Datennutzung

BVMed zum Datennutzungsgesetz (GDNG): „Solide Ansätze für MedTech-Entwicklungen“

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) sieht im Gesundheitsdaten-Nutzungsgesetz (GDNG) solide Ansätze für Forschung und Entwicklung von Medizintechnologien, die den Versorgungs- und Forschungsstandort Deutschland fördern können. „Der Gesetzentwurf stellt erste Weichen für eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten. Der BVMed begrüßt insbesondere die Tatsache, dass der Zweck der Forschung für die Nutzung von Daten anstelle des Akteursbezugs in den Vordergrund gestellt wird“, heißt es in der Stellungnahme des deutschen MedTech-Verbandes. Die BVMed-Stellungnahmen zu den aktuell diskutierten Digitalgesetzen können unter www.bvmed.de/positionen heruntergeladen werden.

„Die Nutzung von Gesundheitsdaten ist für eine bedarfsgerechte Patient:innenversorgung auf einem qualitativ-technisch hohen Niveau elementar“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov. Eine primäre Datennutzung ermögliche personalisierte medizinische Behandlungen. Zur Weiterentwicklung von Versorgungsangeboten wie innovativen Medizinprodukten und deren Integration in der Gesundheitsversorgung trage hingegen eine Sekundärnutzung bei. Hier biete das GDNG gute Ansätze.

Der BVMed fordert dabei aber eine gleichberechtigte Behandlung aller Forschenden, beispielsweise bei der Besetzung von Beiräten und beratenden Gremien oder der Bearbeitung der Anträge. „Voraussetzung dafür ist die ausreichende Ausstattung dieser Stellen, um eine gleichberechtigte Bearbeitung von Datenanfragen sicherstellen zu können“, so der BVMed in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf.

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Der BVMed repräsentiert über 300 Hersteller und Zulieferer der Medizintechnik-Branche, Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger sowie den medizinischen Fach- und Großhandel. Die Medizinprodukteindustrie beschäftigt in Deutschland über 250.000 Menschen und investiert rund 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Der Gesamtumsatz der Branche liegt bei über 38 Milliarden Euro, die Exportquote bei 67 Prozent. Dabei sind 93 Prozent der MedTech-Unternehmen KMU. Der BVMed ist die Stimme der deutschen MedTech-Branche und vor allem des MedTech-Mittelstandes.
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