Krankenhaushygiene

BVMed-Hygieneforum am 10. Dezember 2019 in Berlin zur Prävention von Krankenhausinfektionen

Das 8. BVMed-Hygieneforum widmet sich am 10. Dezember 2019 in Berlin dem Stellenwert von Infektionserkrankungen und insbesondere behandlungs-assoziierten Infektionen in einer globalen Welt. Die BVMed-Veranstaltung stellt unter dem Titel "Prävention von Krankenhausinfektionen" aktuelle Studienerkenntnisse und Praxisbeispiele aus dem Versorgungsalltag vor. Sie richtet sich an Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen, wie Hygieniker und Hygienefachkräfte, Ärzte, Pflege- und OP-Personal, Verwaltung und Einkauf sowie die Vertreter aus Selbstverwaltung und Politik. Mehr unter www.bvmed.de/events.

Ein besonderes Augenmerk gilt den Infektionen, die im Zuge einer medizinischen Behandlung auftreten. Zwar spricht man in diesem Fall üblicherweise von "Krankenhausinfektionen" oder "nosokomialen Infektionen", gemeint sind aber auch Erkrankungen, die beispielsweise in Pflegeheimen oder in der ambulanten medizinischen Versorgung auftreten.

Ein Drittel der Krankenhausinfektionen gilt dabei als vermeidbar. Allerdings liegt der öffentliche Fokus beim Thema Krankenhausinfektionen zumeist auf dem richtigen Einsatz von Antibiotika. Die aktuelle Diskussion über multiresistente Erreger sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese nur zum Teil Ursache nosokomialer Infektionen sind. Der Prävention kommt daher ein herausragender Stellenwert in der Vermeidung von Krankenhausinfektionen zu. Diese besteht aus einem ganzen Bündel an Maßnahmen, die richtig kombiniert werden müssen, um bestmögliche Hygiene zu erreichen.

Referenten des BVMed-Hygieneforums sind Prof. Dr. Christine Geffers und Dr. Tobias Kramer von der Charité, Dr. Thomas Grünewald vom Klinikum St. Georg in Leipzig, Fabian Jodeit von der Technischen Universität München, Martin Stauder von der BG-Unfallklinik Ludwigshafen, Dr. Nicole Steinhorst von Schülke & Mayr, Prof. Dr. Dirk Stengel von den BG Kliniken Berlin sowie Dr. Irina Zuschneid vom Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf. Moderiert wird das Hygieneforum von Delia Strunz von Johnson & Johnson.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Hohe Sepsis-Sterblichkeit in Deutschland durch gezielte Präventionsstrategien senken

    Der BVMed unterstützt den aktuellen Appell der Sepsis-Stiftung an die Politik, zügig Maßnahmen im Rahmen eines nationalen Sepsis-Plans einzuleiten, um die Sterblichkeit aufgrund von Sepsis in Deutschland zu senken. Nach aktuellen Schätzungen gibt es in Deutschland jährlich mehr als eine halbe Million Sepsis-Betroffene mit mehr als 140.000 Todesfällen allein im Krankenhaus. Der BVMed fordert einen Aktionsplan, um insbesondere durch Infektionen bedingte Sepsis-Fälle durch adäquate Prävention in medizinischen Einrichtungen zu vermeiden. Mehr

  • Sepsis Stiftung fordert dringend Maßnahmen durch den Gesetzgeber

    Nach aktuellen Schätzungen gibt es in Deutschland jährlich über eine halbe Million Sepsis-Betroffene mit mehr als 140.000 Todesfällen allein im Krankenhaus. Die WHO hält die meisten dieser Todesfälle für vermeidbar. was sich anhand von Überlebendenzahlen in anderen Ländern wie Schweden und Australien gezeigt hat. Die Sepsis Stiftung fordert die Politik daher zum Handeln auf der Bundes- und Landesebene auf. Erforderlich sind gesetzgeberische Sofortmaßnahmen zur Sicherstellung internationaler Mindeststandards bei der Qualitätssicherung sowie Strukturmaßnahmen. Mehr

  • Hygieneforum: Nosokomiale Infektionen stärker beachten

    Die Vermeidung von nosokomialen, also behandlungsassoziierten Infektionen muss im deutschen Gesundheitssystem stärker beachtet werden. Das forderten die Expert:innen des 12. Hygieneforum des BVMed. Der BVMed unterstützt die nationale Präventionsstrategie. "Die Vermeidung von nosokomialen Infektionen kommt hier aber deutlich zu kurz.“ Zu einer besseren Infektionsvermeidung gehören eine ausreichende personelle Ausstattung und entsprechende organisatorische Strukturen, so Prof. Dr. Christine Geffers, Leiterin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Charité. Hier gebe es durch die Verdopplung der Anzahl des Hygiene-Fachpersonals in Deutschland seit 2011 eine gute Entwicklung, die aber nachgehalten werden müsste. Mehr


©1999 - 2024 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik