Innovationsfinanzierung

Schwerpunkt Skelett-Asymmetrien: BVMed, Earlybird, High-Tech Gründerfonds und Biocom veröffentlichen "MedTech Radar 5"

Gemeinsame Pressemeldung

Skelett-Asymmetrien, insbesondere unterschiedliche Beinlängen, werden jährlich weltweit bei ca. 30.000 Patienten medizinisch behandelt. Auch die Anzahl kosmetischer Operationen zur Beinverlängerung nimmt zu. Allerdings sind die derzeitigen Behandlungsmethoden für die Patienten in der Regel mit großen Schmerzen und Mühen verbunden. Eine neue Generation an Implantaten sieht hier deutliche Verbesserungen für die Betroffenen vor. Die fünfte Auflage des gemeinsamen Medienservices "MedTech Radar" vom Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), Earlybird Venture Capital, des High-Tech Gründerfonds und des neuen Partners Biocom beschäftigt sich daher mit diesem medizinischen Markt. Anhand des Fallbeispiels der Synoste wird eine neuartige, patientenfreundliche Methode zur Behandlung von Beinlängendifferenzen vorgestellt. Weiteres Schwerpunktthema: Das Innovationsklima für Medizintechnik in Deutschland. Den aktuellen MedTech-Radar gibt es in Deutsch und Englisch unter: www.bvmed.de/medtech-radar.

Unterschiedlich lange Beine mit einer Längendifferenz von mehr als 1,5 cm können, wenn sie nicht behandelt werden, zu starken gesundheitlichen und auch psychischen Problemen führen. Die Patienten müssen meist neben orthopädischen Maßnahmen wiederholt chirurgische Eingriffe erleiden, die umständlich und langwierig sind. Äußere Fixateure werden an den Knochen befestigt, um diese langsam zu verlängern. Implantierbare Verlängerungsnägel als Alternative können nur von wenigen Chirurgen angebracht werden und erfordern eine spezielle Physiotherapie. Eine neue Generation von Beinverlängerungsimplantaten hat das deutsch-finnische Medizintechnik Start-up Synoste entwickelt.

Die fünfte MedTech-Radar-Ausgabe widmet sich dieser dritten Generation von Verlängerungsmarknägeln mit neuartigen, intelligenten Materialien. "Synoste hat sich zum Ziel gesetzt, eine patientenfreundliche, risiko- und schmerzärmere Methode zur Behandlung von Skelett-Asymmetrien zu entwickeln. Unser Produkt befindet sich gerade in Europa in klinischen Studien und kommt voraussichtlich 2017 auf den Markt", so die Synoste-Gründer Harri Hallila, Antti Ritvanen und Juha Haaja.

"Synoste ist im sehr dynamischen und auch international stark wachsenden Orthopädiemarkt aktiv. Es ist ein hervorragendes Beispiel für den komplexen Weg eines Medizinproduktes von der Forschung bis zum Einsatz beim Patienten. Dabei wird klar, wie entscheidend die Innovationsförderung zum Wohle des Patienten in Deutschland ist", beschreiben Earlybird-Partner Thom Rasche und Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds Dr. Michael Brandkamp die Wahl des Schwerpunktthemas der fünften Ausgabe. "Das Ziel des MedTech Radars ist es, einen kontinuierlichen Einblick in neue Entwicklungen der Innovationswelt der Medizintechnik zu geben", so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt. "Mit unserem Infoportal medtech-zwo.de als Partner des MedTech Radars möchten wir die Information der Öffentlichkeit über Krankheitsbilder und deren Behandlung mit medizintechnischen Innovationen unterstützen", so Dr. Boris Mannhardt, Vorstand der Biocom AG.

Zu den Herausgebern:
Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen.
Earlybird Venture Capital ist einer der erfolgreichsten europäischen Venture-Investoren und managt aktuell über 700 Millionen Euro Kapital für eine internationale Investorenbasis.
Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) vertritt als Wirtschaftsverband über 230 Industrie- und Handelsunternehmen der Medizintechnologiebranche.
Als Kommunikationsdienstleister begleitet die Biocom AG die Life Sciences seit mehr als drei Jahrzehnten mit Fachzeitschriften, Webportalen und Büchern. Die Infoplattform medtech-zwo.de berichtet über Start-ups, Deals und Finanzierungen aus der Medizintechnik-Branche Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

V.i.S.d.P:
BVMed - Bundesverband Medizintechnologie, Reinhardtstr. 29 b, 10117 Berlin
Manfred Beeres, Leiter Kommunikation/Presse; Tel. +49 - 30 - 24625520, beeres@bvmed.de, www.bvmed.de
Earlybird Venture Capital GmbH & Co. KG, Maximilianstr. 14, 80539 München
Catrin Schmidt; Tel. +49 - 30 - 46724700, schmidt@earlybird.com, www.earlybird.com
High-Tech Gründerfonds Management GmbH, Schlegelstraße 2, 53113 Bonn
Stefanie Zillikens; Tel. +49 - 228 - 82300107, s.zillikens@htgf.de, www.htgf.de
BIOCOM AG, Lützowstr. 33-36, 10785 Berlin
Sandra Wirsching, Redaktionsleiterin; Tel.: +49 - 30 - 26492163, s.wirsching@biocom.de, www.biocom.de
  • Weitere Artikel zum Thema
  • BVMed: Medizinforschungsgesetz um Medizintechnik erweitern

    Der BVMed fordert in seiner Stellungnahme zum Medizinforschungsgesetz die Ergänzung von Regelungen für den Bereich der Medizinprodukte. So sollen klinische Studien vereinfacht und beschleunigt werden – und damit der Medizintechnik-Forschungsstandort Deutschland gestärkt werden. Unter anderem spricht sich der Verband dafür aus, die je nach Bundesland unterschiedlichen datenschutzrechtlichen Vorgaben zu vereinheitlichen. Außerdem sollten die einheitlichen Richtlinien zur Bewertung klinischer Prüfungen auch im Medizinprodukte-Bereich für alle Ethikkommissionen gelten, um zu einer besseren Vereinheitlichung zu kommen. Mehr

  • EPRD veröffentlicht Jahresbericht 2023: Der Anteil der Implantatlockerungen ist zurückgegangen

    Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) hat seinen Jahresbericht 2023 veröffentlicht. Erstmals überschritten die Zahlen der ans EPRD gemeldeten Hüft- und Knieendoprothesen-OPs mit 347.702 Dokumentationen das Niveau der Vorpandemiezeit. Dies bedeutet einen Anstieg um knapp neun Prozent gegenüber dem Höchstwert aus 2019. Insgesamt wurden 177.826 Hüfterstimplantationen und 137.030 Erstimplantationen am Kniegelenk 2022 dokumentiert. Mehr

  • Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage 2023 | Zusammenfassung

    Die Erträge der Medizintechnik-Unternehmen gehen 2023 weiter zurück. Zwar haben sich die Umsätze mit einem Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2022 leicht erholt. Dem stehen jedoch stark gestiegene Personal-, Logistik-, Rohstoff- und Energiekosten sowie die hohen Kosten für die MDR-Umsetzung gegenüber. Das zeigen die Ergebnisse der BVMed-Herbstumfrage 2023. Die Investitionen am Standort Deutschland gehen zurück. Forschungsinvestitionen werden zunehmen ins Ausland verlagert. Das Innovationsklima ist nach dem BVMed-Index auf dem Tiefpunkt. Hauptgrund für den Abwärtstrend ist die überbürokratische MDR. 53 Prozent der Unternehmen präferieren mittlerweile das FDA-System, nur 12 Prozent das MDR-System. An erster Stelle der gesundheitspolitischen Forderungen der Branche steht daher, die MDR weiterzuentwickeln und zu verbessern. Mehr


©1999 - 2024 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik