E-Health-Gesetz

E-Health in der vertragsärztlichen Versorgung

Vergütung des Arztbriefes



a) Erstellung:
Im EBM ist die Erstellung des individuellen Arztbriefes (schriftliche Information des Arztes an einen anderen Arzt über den Gesundheits- bzw. Krankheitszustand des Patienten) in der Ziffer 01601 (74 Punkte/7,79 €) abgebildet. Diese beinhaltet obligat Anamnese, Befund, epikritische Bewertung und die schriftliche Information zur Therapieempfehlung.

b) Übermittlung (Senden/Empfangen):
Die Vergütung der elektronischen Arztbriefe erfolgt nicht aus der begrenzten morbiditätsbedingten Gesamtvergütung, sondern extrabudgetär. Beim Versand gibt es allerdings eine Obergrenze, die abhängig von der Fachgruppe ist und sich an der Anzahl der Behandlungsfälle in dem jeweiligen Quartal orientiert. Dabei können für einen Patienten auch mehrere Briefe verschickt werden. Die Krankenkassen vergüten jeden elektronisch übermittelten Brief über eine Pauschale von insgesamt 55 Cent. Voraussetzung hierfür ist, dass er sicher übertragen wird und der Papierversand entfällt. Ärzte müssen die Briefe zudem mit dem Heilberufsausweis qualifiziert elektronisch signieren.

Da sowohl Sender als auch Empfänger in die erforderliche technische Infrastruktur investieren müssen, wird die Förderung von 55 Cent zwischen diesen beiden aufgeteilt: 28 Cent erhalten Ärzte für den Versand eines eArztbriefes, 27 Cent für den Empfang. Somit werden Faxe mit 55 Cent weiterhin höher gefördert, was bereits kritisiert wurde.
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