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BVMed unterstützt EU-Plan zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen Stellungnahme zu „Safe Hearts Plan“

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) begrüßt in einer Stellungnahme den „Safe Hearts Plan“ der EU als wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) in Europa. „Wir brauchen dabei MedTech-Lösungen, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Risiken früh zu erkennen und die hohen Sterblichkeitsraten abzusenken“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

PressemeldungBerlin, 21.05.2026, 41/26

© BVMed / Tina Eichner Bild herunterladen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland und Europa und stellen eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen für eine alternde Gesellschaft dar. „Ebenso erfordert die bestehende Benachteiligung von Frauen im Hinblick auf eine verzögerte Diagnostik bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit einhergehender zeitweise höheren Mortalität einen gezielten Einsatz geeigneter Präventionsmaßnahmen“, schreibt der BVMed in seiner Stellungnahme zur Empfehlung des Rates zu Gesundheitskontrollen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Medizintechnische Lösungen sind dabei von großer Bedeutung: von der Früherkennung (KI-EKG, moderne nicht-invasive Bildgebung, Point-of-Care-Diagnostik) über personalisierte Vorsorge (Gendiagnostik, Wearables, Präventions-Apps, digital gestützte Health Checks) und effiziente Nachsorge (Telemonitoring-Plattformen, vernetzte Implantate) bis hin zur Akutversorgung (Laien-AEDs, roboterassistierte Chirurgie, minimalinvasive Katheterverfahren).

Der BVMed begrüßt, dass im Rahmen der zweiten Säule „Früherkennung und Screening“ das geplante EU-Protokoll für regelmäßige Herz-Check-ups intensiv auf technologische Unterstützung setzt. Dabei geht es beispielsweise darum, Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Vorhofflimmern flächendeckend zu identifizieren und betroffene Personen frühzeitig in geeignete Versorgungspfade zu leiten.

Bei der dritten Säule „Versorgung und Behandlung“ helfen digitale Lösungen, wie Telekardiologie und Telemonitoring sowie die Nutzung von Gesundheitsdaten für Vorhersagemodelle, die Versorgung über Fachdisziplinen hinweg zu koordinieren.

Innovative MedTech-Behandlungsmethoden sichern dabei die Lebensqualität auch im hohen Alter. Der BVMed nennt in seiner Stellungnahme als Beispiele:

  • Interventionelle Kardiologie mit Kathetertechnik: Verfahren wie die TAVI (Transkatheter-Aortenklappenimplantation) ermöglichen den Klappenersatz ohne offene Operation am Herzen.
  • Moderne Implantate: Herzschrittmacher und Defibrillatoren, die kleiner, langlebiger und vollständig telemedizinisch integrierbar sind, sichern ein frühzeitiges Erkennen von Komplikationen.
  • Mikroaxiale Flusspumpen: Die Verfahren senken signifikant die Mortalität bei Patienten im kardiogenen Schock.
  • Automatisierte Externe Defibrillatoren (AEDs): Die breite Verfügbarkeit von AEDs im öffentlichen Raum unterstützt die Laienreanimation durch die Bevölkerung.

Dr. Marc-Pierre Möll: „MedTech-Lösungen sind der Schlüssel, um die ambitionierten Ziele des EU-Plans – wie die Senkung der vorzeitigen Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen – um 25 Prozent bis zum Jahr 2035 zu erreichen.“

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