Forschung & Entwicklung

Forschungs­ministerium will innovative Medizinprodukte fördern

Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung innovativer Medizintechnik tätigt das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Die aktuelle Coronakrise zeige eindrücklich, wie sehr Gesundheitssysteme im Kampf gegen pandemische Infektionskrankheiten auf effektive Maßnahmen angewiesen sind, betonte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am 11. September 2020. Hierbei würden Medizinprodukte eine wesentliche Rolle spielen.

Um aktuellen Herausforderungen, etwa in der Diagnostik, der Prävention oder der mobilen Versorgung, besser begegnen zu können, solle die angewandte Forschung und Entwicklung gestärkt werden. Deshalb erweitere man das BMBF-Fachprogramm Medizintechnik, das zum Ziel hat, die Patientenversorgung zu verbessern und das Gesundheitssystem leistungsfähiger zu machen.

Wie Karliczek erläuterte, richte sich die neue Fördermaßnahme an alle Akteure in der Medizintechnik. Es brauche multidisziplinäre Forschungsansätze mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Anwendern.

Um auch jetzt in der Pandemie reagieren zu können, hat die neue Fördermaßnahme zwei Ausrichtungen: Bis zum 28. September können noch Vorhaben zur Entwicklung von Medizintechnik eingereicht werden, die für die aktuelle Pandemie vorgesehen ist. Bis 30. Januar 2021 können Anträge mit einer längerfristigen Dimension eingereicht werden.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt Online vom 11. September 2020
  • Weitere Artikel zum Thema
  • BVMed zum Koalitionsvertrag: Gute Ansätze für eine Stärkung des Medizintechnik-Standorts Deutschland

    Der BVMed sieht in dem Koalitionsvertrag von SPD, Grüne und FDP gute Ansätze für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung mit modernen Medizintechnologien und die notwendige Stärkung des Medizintechnik-Standorts Deutschland. „Deutschland braucht eine forschungsstarke, leistungsfähige, wirtschaftlich gesunde und international wettbewerbsfähige Medizintechnik-Branche. Nun kommt es auf die konkrete Ausgestaltung der Koalitionsvorhaben an. Wir bieten der neuen Bundesregierung eine enge Zusammenarbeit an, um diese Ziele gemeinsam zu erreichen“, kommentiert BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Weiterlesen

  • Umfrage: Deutsche wünschen sich mehr Investitionen in die MedTech-Forschung

    Knapp die Hälfte der deutschen Bevölkerung wünscht sich von der neuen Bundesregierung mehr Investitionen in die Medizintechnologie-Forschung. Der MedTech-Forschungsbereich fällt damit unter die Top 3 präferierten – lediglich Energie- und Umwelttechnologien liegen davor. Das ergab eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des BVMed. „Die Menschen erwarten von der Bundesregierung, dass Zukunftsthemen angegangen werden. Dazu gehört neben Klimaschutz und Energiewende auch ganz wesentlich die Medizintechnologie, die durch moderne Lösungen ein längeres gesundes Leben ermöglicht“, kommentiert BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Weiterlesen

  • Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage 2021

    Die MedTech-Branche zeigt sich vom Corona-Krisenjahr 2020 leicht erholt. Nach einem Umsatzrückgang von 2,1 Prozent im Vorjahr erwartet die Branche 2021 in Deutschland ein Umsatzwachstum von 3,0 Prozent. Die Gewinnsituation ist jedoch durch gestiegene Rohstoff- und Logistikkosten stark angespannt. Dennoch bleibt die Branche ein Jobmotor, die Zahl der Arbeitsplätze steigt weiter. Der mit Abstand größte Bremser der künftigen MedTech-Entwicklung bleibt die MDR. Die Unternehmen fordern vor allem eine vereinfachte Neuzertifizierung für bewährte Bestandsprodukte sowie Förderprogramme für KMU. Durch die Krise gewinnen die Themen Digitalisierung und Ambulantisierung weiter an Bedeutung. Dabei sehen die Unternehmen das größte Potenzial in Datenanalysen, Cloud-Technologien und KI. Die MedTech-Branche fordert dafür einen besseren Zugang zu Versorgungsdaten. Weiterlesen


©1999 - 2022 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik