Patientengeschichten

"Gelenkersatz bewegt": Patienten erzählen ihre Geschichte

Die Gelenkersatzoperation gilt als eine der erfolgreichsten chirurgischen Eingriffe. Sie ermöglicht Patienten wieder Mobilität und weitgehende Schmerzfreiheit. Die Qualitätskennzahlen zeigen: Gelenkersatz-Patienten sind in Deutschland sehr gut versorgt. Heute hält ein künstliches Hüftgelenk bei 90 Prozent der Patienten bis zu 20 Jahre. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 400.000 Menschen mit einem künstlichen Hüft-, Knie- oder Schultergelenk versorgt. Auf der BVMed-Internetseite "Gelenkersatz bewegt" unter www.gelenkersatz-bewegt.de erzählen Patienten jetzt ihre Geschichten von wiedergewonnener Mobilität und Lebensqualität.

"Zu einer erfolgreichen Patientenversorgung gehört beim Gelenkersatz ein Dreiklang: ein sicheres und qualitativ hochwertiges Implantat, ein trainierter und erfahrener Chirurg sowie ein sich angemessen verhaltender Patient", sagt BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. "Greifen alle drei Faktoren erfolgreich ineinander, stehen die Chancen sehr gut, dass Patienten trotz Implantat ihre Mobilität bis ins hohe Lebensalter erhalten können. Diese Geschichten möchten wir erzählen, um Betroffenen Mut zu machen."

Das Problem ist sehr relevant: Über 9 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter ständigen Schmerzen durch Arthrose und Arthritis. Der Gelenkersatz ermöglicht eine kausale Behandlung schwerer Gelenkbeschwerden. Durch die moderne Endoprothetik lassen sich die Schmerzen bei rund 70 Prozent der Patienten völlig beheben. Durch Gelenkersatz werden die Mobilität der Menschen wieder hergestellt, Schmerzen reduziert, Arztbesuche und Folgeerkrankungen reduziert und die Arbeitsfähigkeit erhalten. Daraus resultiert auch ein großer volkswirtschaftlicher Nutzen. Denn auf Arthrose entfallen rund 8 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage pro Jahr und 18.000 Frühverrentungen.

Die BVMed-Seite "Gelenkersatz bewegt" (www.gelenkersatz-bewegt.de) enthält unter anderem folgende Patientengeschichten:

Manuela Voack: Seit 30 Jahren glücklich mit dem Knieimplantat
Eine lebensbedrohliche Krebserkrankung, ein fast 30 Jahre altes Knieimplantat und unauffindbare Patientenakten – die Geschichte von Manuela Voack ist geprägt von großen Unglücks- und noch größeren Glücksfällen. Dank eines hochwertigen Kniegelenkersatzes kann sie seit Jahrzehnten ein aktives und glückliches Leben führen.

Christian Jesper: Künstliche Gelenke lindern Contergan-Schäden
Fast 60 Jahre ist es her, dass der Contergan-Skandal die Welt schockierte. Mehrere Tausend Menschen leben allein in Deutschland bis heute mit den Folgeschäden. Einer davon ist Christian Jesper. Er lebt heute mit individuell angepassten Hüft-, Knie- und Schulterprothesen, die seine Bewegungsmöglichkeiten erhalten und die Schmerzen beseitigt haben.

Sabine Allmannsberger: Die wiedererlangte Lebensqualität ist unbezahlbar
Ein alter Reitunfall ist der Grund, warum Sabine Allmannsberger schon mit Ende 40 eine Arthrose im Hüftgelenk bekommt. Sie quält sich lange mit der Entscheidung, ein künstliches Gelenk einsetzen zu lassen. Heute ist sie darüber froh, denn mit der neuen Hüfte ist sie schmerzfrei und kann ihrem Beruf und vielen Hobbys wieder mit Freude nachgehen.

Hartmut Runkel: Weinlese mit künstlichem Kniegelenk
Hartmut Runkel ist Winzer aus Leidenschaft. Bis ihm eine Arthrose im Knie das Arbeiten in den Weinbergen fast unmöglich macht. Dank einem künstlichen Kniegelenk und einer neuen computer-assistierten Operationsmethode kann er heute wieder beschwerdefrei laufen – und auch wieder alle Arbeiten im Weinberg verrichten.

Gabriele Steinbach: Zwei künstliche Hüften für ein neues Leben
Gerade 60 geworden spürt Gabriele Steinbach immer häufiger Schmerzen in der Hüfte. Sie leidet auf beiden Seiten an Arthrose – und das in ähnlicher Intensität, was nur bei wenigen Patienten vorkommt. Sie sucht einen Chirurgen, der ihr in einer einzigen OP zwei künstliche Gelenke einsetzt. Das ist ungewöhnlich, aber unter bestimmten Bedingungen machbar. Heute lebt sie mit ihren neuen Hüftgelenken glücklich und schmerzfrei.

Heidrun Scheytt: Ein großes Stück Lebensqualität zurückgewonnen
Ein aktives Leben zu führen, ist Heidrun Scheytt wichtig. Sie treibt Sport und singt in der Evangelischen Kantorei Münsingen, ist viel unterwegs. Selbstverständlich ist das nicht. Denn vor Jahren litt sie unter einer starken Arthrose in beiden Hüftgelenken. "Die Schmerzen haben mich im Alltag stark eingeschränkt", sagt die 69-Jährige. Heute ist sie froh, sich im vergangenen Jahr einer Operation unterzogen zu haben. Ein beidseitiger Hüftgelenkersatz hat ihr die Freude am Leben wieder zurückgegeben. "Ich bin genauso beweglich wie früher", sagt sie.

Manfred Peters: Im Alter aktiv mit zwei künstlichen Hüftgelenken
Jede Woche fährt Manfred Peters mit Freunden Fahrrad, auch im Winter. Einmal im Jahr unternimmt er eine Radtour über mehrere hundert Kilometer. Er geht regelmäßig segeln. Und auch seinen mehr als 1.100 Quadratmeter großen Garten pflegt er bis heute selbst – inzwischen mit 78 Jahren und zwei künstlichen Hüftgelenken.
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    Dank minimalinvasiver Operationstechniken lassen sich heutzutage die OP-Risiken für hochbetagte Patienten deutlich senken, betonten die Experten des Chirurgenkongresses, der vom 26. bis 29. März in München stattfand. Wurden früher etwa Krebspatienten in höherem Alter jenseits der 75 kaum noch operiert, könnten heute bei diesen Patienten Tumore an Speiseröhre, Darm, Magen und Leber oft minimalinvasiv und somit schonend entfernt werden. Auch Rücken-Operationen und künstliche Hüften stellten bei sorgfältiger Prüfung des Einzelfalles für hochbetagte Patienten oft kein unvertretbares Risiko mehr dar. Weiterlesen

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