Kardiologie

BVMed unterstützt Online-Petition zur Verbesserung der Versorgung von Herzpatienten

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, unterstützt die ePetition „Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen für eine sichere und umfassende Gesundheitsversorgung kardiologischer Patienten“ (Petition Nr. 82491) der Patientenvereinigung Defibrillator. Sie wurde vom Bundestag am 17. Dezember 2018 veröffentlicht. Die Zeichnungsfrist läuft bis 14. Januar 2019. „Trotz der Vorteile für die Patientenversorgung und die Patientensicherheit dauert es in Deutschland zu lange, bis technische Lösungen wie das Telemonitoring oder die Ereignisrekorder in die Erstattungssysteme aufgenommen werden und damit dem Patienten zu Gute kommen“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt.

Telemedizinische Verfahren mit medizintechnischen Implantaten haben nach Ansicht des BVMed ein großes Potenzial, die Patientenversorgung und die Patientensicherheit zu verbessern.

Im Zentrum der ePetition des Bundestages steht die regelhafte Erstattung einer kontinuierlichen telemedizinischen Versorgung von chronisch kranken Herzpatienten, insbesondere Herzschwächepatienten. Auf dem Weg von der Klinik in die ambulante Weiterversorgung tun sich häufig Versorgungslücken für Patienten auf, weil die Krankenkassen den breitflächigen Einsatz von verfügbaren telekardiologischen Versorgungslösungen trotz ihres wissenschaftlich gut belegten Nutzens verhindern. Zu den durch Studien belegten Nutzen der Technologien gehören eine Reduktion der Sterblichkeit oder die Vermeidung von Schlaganfällen und inadäquaten Therapien. Die Petition greift diese Themen auf und sollte nach Ansicht des BVMed von allen an einer guten kardiologischen Versorgung Interessierten unterstützt werden.

Zu den gemeinsamen Anliegen der Petition und des BVMed gehört es, ein kontinuierliches Telemonitoring zur Fernbetreuung von Patienten mit einem aktiven kardiologischen Implantat durch ihren behandelnden Arzt zu ermöglichen, um klinische Probleme bei Patienten tatsächlich zeitnah und bedarfsgerecht behandeln zu können. Darüber hinaus sieht der BVMed einen Telemonitoring-Bedarf bei Patienten mit großen Entfernungen zum nächsten Facharzt in strukturschwachen Regionen sowie bei Patienten mit tragbaren Defibrillator-Westen nach einem schweren Herzinfarkt.

Link zur ePetition: https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2018/_07/_17/Petition_82491.html
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Kälteablation bei Vorhofflimmern

    Bei vielen Patienten mit Vorhofflimmern kann eine Katheterablation der richtige Eingriff sein, um Lebensqualität zurückzugewinnen. Die Kryoballonablation ist dabei ein Standardtherapieverfahren zur effektiven Behandlung von Vorhofflimmern, das sich insgesamt durch eine hohe prozedurale Sicherheit auszeichnet. Wenn eine Ablation den gewünschten Erfolg bringt, kann damit die lebenslange Einnahme von Medikamenten vermieden werden. Weiterlesen

  • Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)

    Die Herzinsuffizienz (HI), auch als Herzmuskelschwäche bezeichnet, bildet eine der häufigsten Ursachen für eine Krankenhauseinweisung deutschlandweit. Prävalenz und Inzidenz der Erkrankung sind altersabhängig. Im Alter von 45 bis 55 Jahren leiden weniger als 1 Prozent der Bevölkerung an Herzinsuffizienz, 65- bis 75-Jährige bereits zu 2–5 Prozent und über 80-Jährige zu fast 10 Prozent. Herzinsuffizienz ist eine fortschreitende Erkrankung des Herzens mit vielfältigen Ursachen. In ihrem Verlauf wird das Herz immer schwächer, das Zusammenspiel der beiden Herzkammern geht verloren. Die Folge: Es kann nicht mehr ausreichend Blut durch den Körper gepumpt werden. Anfangs zeigen die Patienten nur bei körperlicher Belastung Symptome, später auch in Ruhe. Sie sind ständig müde, geraten bei geringster Anstrengung außer Atem und bekommen schlecht Luft. Im Endstadium hilft nur noch eine Herztransplantation, doch dafür kommen nur sehr wenige Patienten in Frage. Die Behandlung der Herzschwäche erfolgt heute medikamentös. Die Medikamente können Symptome lindern, den notwendigen koordinierten Herzrhythmus können sie allerdings nicht wiederherstellen. Weiterlesen

  • Defi-Weste schützt vor dem Plötzlichen Herztod

    Der tragbare Kardioverter-Defibrillator, kurz "Defi-Weste" oder "LifeVest" genannt, bietet gefährdeten Patienten Schutz vor der Gefahr eines plötzlichen Herztods (PHT). Die LifeVest gibt dem Arzt Zeit, das langfristige Arrhythmierisiko eines Patienten zu ermitteln und entsprechend fundierte Maßnahmen zu ergreifen. Die LifeVest ist leicht und einfach zu tragen: Patienten können so ihr alltägliches Leben wie gewohnt weiterführen und haben gleichzeitig die Gewissheit, vor PHT geschützt zu sein. Weiterlesen


©1999 - 2021 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik