Umweltrecht

BVMed veröffentlicht neue Infoblätter zum Umweltrecht

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat weitere Infoblätter zu umweltrechtlichen Vorgaben veröffentlicht und erweitert damit seinen umfangreichen Service für Medizintechnik-Unternehmen bei der Umsetzung des Umweltrechts. Neu hinzugekommen sind unter anderem Blätter zur Batterieverordnung (BattVO) und der Nachhaltigkeits-Berichtserstattung (CSRD). Bestehende Infoblätter wurden aktualisiert. Insgesamt bietet der deutsche MedTech-Verband 21 Infoblätter zu unterschiedlichen Gesetzen und Verordnungen mit einem Überblick zu Anwendungsbereichen, gesetzlichen Verpflichtungen und Zeitplänen. Der kostenfreie BVMed-Service kann unter www.bvmed.de/umweltrecht abgerufen werden.

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„Europa soll der erste klimaneutrale Kontinent werden. Hierfür sind rund 80 Initiativen geplant, viele davon betreffen direkt oder indirekt die Medizintechnik. Themen wie Klimaneutralität und ressourcenschonende Produktionsprozesse werden immer stärker in den Fokus rücken und die Verbandsarbeit neu ausrichten. Als Unterstützung für die Einordnung des umfassenden Umweltrechts bietet der BVMed deshalb eine Reihe an Info- und Themenblätter an“, so BVMed-Nachhaltigkeitsexpertin Clara Allonge.

Neu erstellt wurden Infoblätter zu folgenden Themen:
  • Batterieverordnung (BattVO)
  • Nachhaltigkeitsberichtserstattung (CSRD)
  • KonfliktmineralienVO (EU) 2017/821
  • TextilkennzeichnungsVO (EU) Nr. 1007/2011
  • Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten

Infoblätter, die aktualisiert wurden:
  • Abfallverbringungsverordnung (AbfallverbringungsVO)
  • Batteriegesetz (BattG)
  • Biozidverordnung (BiozidVO)
  • CLP-Verordnung
  • Einwegkunststoff-Kennzeichnungs-Verordnung & -Verbotsverordnung (EWKKennzV & EWKVerbotsV)
  • Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG)
  • Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung (ElektroStoffV)
  • Energieverbrauchskennzeichnungs-Verordnung
  • F-Gas-Verordnung
  • Green Claims
  • Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)
  • Ökodesign-Regulierung
  • POP-Verordnung
  • REACH-Verordnung
  • Verpackungsgesetz (VerpackG)
  • Laufende Initiativen (Abfallrahmenrichtlinie, EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD), Recht auf Reparatur, Verbot von Zwangsarbeit)

„Der europäische Green Deal ist eine große Herausforderung für die Medizintechnik-Branche. Der BVMed unterstützt die Branche auf dem Weg zu einem grünen Umbau der Wirtschaft in Deutschland und Europa. Gleichzeitig muss dabei die Politik auf praxistaugliche Regelungen für unsere mittelständisch geprägte Branche achten“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

Alle 21 Infoblätter können unter www.bvmed.de/umweltrecht kostenfrei heruntergeladen werden. Weitere kostenlose Services zur Unterstützung der MedTech-Branche bietet der BVMed unter anderem mit seinen Handreichungen zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) sowie dem Muster-Kodex Nachhaltigkeit (auf deutsch und englisch). Mehr unter www.bvmed.de/nachhaltigkeit.

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Der BVMed repräsentiert über 300 Hersteller und Zulieferer der Medizintechnik-Branche, Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger sowie den medizinischen Fach- und Großhandel. Die Medizinprodukteindustrie beschäftigt in Deutschland über 250.000 Menschen und investiert rund 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Der Gesamtumsatz der Branche liegt bei über 38 Milliarden Euro, die Exportquote bei 67 Prozent. Dabei sind 93 Prozent der MedTech-Unternehmen KMU. Der BVMed ist die Stimme der deutschen MedTech-Branche und vor allem des MedTech-Mittelstandes.
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