Gesundheitswirtschaft

Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft und der Medizintechnik

Das Wirtschaftsministerium hat in den letzten Jahren zahlreiche Studien in Auftrag gegeben, um die volkswirtschaftliche Bedeutung der Gesundheitswirtschaft aufzuzeigen. Eine Studie aus dem Jahr 2015 von den Instituten Basys, WifOR, Göz, TU Berlin und legus zeigte den Beitrag zur Wertschöpfung und Beschäftigung auf. Die Studie verdeutlicht die große Bedeutung der Medizinprodukte-Industrie und des Handels mit seinen Dienstleistungen für die deutsche Volkswirtschaft.

Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft
Die Gesundheitswirtschaft hatte im Jahr 2014 eine absolute Bruttowertschöpfung in Höhe von 279 Milliarden Euro. Der Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung lag bei 11,1 Prozent. Damit ist rund jeder neune Euro in Deutschland in der Gesundheitsbranche erwirtschaftet worden. Im Jahr 2000 lag die Bruttowertschöpfung noch bei 177 Milliarden Euro.

Industrielle Gesundheitswirtschaft
Die industrielle Gesundheitswirtschaft hat ein Gesamtvolumen von 72,1 Milliarden Euro. Dazu zählen Medizinprodukte, Arzneimittel sowie Einzelhandels- und Großhandelsleistungen (Kernbereich), aber auch Waren zur Gesundheitsversorgung, erweiterte Handelsleistungen, Bauinvestitionen und Geräte für E-Health (erweiterter Bereich). Der Kernbereich umfasst 50,6 Milliarden Euro, wobei 18,6 Prozent auf medizintechnische Produkte entfallen.
Der Außenhandelsüberschuss der industriellen Gesundheitswirtschaft lag 2014 bei 23,3 Milliarden Euro und hat sich damit seit dem Jahr 2000 fast vervierfacht. Insgesamt exportierte die industrielle Gesundheitswirtschaft Güter im Wert von 91,8 Milliarden Euro.

6,2 Millionen Beschäftigte
Im Jahr 2014 sind mit rund 6,2 Millionen rund 1,3 Millionen mehr Menschen in der Gesundheitswirtschaft als im Jahr 2000 tätig gewesen. Der Anteil der Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft an den gesamten Erwerbstätigen in Deutschland lag bei 14,8 Prozent. Das durchschnittliche jährliche Wachstum der Erwerbstätigenzahlen in der Gesundheitswirtschaft mit rund 1,8 Prozent im Vergleich zur Gesamtwirtschaft mit rund 0,5 Prozent unterstreicht die Bedeutung der Branche als Beschäftigungs- und Wachstumsmotor.

Quelle:
Die Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung für Deutschland;
Zusammenfassung des Forschungsprojekts des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, April 2015
  • Weitere Artikel zum Thema
  • 19,5 Millionen stationäre Krankenhaus-Patienten in 2016

    Im Jahr 2016 wurden 19,5 Millionen Patienten stationär im Krankenhaus behandelt, berichtet das Statistische Bundesamt. Das waren 277.400 Behandlungsfälle oder 1,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nach vorläufigen Ergebnissen dauerte ein Aufenthalt im Krankenhaus wie im Vorjahr durchschnittlich 7,3 Tage. Weiterlesen

  • MTD-Instant berichtet in seiner Ausgabe 32 / 2017 von einer Umfrage der Unternehmensberatung Emergo, nach der kleinere Medizinprodukte-Unternehmen in den nächsten 12 Monaten überproportional höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) planen als größere Firmen. 61 Prozent der kleinen Firmen gaben an, dass sie mehr für Forschung und Entwicklung ausgeben würden. Weiterlesen

  • Die Gesundheitswirtschaft trägt einen bedeutenden Beitrag zur Wirtschaftsleistung in Rheinland-Pfalz bei, berichtet die Ärzte-Zeitung. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lag ihre Bruttowertschöpfung 2016 bei 14,2 Milliarden Euro. Das waren 11,3 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung des Landes – im Durchschnitt aller Länder liegt der Wert bei 10,1 Prozent. Weiterlesen


©1999 - 2017 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik