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 - Branche „MedTech Walk“: Faszination Medizintechnologien erLeben Informationen zur Begleitausstellung des Deutschen MedTech Tages 2027

In der Begleitausstellung „MedTech Walk“ zum Deutschen MedTech Tag am 18. Februar 2027 in Berlin werden 20 verschiedene Medizintechnologien und Versorgungslösungen vorgestellt. Die Bandbreite reicht von Produkten zur Vorsorge über Diagnostik und Therapie bis hin zur Nachsorge. Von bewährten Medizinprodukten zur Händehygiene bis hin zu innovativen medizintechnologischen Lösungen wie KI. Ziel ist es, den Teilnehmenden die Vielfalt und den Mehrwert der MedTech-Branche erlebbar zu machen.

ArtikelBerlin, 04.11.2026

© BVMed Die Stände und ihre medizintechnischen Lösungen in der Übersicht:

1. Händehygiene inklusive Training für Infektionsprävention

Unternehmen: Essity / Tork

Erregerübertragungen wirksam verhindern: Die hygienische Händedesinfektion ist entscheidend für die Infektionsprävention. Mit der Schwarzlicht-Box wird die Desinfektionsqualität sichtbar gemacht und Optimierungspotenziale aufgezeigt. Zusätzlich können Besucher:innen ein innovatives Training in der virtuellen Realität erleben, das die korrekte Einhaltung der Händehygiene-Indikationen praxisnah und nachhaltig trainiert.

2. Vakuum-Therapie bei chronischen Wunden

Unternehmen: Solventum

In Deutschland leiden mehr als eine Million Menschen an chronischen Wunden. Die Vakuum-Therapie (NPWT) ist ein klinisch etabliertes Verfahren zur Unterdruck-Wundtherapie. Die Therapie fördert die Heilung komplexer Wunden und kann Krankenhausaufenthalte sowie Komplikationen reduzieren. Eingesetzt wird sie in Krankenhäusern und zunehmend in der ambulanten Versorgung. Am Stand können Besucher:innen die Unterdruck-Wundtherapie an realitätsnahen Wundsimulationsmodellen erleben.

3. Wearable-Monitoring für die Genesung zu Hause

Unternehmen: Medtronic

Viele Patient:innen bleiben zur Überwachung im Krankenhaus, obwohl sie sich zu Hause besser erholen könnten. Ein individuell kalibriertes Medizinprodukt am Handgelenk der Patient:innen ermöglicht eine frühere Entlassung aus dem Krankenhaus. Vitaldaten werden kontinuierlich erfasst und vom Fachpersonal im Krankenhaus über ein KI-gestütztes Dashboard jederzeit überwacht. Alarme lassen sich individuell einstellen. Besucher:innen haben die Möglichkeit, diese Gesamtlösung kennenzulernen.

4. Vorsorge, Diagnose und Telemonitoring in der Kardiologie

Unternehmen: Biotronik

Herzrhythmusstörungen bleiben oft lange unbemerkt, etwa wenn sich Betroffene trotz gelegentlichen Herzstolperns gesund fühlen. Medizintechnik unterstützt entlang des gesamten Versorgungswegs: Ob bei der Vorsorge und Früherkennung mit KI-gestützter Auswertung eines Langzeit-EKG, bei der Diagnose durch einen implantierbaren Herzmonitor, bei der Therapie mit aktiven Implantaten oder bei der Nachsorge mit Telemonitoring-Lösungen. Am Stand können Besucher:innen diesen Weg Schritt für Schritt nachvollziehen.

5. Mobiler Ultraschall und EKG in der Diagnostik

Unternehmen: GE Healthcare

Schnelle Diagnose- und Behandlungsentscheidungen können den Therapieerfolg verbessern und Leben retten. Mittlerweile geht das dank moderner Bildgebungsverfahren auch mobil: Ein kabelloses, kompaktes Ultraschallgerät lässt sich per App mit dem Smartphone verbinden und ermöglicht mobile Diagnostik. Mobile Überwachung wird durch ein weiteres kleines Gerät ermöglicht, das in 30 Sekunden ein EKG aufzeichnet und an die elektronische Patientenakte sendet. Besucher:innen lernen beide Lösungen in einer Demonstration kennen.

6. Kleinste Herzpumpe der Welt beim kardiogenen Schock

Unternehmen: Johnson & Johnson Abiomed

Der kardiogene Schock nach einem Herzinfarkt zählt zu den größten Herausforderungen in der herzmedizinischen Notfallversorgung. Bis zu 10 Prozent der Patient:innen sind betroffen und nur jede:r zweite Betroffene überlebt. Die kleinste Herzpumpe der Welt entlastet das Herz gezielt und schenkt Betroffenen zusätzliche Lebenszeit. Am Stand können Besucher:innen die Herzpumpe und ihre Funktionsweise entdecken.

7. Kontinuierliche Glukosemessung bei Diabetes

Unternehmen: Abbott

Typ-2-Diabetes zählt zu den großen Volkskrankheiten unserer Zeit. Am Stand erfahren Besucher:innen, wie kontinuierliche Glukosemessung (CGM) Stoffwechselzusammenhänge sichtbar macht und Menschen mit Diabetes dabei unterstützen kann, gesündere Entscheidungen zu treffen. Erleben Sie praxisnah, wie moderne Sensoren und KI-gestützte Funktionen das Selbstmanagement stärken und zur Vermeidung von Folgeerkrankungen beitragen können.

8. App-basierte Plattform für orthopädische Eingriffe

Unternehmen: Zimmer Biomet

Jährlich erhalten allein in Deutschland über 400.000 Menschen ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk – und damit wieder Mobilität und weitestgehende Schmerzfreiheit. Eine App-basierte Plattform begleitet Patient:innen vor und nach orthopädischen Eingriffen und unterstützt so die Nachsorge und Rehabilitation. Die Plattform ermöglicht ein algorithmenbasiertes, patientengeführtes Telemonitoring mit automatisierter Datenübermittlung an das Behandlungsteam. Am Stand erhalten Besucher:innen Einblicke in die Plattform.

9. KI-gestützte Prothetik für mehr Teilhabe

Unternehmen: Ottobock

Menschen mit Behinderungen Mobilität, gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstständiges Leben zu ermöglichen, ist eine wichtige Aufgabe unseres Gesundheitssystems. KI-gestützte Prothesen und mikroprozessorgesteuerte Orthesen helfen dabei. Am Stand kann über ein Demonstrationsmodell eine bionische Hand gesteuert werden. Besucher:innen können sich darüber hinaus mit der Inklusionsbotschafterin Ayleen Walter, die seit 2020 querschnittsgelähmt ist und eine Beinorthese anwendet, austauschen.

10. Ganganalyse und Nachsorgeplattform nach unfallchirurgischen Eingriffen

Unternehmen: OPED

Nach einem unfallchirurgischen Eingriff ist die Krankenhaus-Entlassung nicht das Ende der Versorgung, sondern der Übergang in die Nachsorge. Eine digitale Plattform begleitet Patient:innen durch einen strukturierten Nachsorgeprozess. Sie verbindet die relevanten Akteure aus Krankenhaus, ambulanter Weiterbehandlung, Orthopädietechnik, Physiotherapie und Rehabilitation. Am Stand können Besucher:innen die Webanwendung selbst testen. Zusätzlich bietet der Stand die Möglichkeit einer mobilen Ganganalyse.

11. Personalisierung mit 3D-Druck beim Gelenkersatz

Unternehmen: PETER PREHM

Jeder Mensch ist anders – und das wird auch in der Endoprothetik deutlich. Entsprechend vielfältig ist die Welt des Gelenkersatzes: Von verschiedenen Prothesen über personalisierte Produktlösungen bis zu Produktionsverfahren und Werkstoffen wie 3D-Druck von Titan-Implantaten. So können mit personalisiertem Endoprothesen individuell zugeschnittene Behandlungen erfolgen. In diese Welt können Besucher:innen durch eine interaktive Hands-on-Präsentation eintauchen.

12. Mobiles MRT-Gerät für Brustkrebs-OPs

Unternehmen: pfm medical

Bei Brustkrebsoperationen zeigt sich oft erst nach dem Eingriff, ob der Tumor vollständig entfernt wurde, weshalb Folgeoperationen notwendig sein können. Ein mobiles Magnetresonanztomographie-Gerät (MRT) direkt im OP ermöglicht es dem operierenden Team, noch während des Eingriffs zu überprüfen, ob das gesamte Tumorgewebe entfernt ist. Besucher:innen haben die Möglichkeit, sich das Gerät demonstrieren zu lassen und mit dem Experten Prof. Dr. Marc Thill, seit 2012 Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie in Frankfurt, auszutauschen.

13. OP-Workflow bei Wirbelsäulen-OPs

Unternehmen: Brainlab

Operative Eingriffe an der Wirbelsäule verlangen höchste Präzision, denn schon kleinste Abweichungen können das Ergebnis beeinflussen. Ob eine Operation gelingt, entscheidet sich daher nicht an einem einzelnen Produkt. Entscheidend ist das Zusammenspiel aller Behandlungsschritte, von der Bildgebung über Planung, Navigation und Robotik bis zur Nachsorge. Der Stand zeigt anhand eines durchgängig vernetzten Workflows, wie offene, herstellerunabhängige Systeme diese Schritte verbinden und sich in die bestehende Ausstattung der Kliniken einfügen – unabhängig davon, welches Implantat zum Einsatz kommt. Strukturierte Daten aus jedem Eingriff machen die Behandlungsqualität messbar und vergleichbar. Davon profitieren Patient:innen und medizinisches Personal ebenso wie ein Gesundheitssystem, das Qualität statt Menge belohnen will.

14. Minimalinvasive Lasertherapien in neun Fachgebieten

Unternehmen: Biolitec

Eine offene Chirurgie bei Indikationen wie Krampfadern, Analfisteln, Hämorrhoiden, Prostata, Myomen oder Blasentumoren bringt oft Schmerzen und Ausfallzeit mit sich. Eine minimalinvasive Lasertherapie, meist mit Lokalanästhesie, ist schonender für Patient:innen und ein wichtiger Hebel für die Verlagerung von Versorgungen vom stationären in den ambulanten Sektor. Besucher:innen erhalten Einblicke in die Anwendung dieser Lasertherapie in neun medizinischen Fachgebieten: Phlebologie, Proktologie, Urologie, Gynäkologie, HNO, Thoraxchirurgie, Schilddrüsenbehandlung, Orthopädie/Schmerztherapie und Ästhetik.

15. Vagusnerv-Stimulation bei Epilepsie

Unternehmen: LivaNova

Menschen mit therapieresistenter Epilepsie leiden trotz medikamentöser Behandlung weiterhin unter belastenden und risikobehafteten Anfällen. Die Neuromodulations-Lösung der Vagusnerv-Stimulation ist eine etablierte Zusatztherapie bei Epilepsie, die gemeinsam mit Medikamenten zu einer besseren Anfallskontrolle und Lebensqualität beitragen kann. Besucher:innen können die Wirkweise dieser Therapie über eine 3D-Brille erleben.

16. Elektrostimulation bei fortschreitendem Sehverlust

Unternehmen: Okuvision

Die Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa führt zu fortschreitendem Sehverlust. Die transkorneale Elektrostimulation soll diesen verlangsamen und so Selbstständigkeit und Teilhabe unterstützen. Nach ärztlicher Einweisung kann die Therapie zu Hause angewendet werden. Am Stand erleben Besucher mit einer Simulationsbrille die Auswirkungen eines eingeschränkten Gesichtsfeldes und lernen eine innovative Therapieoption kennen.

17. Automatisierte Heimdialyse bei Nierenerkrankung

Unternehmen: Vantive

Viele Menschen mit chronischer Nierenerkrankung müssen mehrmals pro Woche für mehrere Stunden ins Dialysezentrum – eine Belastung für Betroffene sowie personelle und infrastrukturelle Ressourcen. Eine Möglichkeit der Heimdialyse ist die Peritonealdialyse über das körpereigene Bauchfell, die mithilfe eines automatisierten Dialysegeräts, eines sogenannten Cyclers, nachts während des Schlafs erfolgen kann. Besucher:innen können sich vor Ort über die Möglichkeiten der Heimdialyse informieren.

18. Vom Spender zum Patienten – die Reise des Blutes

Unternehmen: Fresenius Kabi

Die Versorgung von Patient:innen mit Blutprodukten ist ein essenzieller Bestandteil unseres Gesundheitssystems. Moderne Medizinprodukte sichern Qualität, Patient:innensicherheit und Versorgungssicherheit von der Spende über Aufbereitung und Lagerung bis zur Anwendung. Am Stand können Besucher:innen die Reise des Blutes erleben und gemeinsam mit einem Blutspendedienst praktische Einblicke gewinnen.

19. Groß- und Fachhandel für Medizinprodukte

Aussteller: BVMed Fachbereich Groß- und Fachhandel

Eine reibungslose Gesundheitsversorgung benötigt das richtige Medizinprodukt zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Während der Corona-Pandemie wurde das besonders deutlich. Der Fach- und Großhandel für Medizinprodukte ist hier ein unerlässlicher Baustein: Er sorgt dafür, dass medizinische Einrichtungen und Akteure im ambulanten sowie stationären Bereich zuverlässig mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen versorgt werden. Besucher:innen erhalten Hintergründe zur Arbeit und Informationen zur Bedeutung des Fach- und Großhandels.

20. Personalisierte Medizin von der Forschung in die Anwendung

Aussteller: Fraunhofer IMTE

Der Handlungsdruck in der Gesundheitsversorgung steigt, während gleichzeitig der Weg einer MedTech-Innovation von der Idee bis zur Anwendung viele Jahre dauern kann. Die drei Forschungsbereiche mechanische Beatmung, Trauma-Chirurgie und automatisierte Segmentierung zeigen beispielhaft, wie Technologie medizinisches Personal entlang des Patient:innenpfades unterstützen kann. Besucher:innen können am Stand Technologien aus den Bereich erleben und zugleich der Frage nachgehen, was nötig ist, damit aus diesen technologischen Ansätzen Medizinprodukte für die Versorgung werden.

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