah und im politischen Kontext verortet. Offen für alle, die am Infektionsschutz beteiligt oder in entsprechende Themen involviert sind. Sie sind herzlich eingeladen daran teilzunehmen.

    GesprächsforumDigital
    24.03.2026 15:00 - 16:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Hygiene

    Zur Veranstaltung: HygieneImpulse

Ihre Vorteile als BVMed-Mitglied

  • Organisation

    In über 80 Gremien mit anderen BVMed-Mitgliedern und Expert:innen in Dialog treten und die Rahmenbedingungen für die Branche mitgestalten.

  • Information

    Vom breiten Serviceangebot unter anderem bestehend aus Veranstaltungen, Mustervorlagen, Newslettern und persönlichen Gesprächen profitieren.

  • Vertretung

    Eine stärkere Stimme für die Interessen der Branche gegenüber politischen Repräsentant:innen und weiteren gesundheitspolitischen Akteur:innen erhalten.

  • Netzwerk

    An Austauschformaten mit anderen an der Versorgung beteiligten Akteur:innen, darunter Krankenkassen, Ärzteschaft oder Pflege teilnehmen.

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen