Robotik für die Chirurgie

BVMed veröffentlicht DRG-Kodierhilfe für robotische Prozeduren in der Medizin

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat eine Kodierhilfe für robotische Prozeduren in der Medizin auf Basis des aG-DRG-Systems 2022 vorgelegt. Die 24-seitige Broschüre enthält neben einführenden Informationen zum DRG-System und zur Anwendung von OP-Robotern Kodierbeispiele aus den Anwendungsbereichen Neurochirurgie, Thoraxchirurgie, Chirurgie der Wirbelsäule, Viszeralchirurgie, Gynäkologie, Urologie und Endoprothetik. Die Robotik-Kodierhilfe kann unter www.bvmed.de/kodierhilfe-robotik heruntergeladen werden.

„Die Kodierhilfe beschreibt detailliert die derzeit zur Verfügung stehenden OPS-Kodes zur Kodierung der Anwendung eines OP-Roboters und bettet diese in zahlreiche Kodierbeispiele aus dem klinischen Alltag ein“, erläutert BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov, die den BVMed-Fachbereich „Robotik in der medizinischen Versorgung“ betreut. Denn nur durch die konsequente Verwendung der zur Verfügung stehenden OPS-Kodes für die Anwendung eines OP-Roboters und eine differenzierte Zuordnung der einhergehenden Zusatzkosten kann die notwendige Datenbasis geschaffen werden, um eine Erlösrelevanz für die Anwendung eines OP-Roboters in zukünftigen G-DRG-Systemen zu erreichen.

Die BVMed-Kodierhilfe richtet sich vor allem an Mitarbeiter:innen in Krankenhäusern, die mit der Anwendung, Dokumentation, Kodierung, Abrechnung und Kostenkalkulation von OP-Robotern umgehen, sowie weitere interessierte Akteure aus den verschiedenen Institutionen der Selbstverwaltung im Gesundheitssystem. Die Kodierhilfe wurde vom BVMed-Fachbereich Robotik in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Franz und Wenke erstellt.

Download Kodierhilfe
Download Bild Natalie Gladkov

Der BVMed repräsentiert über 240 Hersteller, Händler und Zulieferer der Medizintechnik-Branche sowie Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger. Die Medizinprodukteindustrie beschäftigt in Deutschland über 235.000 Menschen und investiert rund 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Der Gesamtumsatz der Branche liegt bei über 34 Milliarden Euro, die Exportquote bei 66 Prozent. Dabei sind 93 Prozent der MedTech-Unternehmen KMU. Der BVMed ist die Stimme der deutschen MedTech-Industrie und vor allem des MedTech-Mittelstandes.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Online-Unterstützung im OP-Saal ist für viele eine Option | 56 Prozent würden sich einer Operation unterziehen, die aus der Ferne von Spezialisten unterstützt wird

    Ob Routine-Eingriff oder lebensrettende Operation: Wenn Spezialwissen einer besonderen medizinischen Fachrichtung erforderlich ist, müssen Patientinnen und Patienten nicht zwingend in ein spezialisierteres Krankenhaus wechseln. Voll digitalisierte Operationssäle machen es möglich, dass Ärztinnen und Ärzte per Video zugeschaltet werden und dem Operations-Team vor Ort Hinweise zur Ausführung des Eingriffs geben. Eingesetzt wird diese Methode bislang noch wenig in Deutschland – ein großer Teil der Menschen ist jedoch offen für die Online-Unterstützung im OP: So sagen 56 Prozent, sie würden sich unter solchen Umständen operieren lassen – sehr wenige (1 Prozent) haben dies sogar schon einmal getan. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.157 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. Mehr

  • MdB Erwin Rüddel beim BVMed: Mehr Digitalisierung und klares Bekenntnis zum MedTech-Standort Deutschland

    Die Medizintechnik-Industrie habe während der Corona-Pandemie "immer auf den Punkt geliefert" und unterstütze auch in den derzeitigen Hochwasser-Katastrophen-Gebieten vorbildlich, so der Gesundheitsausschuss-Vorsitzende Erwin Rüddel (CDU) auf dem BVMed-Gesprächskreis Gesundheit am 22. Juli 2021 in Berlin. Er skizzierte die gesundheitspolitische Agenda der Union nach der Bundestagswahl und sprach sich für ein deutliches Mehr an Digitalisierung und auch Unabhängigkeit in Forschung, Entwicklung und Herstellung aus, um den Anschluss an die USA sowie China nicht zu verlieren. Insgesamt bräuchte es hier eine mutigere Politik und in puncto EU-Medical-Device-Regulation ein klares Bekenntnis zu den Herstellern am Standort Deutschland. Mehr

  • Pflegeunterstützende Technologien: Pflegeexperten sehen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten

    Pflegeexperten sehen zahlreiche Möglichkeiten für den Einsatz von digitaler Technik in der Pflege. Technische Hilfsmittel könnten einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen und der Arbeitsqualität im Pflegebereich leisten, seien aber allenfalls Hilfs­mittel und dürften persönliche Zuwendung nicht ersetzen, hieß es bei einem Workshop des Ökumenischen Kirchentags zu Rotobern in der Pflege. Mehr


©1999 - 2024 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik