Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

 - Schlaganfall und Synkope Risiko Schlaganfall: Implantierbare Ereignis-Rekorder können Herzrhythmusstörungen sicher aufspüren Häufig sind Hirninfarkte unbekannter Ursache auf Vorhofflimmern zurückzuführen

ArtikelWiesbaden (Aktion Meditech), 31.10.2019

© BIOTRONIK SE & Co. KG Nach Schätzungen gibt es in Deutschland jährlich rund 40.000 Patienten mit so genanntem kryptogenem Schlaganfall, bei denen konventionelle Diagnostikmethoden keine eindeutige Ursache finden können. Häufig ist Vorhofflimmern, eine meist asymptomatische, in unregelmäßigen und längeren Abständen auftretende Herzrhythmusstörung, der Auslöser. Wird dies nicht behandelt, ist das im weiteren Verlauf für die Patienten sehr gefährlich, da das Risiko eines erneuten Schlaganfalls bei Vorhofflimmern um das Fünffache erhöht ist. Eine andere diagnostische Herausforderung ist die plötzliche Bewusstlosigkeit (Synkope). In Deutschland sind hiervon mehr als 25.000 Patienten betroffen. Oft tritt eine Synkope wiederholt auf und Standardmethoden können keine Ursache finden. Für beide Indikationen gilt, dass sich nur auf Basis eines gesicherten EKGs die richtige Therapie einleiten lässt. Ein kontinuierliches Herzmonitoring mittels implantierbaren Ereignisrekordern bietet die Möglichkeit, sporadisches Vorhofflimmern oder andere Arrhythmien frühzeitig zu detektieren, um zeitnah eine entsprechende Intervention einzuleiten.

Implantierbare Herzmonitore (Implantierbare Loop-Recorder, ILR) schließen eine Lücke bei der Diagnostik von Synkopen und Schlaganfällen unbekannter Ursache. Eine Vielzahl von Studien bestätigt den Nutzen, so dass nationale und internationale Leitlinien ihren Einsatz mit hohem Empfehlungsgrad und hoher Evidenz bewerten. Die neueste Generation von implantierbaren Herzmonitorsystemen ermöglicht dabei je nach Hersteller eine Überwachung des Herzrhythmus über einen Zeitraum zwischen zwei und vier Jahren sowie eine telemedizinische Kontrolle, so dass bei Rhythmusstörungen zeitnah die geeignete Therapie zum Schutz der Patienten eingeleitet werden kann.

Implantierbare Ereignis-Rekorder sind „mobile“ EKG-Geräte

Besteht der Verdacht einer kardialen Ursache, ist eine frühzeitige und zuverlässige Suche nach Herzrhythmusstörungen immens wichtig, um mit einer geeigneten Behandlung das Risiko für einen weiteren Schlaganfall und Synkopen zu senken. Ein EKG – also die Messung der Herzströme – ist der Goldstandard in der Diagnose von Herzrhythmusstörungen. Implantierbare Herzmonitore sind „mobile“ Mini-EKG-Geräte: Der kleinste implantierbare Herzmonitor hat dabei gerade einmal ein Volumen von 1,2 Kubikzentimetern und ist etwa so groß wie vier Streichhölzer. Die Implantation ist ein einfacher Routineeingriff und dauert nur wenige Minuten: Der Herzmonitor wird während eines kleinen operativen Eingriffs meist auf der linken Brustseite eingesetzt. Mit einem Schnitt von weniger als 1 cm Länge wird er direkt unter die Haut geschoben und ist damit eine diskrete Lösung für die Herzüberwachung.

Der medizinisch-technische Fortschritt ermöglicht mit den deutlich kleineren Implantaten und einfacheren Implantationsverfahren zunehmend die ambulante Versorgung mit implantierbaren Ereignis-Rekordern. Aufgrund fehlender Abrechnungsziffern im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) und im Katalog für ambulantes Operieren (AOP) wird die ambulante Implantation derzeit jedoch noch nicht einheitlich vergütet. Gleichzeitig wird die stationäre Versorgung, deren Erstattung lange Zeit problemlos genehmigt wurde, mit Verweis auf die ambulante Versorgung jetzt zunehmend abgelehnt. Im Sinne einer leitlinien- und bedarfsgerechten Versorgung müssten implantierbare Ereignis-Rekorder in den ambulanten Leistungskatalog aufgenommen werden, um unsichere Erstattungssituationen zu vermeiden und Patienten die empfohlene Behandlung sicher zu stellen.

Quelle: Pressemeldung von Aktion Meditech vom 24. Juni 2019

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Portrait von Leonie Sommer-Eska, CEO von OnlineDoctor

    Digitale Versorgung
    Leonie Sommer-Eska: „Viel Potenzial, um das Gesundheitssystem zu entlasten“

    Telemedizin hat das Potenzial, Praxen spürbar zu entlasten und Versorgungslücken zu schließen – gerade bei unkomplizierten Fällen, für die kein Praxisbesuch nötig ist. Wie das in der Praxis funktioniert und welche Rolle künftig KI spielen kann, erklärt Leonie Sommer-Eska, CEO von OnlineDoctor, im Kurz-Interview.

    Artikel20.07.2026

    Mehr lesen
  • Telemonitoring
    Telemonitoring-Potenziale besser nutzen

    Der BVMed fordert ein erweitertes Verständnis von Telemonitoring-Lösungen hin zu einem „smarten Monitoring“. Bislang gibt es in der Regelversorgung nur Ansätze für Herzinsuffizienz-Patient:innen. Telemonitoring hat aber viel mehr Potenzial, um die Versorgungsqualität zu verbessern und das Gesundheitssystem effizienter zu machen.

    Pressemeldung14.07.2026

    Mehr lesen
  • Digitale Versorgung
    Telemedizin und Telemonitoring: Bausteine für eine bessere Gesundheitsversorgung

    Das deutsche Gesundheitssystem steht unter Druck. Zu den Herausforderungen zählen steigende Kosten und Fachkräftemangel ebenso wie die Versorgung ländlicher Regionen. Telemedizin kann helfen, Engpässe zu verringern – und die Effizienz im Gesundheitswesen insgesamt zu erhöhen. Die Politik tut gut daran, telemedizinische Angebote wie Telemonitoring noch stärker in die Regelversorgung zu bringen.

    Artikel13.07.2026

    Mehr lesen

Kommende Veranstaltungen

  • Branche
    BVMed-Jahrespressekonferenz und Medienseminar

    Zu Beginn des 27. Berliner Medienseminars stellt der BVMed im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz die Ergebnisse seiner aktuellen Herbstumfrage 2026 zur Lage der MedTech-Branche vor. Daraus abgeleitet werden Forderungen an die Wirtschafts-, Forschungs- und Gesundheitspolitik. Im Anschluss werden die Themen Telemonitoring sowie Krankheitskosten am Beispiel der Herz-Kreislauf-Erkrankungen näher...

    KonferenzHybrid
    06.10.2026 10:00 - 12:00 Uhr
    Veranstalter: BVMed
    Schwerpunkt: Kommunikation

    Zur Veranstaltung: BVMed-Jahrespressekonferenz 2026 und 27. Berliner Medienseminar (hybrid)
  • Kongress
    Homecare-Management-Kongress 2026

    Das deutsche Gesundheitssystem steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Finanzierungsfragen, Künstliche Intelligenz und neue gesetzliche Weichenstellungen bestimmen die Agenda der kommenden Jahre – mit spürbaren Auswirkungen auf Homecare-Unternehmen und Hilfsmittelleistungserbringer. Der Kongress greift aktuelle Entwicklungen auf, gibt Orientierung, öffnet Perspektiven und bringt Akteure sektorenübergreifend ins Gespräch.

    KonferenzVor Ort
    Berlin, 10.11.2026 09:30 Uhr - 11.11.2026 16:30 Uhr
    Veranstalter: BVMed-Akademie
    Schwerpunkt: Homecare

    Zur Veranstaltung: Homecare-Management-Kongress 2026

Ihre Vorteile als BVMed-Mitglied

  • Organisation

    In über 80 Gremien mit anderen BVMed-Mitgliedern und Expert:innen in Dialog treten und die Rahmenbedingungen für die Branche mitgestalten.

  • Information

    Vom breiten Serviceangebot unter anderem bestehend aus Veranstaltungen, Mustervorlagen, Newslettern und persönlichen Gesprächen profitieren.

  • Vertretung

    Eine stärkere Stimme für die Interessen der Branche gegenüber politischen Repräsentant:innen und weiteren gesundheitspolitischen Akteur:innen erhalten.

  • Netzwerk

    An Austauschformaten mit anderen an der Versorgung beteiligten Akteur:innen, darunter Krankenkassen, Ärzteschaft oder Pflege teilnehmen.

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen