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 - Hilfsmittel Selbsthilfe: Hilfsmittel-Versorgung bei Stoma und Selbstkatheterismus sichern

Die Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. und die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. rufen dazu auf, die Hilfsmittel-Versorgung für Menschen zu sichern, die einen künstlichen Blasen- oder Darmausgang haben oder den intermittierenden Selbstkatheterismus (ISK) anwenden. Wie groß die Sorgen der Betroffenen durch Änderungen des GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetzes sind, zeigt die von Tausenden unterschriebene Petition gegen mögliche Auswirkungen der Festbetrags-Regelung.

ArtikelBerlin/Gensingen, 24.08.2026

© BVMed Nach der Verabschiedung des GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetzes appellieren die Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. und die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. an die Politik, bei der praktischen Umsetzung des Gesetzes die Gesundheits- und Versorgungsrisiken für Menschen mit einem Stoma oder mit Blasenentleerungsstörungen nicht aus dem Blick zu verlieren.

„Für viele Betroffene ist die Verabschiedung des Gesetzes mit großer Unsicherheit verbunden. Wer Tag für Tag auf Stomaprodukte, Katheter oder andere medizinische Hilfsmittel angewiesen ist, macht sich Sorgen, ob die bisherige individuelle Versorgung auch in Zukunft erhalten bleibt. Diese Sorgen müssen ernst genommen werden“, erklären Christian Limpert, Vorsitzender der Selbsthilfe Stoma-Welt e.V., und Matthias Zeisberger, Vorsitzender der Inkontinenz Selbsthilfe e.V.

„Dass mehr als 4.000 Menschen unsere Petition unterstützt haben, zeigt deutlich, wie groß die Verunsicherung ist. Hinter jeder Unterschrift steht ein Mensch, der auf eine sichere, zuverlässige und bedarfsgerechte Versorgung angewiesen ist. Diese Stimmen dürfen jetzt nicht überhört werden“, so Limpert und Zeisberger.

Dank an Unterstützer:innen

„Unser herzlicher Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die unsere Petition unterschrieben, geteilt und begleitet haben. Sie haben damit ein klares Zeichen gesetzt: Hilfsmittel sind keine Sparposten, sondern die Voraussetzung für Gesundheit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe“, betonen Limpert und Zeisberger.

„Auch wenn das Gesetz nun beschlossen wurde, bleibt unser Auftrag bestehen. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Qualität der Versorgung, die Wahlfreiheit der Betroffenen und ihre Lebensqualität im Mittelpunkt aller weiteren Entscheidungen stehen. Die Politik sollte die mit der Petition geäußerten Sorgen und Erfahrungen der Betroffenen als klaren Handlungsauftrag verstehen.“

Die inzwischen beendete Petition „Kein Sparen auf Kosten unserer Lebensqualität!“ der beiden Selbsthilfeorganisationen war von den Betroffenen und Aktivist:innen Jana Sophie Gottert, Paolo Häckl, Raúl Krauthausen, Jo Maxim sowie der Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz, Wunde (FgSKW) und der Initiative Faktor Lebensqualität des BVMed unterstützt worden. Auch weitere Organisationen und Fachgesellschaften riefen zur Zeichnung der Petition auf, darunter die Deutsche ILCO e.V., die Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten e.V., die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V. und das BeuteltierNetzwerk e.V. Im Kern wurde auf die Gefahr von Preisdumpings und Standard-Versorgungen hingewiesen, die die Versorgungsqualität und die Gesundheit von betroffenen Patient:innen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gefährden würden.

Inkontinenz-Selbsthilfe e.V.

Die Inkontinenz-Selbsthilfe ist ein ehrenamtlich tätiger, gemeinnütziger Verein, der seit über 20 Jahren authentische Selbsthilfe von Betroffenen für Betroffene bei Inkontinenz und Entleerungsstörungen leistet.

Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.

Die Selbsthilfe Stoma-Welt ist eine bundesweite, gemeinnützige Selbsthilfeorganisation, die sich seit 2010 für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit einem künstlichen Darmausgang (Enterostoma) oder einer künstlichen Harnableitung (Urostoma) einsetzt.

Kontakt

Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.
Berliner Str. 24
55457 Gensingen
https://www.stoma-welt.de/Externer Link. Öffnet im neuen Fenster/Tab.

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