Webinar Zölle auf Medizinprodukte, Freihandelsabkommen und Trade-Defense-Instrumente der EU Wie Sie Freihandelsabkommen gezielt nutzen und sich gegen handelspolitische Risiken – insbesondere bei Importen aus China – strategisch aufstellen
Geopolitische Spannungen und neue Handelsbarrieren verändern den Welthandel grundlegend. Das Webinar zeigt, wie Unternehmen Freihandelsabkommen optimal nutzen und zugleich handelspolitische Schutzinstrumente der EU strategisch einordnen. Fokus: Antidumping, China-Importe und Auswirkungen auf Lieferketten in der MedTech-Branche.
20.05.2026 10:00 - 12:00 Uhr
Veranstalter: BVMed-Akademie
Schwerpunkt: Recht
Zum Thema
Die internationale Handelspolitik befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Geopolitische Spannungen, die zunehmend strategische Bedeutung sicherer globaler Lieferketten sowie handelspolitische Maßnahmen der großen Wirtschaftsblöcke – etwa die Abschottung des US‑Marktes durch Zollerhöhungen oder die gezielte Industriepolitik Chinas – führen dazu, dass Zölle und handelspolitische Schutzinstrumente wieder verstärkt an Bedeutung gewinnen.
Die Europäische Union reagiert mit einem breiten Instrumentarium: Neben dem weltweit dichtesten Netz an Freihandelsabkommen (FTAs) setzt die EU zunehmend auch auf die verstärkte Anwendung handelspolitischer Schutzmaßnahmen (Trade-Defense-Maßnahmen) wie Antidumping‑, Ausgleichs- (Anti‑Subventions‑) und Schutzmaßnahmen, und dies insbesondere gegenüber Importen aus Drittstaaten wie China. Diese Instrumente können erhebliche Auswirkungen auf Lieferketten, Beschaffungskosten und Marktstrategien von Unternehmen haben.
Gleichzeitig bieten Freihandelsabkommen Unternehmen weiterhin erhebliche Chancen zur Reduzierung von Zöllen und Handelskosten, sofern die einschlägigen Ursprungsregeln korrekt angewendet und Nachweispflichten eingehalten werden. In der Praxis werden diese Möglichkeiten jedoch häufig nicht ausgeschöpft oder durch unzureichende Kenntnisse über Präferenzrecht, Ursprungsregeln oder die aktuellen oder kommende handelspolitische Maßnahmen eingeschränkt.
Das Webinar beleuchtet daher beide Seiten der Medaille: Die optimale Nutzung von Freihandelsabkommen überblicksartig sowie den strategischen Umgang mit den handelspolitischen Schutzinstrumenten der EU – mit einem besonderem Fokus auf Antidumpingmaßnahmen, Importen aus China und deren Relevanz für die Medizintechnikbranche.
Zielgruppe
Angesprochen sind Unternehmen, die Medizinprodukte oder Vorprodukte in die Europäische Union importieren, insbesondere aus Drittstaaten wie China, oder die ihre (Vor-)Produkte an EU-Ausführer liefern. Angesprochen sind zudem Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar von handelspolitischen Schutzmaßnahmen betroffen sind, diese also entweder nutzen oder abwehren wollen, und so ihre Lieferketten strategisch sichern möchten. Darüber hinaus richtet sich die Veranstaltung an Fach-und Führungskräfte aus den Bereichen Einkauf, Logistik, Zoll, Recht, Compliance und Supply Chain Management.
Ziele
Ziel der Veranstaltung ist es, ein fundiertes Verständnis der aktuellen Handelspolitik sowie der Schutzinstrumente der Europäischen Union zu vermitteln. Die Teilnehmer erkennen Chancen und Risiken von Freihandelsabkommen im Nebeneinander mit handelspolitischen Schutzmaßnahmen und sind in der Lage, die eigenen Lieferketten strategisch zu bewerten und gezielt zu optimieren.
Referenten
-
Bettina Mertgen
Partnerin, Rechtsanwältin, Steuerberaterin, Fachanwältin für Steuerrecht, Fachberaterin für Zölle- und Verbrauchsteuern
GvW Graf von Westphalen | Frankfurt am Main
-
Philipp Hamann, LL.M. (Leicester)
Rechtsanwalt
GvW Graf von Westphalen | Frankfurt am Main
Moderation
-
Tina Wilke
Referentin BVMed-Akademie
Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed) | Berlin
Programm
Detaillierte Veranstaltung
09:45 - Teilnehmerregistrierung
10:00 - Eröffnung und Begrüßung
Tina Wilke
10:05 - Zölle auf Medizinprodukte und die optimale Nutzung von Freihandelsabkommen
Bettina Mertgen / Philipp Hamann
Welche Möglichkeiten bieten Freihandelsabkommen?
- Wie Freihandelsabkommen Zölle senken können und was Unternehmen dafür beachten müssen.
Welche formellen und materiellen Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
- Ursprungsregeln, Präferenzkalkulation und Präferenznachweise werden hier thematisiert.
Überblick über die handelspolitischen Schutzinstrumente
- Welche Maßnahmen sieht das EU-Recht vor und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander?
Materielle Voraussetzungen (mit Fokus auf Antidumpingmaßnahmen)
- Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit die einzelnen Handelsschutzmaßnahmen, im Besonderen Antidumpingzölle, zur Anwendung kommen können?
Handelsschutzuntersuchungen und die strategisch optimale Positionierung
- Wie laufen Untersuchungen für Zwecke von Handelsschutz, insbesondere Antidumping, ab? Wie kann man solcher Maßnahmen beantragen – oder verhindern und welchen Rechtsschutz gibt es in diesem Zusammenhang?
Arbeitshilfen
- Datenbanken und Informationsquellen
11:45 - Fragen der Teilnehmer:innen
12:00 - Ende des Seminars
Teilnahmebedingungen
Anmeldung
Fotoaufnahmen
Stornierung
Die BVMed-Akademie behält sich den Wechsel von Referent:innen und/oder Verschiebungen bzw. Änderungen im Programmablauf vor. Muss eine Veranstaltung aus Gründen, die die BVMed-Akademie zu vertreten hat, ausfallen, so werden lediglich bereits gezahlte Teilnahmegebühren erstattet. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.
Auf einen Blick
Preis
- 315,00 € (pro Person, zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
374,85 € (pro Person, inkl. 19% Mehrwertsteuer)
BVMed-Mitglieder | Inbegriffen sind Webinarunterlagen. - 335,00 € (pro Person, zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
398,65 € (pro Person, inkl. 19% Mehrwertsteuer)
Nicht-Mitglieder | Inbegriffen sind Webinarunterlagen.
Frist
Melden Sie sich bis zum 19. Mai 2026 an.